Frohe Ostern

Osterrennen in Karlshorst 1914Bild: Sie haben gut Lachen. Ostern 1914 konnte noch niemand ahnen, daß der russische Geheimdienst einen Serben den österreichischen Thronfolger in der Stadt Sarajewo erschießen läßt, Serbien sich weigern wird, die Organisation des Mörders aufzulösen und deren Mitglieder zu verfolgen, worauf Österreich nur noch die Option bleibt, darauf mit Krieg zu antworten. Einen Krieg, den man schon seit Jahren heraufdämmern sieht, weswegen Frankreich rüstet, Deutschland rüstet, England rüstet, Rußland, Serbien und Österreich. Auch Italien. Als Rußland mobil macht, wissen die deutschen Generale was die Stunde geschlagen hat, denn die Mobilmachung einer Armee ist die unmittelbare Vorstufe zu kriegerischen Handlungen. Parallel dazu dringen erste französische Truppen auf deutsches Reichsgebiet vor und Luftschiffe bombardieren deutsche Städte. Ein Krieg beginnt, der von Frankreich, Rußland und England gewollt ist und der später der Erste Weltkrieg genannt wird.

Aber Ostern 1914 ist davon nichts zu spüren. Im Gegenteil. Die Völker hoffen, ihre Führer besitzen genügend Menschenverstand, um den Waffengang zu verhindern. Da wir aber wissen, daß Demokraten anders ticken, als beispielsweise der Klempner, die Blumenverkäuferin oder der Industriearbeiter und die Interessen der Geführten von denen der Führer so weit entfernt sind, wie die Kassiopeia von der Erde, ist diese Hoffnung vergebens. 1914 aber, ziehen zumindest die Sprösslinge der Oberschicht mit in den Krieg. Kämpfen, werden verkrüppelt oder getötet. Wer von denen, die Europa heute in den Krieg hetzen, hat Kinder, die in den Streitkräften dienen, die die Suppe dann auslöffeln müssen? So sehr sich der Blogwart anstrengt, ihm fällt auf Anhieb keiner ein.

Aber, sagt der Blogwart, es wird die Suppe ja nie so heiß ausgelöffelt, wie sie gekocht wird. Oder, wie die Kanzlerin nicht müde wird, zu betonen, in jeder Krise liegt auch eine Chance. Nämlich, das ganze korrupte Demokratengeschmeiß, das auf den Willen der Völker spuckt,  endlich loszuwerden und die Alleebäume damit zu schmücken. In diesem Sinne: Frohe Ostern.

 

Drohnenkrieg in Pakistan

Der BarbarGestern las der Blogwart online, pakistanische Künstler hätten auf pakistanischem Staatsgebiet überdimensionale Kinderbilder platziert, um US – amerikanische Drohnenpiloten vor ihrer Spielekonsole dafür zu sensibilisieren, daß bei ihren Angriffen auch Unschuldige und Kinder gemordet werden.

Der Blogwart meint, daß im Kampf um Freiheit, Demokratie und Menschenrechte, den Menschen in Pakistan kein Opfer zu gering sein sollte. Auch das Leben ihrer Kinder nicht. Später einmal werden sie sagen, die Überlebenden der amerikanischen Bemühungen, Freiheit, Demokratie und Menschenrechte durchzusetzen, daß sie Amerika sehr viel zu verdanken haben und jemand, der darauf verweist, daß auch etliche Tausend Unschuldige sterben mußten, wird zu hören bekommen, daß er seinen plumpen Antiamerikanismus doch bitte woanders ausleben soll. Vielleicht in Rußland. Oder Nordkorea. Und Recht geschieht ihm.

