Archiv für Februar 2009



Finanzkrise fordert weitere Opfer

Wie die WELT-ONLINE berichtet, greifen Gläubiger zu immer drastischeren Maßnahmen, um Schulden einzutreiben. In Kairo. Ein Toter und mehrere Verletzte, darunter vermutlich auch Touristen, die irgendwelche Rechnungen nicht bezahlt hatten. Darf man so weit gehen? Ich meine nein.

screenshot_1Als erstes sollten Gläubiger doch wohl um bessere Zahlungsmoral bei ihren Schuldnern beten, statt gleich Allah zu bitten, diese zu beseitigen. Die Schuldner. Hoffen wir nur, dass dieses Beispiel religiösen Eifers keine Schule macht. In Europa. Und, gehen auch Kirchen? Das will nun eine Sachverständigenkommission um den hervorragenden Dr. Schäuble herausfinden.

Dr. Seltsam

Unglaublich! Lehrerin unterrichtet mit Kreuz!

buverfEinen furchtbaren Schock erlitten Schüler einer Schulklasse in Speyer, als die neue Lehrerin mit einem grossen Kruzifix, das sie demonstrativ vor der Brust trug, in  der Klasse erschien. Einen Schock deshalb, weil sie wissen, dass in der Bildung Staat und Religion fein zu trennen sind und weil gerade das Christenkreuz für Zwangsbekehrungen im Osten mit Feuer und Schwert, Intoleranz gegenüber Hobbyastronomen im Mittelalter, dem Grauen der Kreuzzüge, für Frauen- und Hexenverfolgung und den Papst steht, der es nicht gut findet, wenn Prekariat verhütet oder der Ehebrecher als Ehebrecher bezeichnet und Homosexuelle als abartig.

Natürlich haben die Schüler, jedenfalls ein Teil von ihnen, den Unterricht boykottiert und sich auch an die Presse gewandt, die ja, wie man weiss, besonders papstkritisch ist. Und siehste wohl, schon am nächsten Tag war die Kreuzträgerin suspendiert, dank solch hervorragender Lobbyisten für Hexen, wie Claudia Roth, Homosexuellen- und Lesbenvertreter, wie Volker Beck, Gottlosenanführer, wie Oskar Lafontaine und Petra Pau, und der unglaubliche Herr Edathy sprang für die Interessen Giordano Brunos ein, da sein Heimatland, Indien, Astronomie schon immer gepflegt habe. Selbst die Bundeskanzlerin, schwer eingespannt vom Ruinieren der deutschen Wirtschaft und dem Retten des Klimas fand mahnende Worte und sprach von einem Anschlag auf die Neutralität des Staates. Was in früheren Zeiten ein Kriegsgrund war und nur, weil die Bundeswehr keine gleichartigen Waffen wie die Schweizer Garde besitzt, wurde auf offene Feindseligkeiten verzichtet. Ende gut, Alles gut?

Oh nein, es handelte sich natürlich nicht um eine Kreuzträgerin, denn das hätte in Deutschland die Presse bewegt, wie Alles, was dazu dient, westliche Kultur zu bekämpfen. Stein des Anstosses ist eine Kopftuchlehrerin, die das Kopftuch nicht trägt, weil der Kalk von der Decke rieselt oder sie gerade eine Chemotherapie durchmacht, nein, das Kopftuch ist Ausdruck ihres Glaubens und der ist – der Islam. Das Kopftuch ist ihr modernes Zugehörigkeitsabzeichen. Es signalisiert, ich gehöre zur Umma, der Gemeinschaft der islamischen Menschen. Und wer nicht dazu gehört, der ist Dreck und minderwertig. Schweinefleischesser! Unrein! Nicht umsonst gibt es eine eigene Menschenrechtserklärung der muslimischen Staaten! In denen das Töten von muslimischen Frauen und Kindern verboten ist. Die Anderen dürfen schon. Getötet werden.

Für die Umma gilt nur ein Gesetz. Nicht das bürgerliche Gesetzbuch und keine anderen von Menschen gemachten Gesetze, sondern nur der Koran. Auf den Koran gehen solch appetitliche Sachen zurück, wie die Steinigung von Ehebrecherinnen oder Frauen, die nach der Scharia des Ehebruchs bezichtigt werden, das Aufhängen Homosexueller, die Ermordung derer, die den Propheten Mohammed verspotten und tägliche Mordanschläge auf Menschen in aller Welt. Und das Kopftuch dieser Frau bedeutet, ich bekenne mich zum Islam.

Das ist so, als würden Neonazis mit Hakenkreuzen durch die Gegend laufen oder Jungsozialisten mit Hammer und Sichelsymbol. Nur ist Letzteres in diesem, unserem Lande, nicht verboten, weil die Massenmorde in der Sowjetunion und im fernen China stattfanden und wir Deutschen das auch einmal hautnah erleben wollen. Am eigenen Leibe. Als masse für die sozialistische Idee gehobelt zu werden.  Nur das Kopftuch, das ist nicht gestattet, in staatlichen Einrichtungen, genausowenig wie die Kipa oder das Kruzifix. Ausser in Bayern. Aber das ist eine Traditionssache.

