Eine Frau Angela Elis wundert sich im Tagesspiegel über Egon Krenz. Na, eher wundert sie sich nicht, sondern sie spricht von ihm als einem Monster. Ja, das hätte die Dame wohl gerne. Aus Leuten, die ihre Überzeugung leben, Monster machen und dabei gar nicht merken, wie ihr selbst Fell, Hauer und lange Klauen wachsen.
Egon Krenz, meine Liebe, ist kein Monster. Egon Krenz ist jemand, der der Meinung war, der Zweck heiligt die Mittel. Zum Beispiel der Zweck, den Sozialismus auf deutschem Boden zu bewahren und zu stärken. Dafür durften dann auch schon mal Leute beim Verlassen der Arbeiter- und Bauernrepublik erschossen werden, denn sie hätten im Westen ja schlecht über die DDR gesprochen und das können Sozialisten nicht leiden, dass anders über sie gesprochen wird, als sie es selbst verkünden.
So auch in Dresden, um beim jüngsten Beispiel zu bleiben, auch wenn das schon zum Halse raushängen sollte. Eine Gruppe von Menschen führt eine genehmigte Demonstration durch und nimmt also das vom Staat garantierte Grundrecht auf Meinungs- und Demonstrationsfreiheit wahr. Und eine andere Gruppe von Monstern, ähm, Menschen, unter denen sich gewiss die Tagesspiegelstammleserschaft befindet, versucht das zu verhindern. Mit Gewalt. Denn auch denen heiligt der Zweck die Pflastersteine, die sie auf die Polizisten werfen. Kein normaler, gesitteter Mensch wirft mit Pflastersteinen auf andere Menschen, weil er weiss, die können den anderen Menschen töten. Steine auf Menschen zu werfen, ist das nicht monströs? Dennoch wird auch vom Tagesspiegel fein und wohlwollend dazu geschwiegen. Denn man hat ja eine Leserschaft, die man behalten will.
Immer wieder aktuell auch die Gruppe der EU-Monster, ähm, Menschen, die fern jeglicher demokratischer Legitimierung über das Schicksal der Bürger der Europäischen Union entscheiden und in jedes Fitzelchen des Lebens hineinreglementieren. Tun sie das aus Bosheit, angetrieben von dämonischen Kräften, Frau Elis? Nein, sie tun das, weil sie der festen Überzeugung sind, es ist das Beste für UNSERE MENSCHEN, sie zu gängeln und zu reglementieren und wenn nötig, auch ins Gefängnis zu werfen.
Und auch die grossmächtige Kanzlerin der Deutschen, die es Dank ihrer weisen und vorausschauenden Klimapolitik geschafft hat, Deutschland fast zu entindustrialisieren, sie ist beileibe kein Monster, Frau Elis. Nein, sie hat nur im Schulunterricht geschlafen, als die Erdzeitalter gelehrt wurden und die daranhängenden Klimaveränderungen. Vielleicht hat sie auch Liebesbriefe geschrieben oder über dem nächsten Wandzeitungsartikel für die FDJ gebrütet, jedenfalls ist sie der festen Überzeugung, eine Erwärmung des Klimas in Europa sei das Schlimmste, was uns zustossen könnte und so sorgt sie seitdem mit allerlei ökologischem Humbug und ökonomischen Zwangsmassnahmen dafür, dass deutsche Produkte immer weniger verkaufbar werden, weil sie künstlich verteuert worden sind. Kein Monster, Frau Elis.
Aber natürlich ist es einfacher, Jemanden als Monster hinzustellen, als sich damit auseinanderzusetzen, warum der Mensch zum Monster wird und glaubt, seine Scheusslichkeiten sind gerechtfertigt. Denn schliesslich lauert ein Monster in Jedem von uns und wartet nur auf die gute Begründung, die Oberhand zu übernehmen, über den Dr. Jekyll.
Noch mehr Monsterjäger:
Immer wieder aktuell auch die Gruppe der EU-Monster, ähm, Menschen, die fern jeglicher demokratischer Legitimierung über das Schicksal der Bürger der Europäischen Union entscheiden und in jedes Fitzelchen des Lebens hineinreglementieren. Tun sie das aus Bosheit, angetrieben von dämonischen Kräften, Frau Elis? Nein, sie tun das, weil sie der festen Überzeugung sind, es ist das Beste für UNSERE MENSCHEN, sie zu gängeln und zu reglementieren und wenn nötig, auch ins Gefängnis zu werfen.