Bild: Wenn es schon ein Schulhausschläger sein muß, der den Pausenhof tyrannisiert, dann, bitte schön, doch Amerika! Es ist ja auch angenehmer, ab und zu das trügerische Gefühl vermittelt zu bekommen, gleichgestellt zu sein und die Regeln, die der Hegemon aufgestellt hat, gelten für jeden. Außer, wenn er beschließt, sich nicht daran zu halten. Aber ansonsten sind wir doch zufrieden, wenn wir unser Taschengeld abgeben oder das Handy oder die trendigen Schuhe. Das tun wir gerne und sind deshalb seine besten Freunde. Und wenn wir zusammen, auf sein Geheiß, Schwächere verprügeln, dann fällt uns sofort eine Ausrede ein, warum es gut ist, was wir da tun.  Und wer sich anderes wünscht, zum Beispiel, daß der Schultyrann uns in Ruhe lassen möge, der muß doch bekloppt sein! Oder unverantwortlich. Oder beides.

Wenn morgen Krieg ist

Film: Während die sozialistischen Menschen in Sowjetrussland ausgelassen feiern, daß sie noch nicht in den GULAG deportiert wurden oder im NKWD – Keller befragt, neidet der Westen ihnen Feuerwerk, Frohsinn und Lebensfreude und macht sich auf, das Arbeiter- und Bauernparadies zu überfallen.  Aber Ende gut – Alles gut.

Dieser, ähm, NATO – Generalsekretär Hassmussen, oder so, fordert die europäischen Staaten auf, ihre Rüstungsausgaben zu erhöhen. Wegen der Roten Gefahr. Die nicht nur an der Grenze der Ukraine steht, sondern auch in Königsberg. Und natürlich wird die Deutschland bezahlen. Die erhöhten Rüstungsausgaben. Wie alles in der Europäischen Union. Und wir sind froh darüber. Oder nicht? Aber, sagt der Blogwart, Demokratie, Freiheit und Menschenrechte, verteidigen sich nicht von alleine. Schon gar nicht in Deutschland. Dafür sollte kein Opfer zu gering sein. Notfalls essen wir auch jeden Tag nur noch trocken Brot, um so etwas nicht noch einmal erleben zu müssen. Oder lassen uns die Hand am Arm verdorren, die eine Waffe anrührt. Wir haben nämlich aus der Geschichte gelernt.

April April

Bildung ändert allesMangels eigener Aprilscherze verweist der Blogwart auf die von Michael Winkler. Seit Monaten blicken den Blogwart übrigens lachende Negergesichter von Plakatwänden an, auf denen der Slogan zu lesen ist, “Bildung ändert alles.” Mal abgesehen davon, daß das eine faustdicke Lüge der Spendenbettelorganisation ist, die solches plakatiert, sind wir dafür verantwortlich, daß Neger glücklich sind? Wohl kaum.

Bild: Bildung ändert alles. Als “Hänsel” und “Gretel” Lesen und Schreiben lernten, hatten die Tierwärter in Schönbrunn keine Ahnung, wohin das führt. Uns ist das Ergebnis bestens bekannt. Als “Planet der Affen”.

Sorry

KulturbonusSorry

Bild: Meinungsfreiheit ist in Deutschland ein hohes Gut. Aber leider sehr knapp in Deutschland. Weswegen der Platz zum Kommentieren oft nicht ausreicht und der Thread aus Platzmangel nach dem 5. Kommentar geschlossen werden muß.

Ach Du meine Güte

Das neue Bauwerk auf dem Bayerischen Platz lädt aber nicht nur zur gastronomischen, sondern auch zur historischen Einkehr. Eine Ausstellung über die insbesondere jüdisch geprägte Geschichte des Bayerischen Viertels wird einziehen samt Veranstaltungen zu historischen und aktuellen Themen. So kann hier mal ein Bahnhof zum Kiezmittelpunkt werden.

Der Blogwart meint: Um Deutsche in immerfortwährender Demut und Reue zu halten, kann man eben nicht überall Auschwitzrepliken errichten. Holocaustdenkmäler oder Stolpersteine. Da ist so ein Bahnhof mit Ausstellungsraum auch ganz nett. Hoffentlich denken sie auch an die Rampe.

Taubstumme sind nicht blind

Europa zieht anBild: Schlimm, wenn mit schlecht kopierten Handzetteln Menschen dazu animiert werden sollen, ihr vorletztes Hemd zu geben. Aber immerhin geschieht das freiwillig. Nicht, wie im Fall der Ukraine, über die Köpfe der Betroffenen hinweg.


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