Gut gesagt, es ja immer die gute Absicht, die so viel Unheil mit sich bringt. Selbst die Liquidierung der jüdischen ärzte unter Stalin erfolgte in der guten Absicht, dass sich Väterchen Russland unersetzlich für das weitere Wohl Russlands sah. Und da war halt jeder überflüssig, der ihn darin hindern könnte.
Und in unserem Parlamenten in diesem unseren Lande bei den Menschen da draussen, da steckt der Wurm tief im Gebälk des Systems. Die gewählten Vertreter des Volkes wollen in den Ausschüssen auch nur Gutes. Undenkbar, dass mal jemand kommt und sagt : “wir haben eigentlich seit 30 Jahren genug geausschusst, jetzt machen wir einmal zehn Jahre Pause und räumen auf.” Das ist niemandem zu vermitteln, also muss weiter nach Dingen gesucht werden, die zum Wohle der Menschen, die man mitnehmen und abholen muss, wo sie stehen, noch geregelt werden müssen.
Das alles wäre nur halb so tragisch, wenn sich nicht in den Parlementen die Negativauslese des Landes sammeln würde wie der klebrige Dreck im Abflussgitter.
Irgendwo gelesen, “der Weg zur Hölle ist mit guten Vorsätzen gepflastert”.
“Gut gesagt, es ja immer die gute Absicht, die so viel Unheil mit sich bringt.”
Oder um es mit Broder, diesem populistischen Arsch, zu sagen: Mit dem Willen, etwas gutes zu tun, haben die Deutschen immer noch die größten Katastrophen ausglöst.”
Wenn man “Deutschen” mit “Linken” ersetzt, dann stimmt es.
Sorry fürs spamen:
Die Schüler vom Speyer Kolleg brauchen dringend Hilfe. Nach ihrer Ablehnung der Lehrerin mit Kopftuch werden sie bedroht und gemobbt.
http://quadraturacirculi.wordpress.com/2009/02/20/kopftuchstreit-in-speyer-zieht-kreise-schuler-werden-zur-zielscheibe-von-mobbing-und-hass/
Schwer zu sagen, wann das Verbessern der Welt und der Menschheit los ging. Möglicherweise mit der französischen Revolution und der Guillotine. Vielleicht weiß Prosemit genaueres. Die Guillotine war ja schliesslich auch wegen der schnelleren und “menschlicheren” Vernichtung von Leben konstruiert worden. Aufklärung, Moderne, Massenvernichtung gehören zusammen.
Die Menschheitsbeglücker haben heute alles besetzt: die Sprache, die Medien, die Musik, die Literatur und natürlich die Politik. Konservative Pragmatiker gibt es eigentlich nicht mehr. Täglich werden neue Ideen der Umverteilung “von oben nach unten” oder von neuen sozial gerechten Soldaritätssteuern verbreitet. Es ist zum verzweifeln. Die Guten haben gewonnen.
“Es ist zum verzweifeln. Die Guten haben gewonnen.”
Aber nur für kurze Zeit. Ewig läßt sich dieses System nicht halten.
Schwer zu sagen, wann das Verbessern der Welt und der Menschheit los ging. Möglicherweise mit der französischen Revolution und der Guillotine.
Die französische Revolution war schon ein guter Ansatz. Es inspirierte auch Schiller zu dem Gedicht mit dem passenden Titel “Weltverbesserer”, ansonsten ist diese Tätigkeit uralt. Schon die alten Griechen reihten sich mit ihren Philosophen ein in die lange Reihe. Pythagoras (eigentlich fälschlicherweise nur Mathematikschülern bekannt) oder Sokrates mögen als Namen dienen.
Ich bin mir nicht immer sicher ob die franz. Rev. so gut war.
Da begann nämlich das mit der “Gleichheit”….
Ich bin mir nicht immer sicher ob die franz. Rev. so gut war.
Da begann nämlich das mit der “Gleichheit”….
Schrecklich! Man versteht mich miss und ich bin es auch noch selber Schuld. *In die Ecke stell und schäm*
Der “gute Ansatz” bezog sich auf den möglichen Zeitpunkt, wann so Weltverbesserer als solche sichtbar wurde. Deswegen auch passend das Gedicht Schillers von 1795.
Meine Meinung zu den Segnungen der Revolution brachte ich schon mit der Vendée zum Ausdruck, einem weithin vergessenen und verdrängtem Völkermord mitten in Europa.
Die Liberté, Égalité und Fraternité galt allerhöchstens eingeschränkt dem Genossen, nie dem Klassenfeind, er war immer zu vernichten. Allerdings bescherte sie den USA ihr heutiges politisches System. Und das ist auch schon etwas.