Und natürlich haben sich die Schüler in dieser Sache so verhalten wie geschildert. Und? Haben sie Unterstützung erfahren, von den emanzipierten Frauenrechtlerinnen, deren Schwestern im Iran gesteinigt werden oder in Saudi-Arabien oder in Pakistan oder in Deutschland geehrenmordet? Haben sie nicht! Hat sich Volker Beck gemeldet, der für die Vermehrung der Deutschen durch homosexuelle Paarung eintritt und dessen Artgenossen im Iran von Baukränen baumeln? Hat er nicht! Haben Abgeordnete der DIE LINKE protestiert, dass Religion an der Schule die Hirne der Schüler vergiftet? Haben sie nicht! Von Herrn Edathy gar nicht zu reden oder vom Zentralrat der Juden, der doch weiss, dass Juden in den Augen dieser Kopftuchlehrerin nur Affen und Schweine sind, so wie es im Koran geschrieben steht.

Im Gegenteil, die Schüler wurden bedroht und angeprangert und ihnen droht der Entzug des Bafög. Ja, die Sache wird so gehandelt, als hätten sie nicht unsere Demokratie verteidigt, sondern sie schwer angegriffen, in dem sie nämlich auf das Neutralitätsgebot in den Schulen pochten. Weiteres hier.

Laura erklärt Apartheid

Frauen und Männer sind in der muslimischen Gesellschaft streng getrennt und am Abend haben Frauen auf der Strasse nichts mehr zu suchen. Jedenfalls keine Anständigen. Die dann noch unterwegs sind, haben sich es selbst zuzuschreiben wenn…. Also heisst es, früh zu Bett, für die Frauen, und früh heraus. Da muss man aus der Not nur noch eine Tugend machen.

Wahrheiten

friedrich-iiDa jedoch die Gesetze ohne unaufhörliche Überwachung weder fortbestehen noch Anwendung finden konnten, so bildeten sich Obrigkeiten heraus, die das Volk erwählte und denen es sich unterordnete. Man präge sich dies wohl ein: Die Aufrechterhaltung der Gesetze war der einzige Grund, der die Menschen bewog, sich Obere zu geben; denn das bedeutet den wahren Ursprung der Herrschergewalt. Ihr Inhaber war der erste Diener des Staates. Hatten die Volksgemeinschaften im Entstehen etwas von den Nachbarn zu befürchten, so bewaffnete dies Oberhaupt das Volk und setzte schleunig die Verteidigung der Bürger ins Werk.

Wir haben gesehen, daß die Bürger einem ihresgleichen immer nur darum den Vorrang vor allen zugestanden, weil sie Gegendienste von ihm erwarteten. Diese Dienste bestehen im Aufrechterhalten der Gesetze, in unbestechlicher Pflege der Gerechtigkeit, in kraftvollstem Widerstand gegen die Sittenverderbnis, im Verteidigen des Staates gegen seine Feinde.

Das Übel erreicht aber den Gipfel, wenn es verderbten Seelen gelingt, den Herrscher zu überzeugen, daß seine Interessen andere seien als die seiner Untertanen.

Wir kommen nunmehr zu einem anderen Gegenstand, der wohl ebenso interessant ist. Es gibt wenige Länder, wo die Bürger die gleichen religiösen Anschauungen haben. Oft sind die Bekenntnisse gänzlich verschieden voneinander. Da erhebt sich die Frage: müssen alle Bürger ein und dasselbe glauben, oder darf man jedem erlauben, nach seiner eigenen Weise zu denken? Geht man auf den Ursprung der bürgerlichen Gesellschaft zurück, so ist es ganz augenscheinlich, daß der Herrscher keinerlei Recht über die Denkungsart der Bürger hat. Müßte man nicht von Sinnen sein, um sich vorzustellen, Menschen hätten zu ihresgleichen gesagt: Wir erheben dich über uns, weil wir gern Sklaven sein wollen, und wir geben dir die Macht, unsere Gedanken nach deinem Willen zu lenken? Sie haben im Gegenteil gesagt: Wir bedürfen deiner, damit die Gesetze, denen wir gehorchen wollen, aufrechterhalten werden, damit wir weise regiert und verteidigt werden; im übrigen verlangen wir von dir, daß du unsere Freiheit achtest. Damit ist das Urteil gesprochen; es gibt keine Berufung dagegen. Die Toleranz ist für die Gemeinschaft, in der sie eingeführt ist, sogar dermaßen vorteilhaft, daß sie das Glück des Staates begründet. Sobald jedes Bekenntnis frei ist, hat alle Welt Ruhe; wogegen die Glaubensverfolgung die blutigsten und langwierigsten Bürgerkriege verursacht hat.

So sehr das Studium der Geschichte die eigenste Sache der Fürsten ist, ihren Wert hat sie nicht minder für den Bürger. Da sie die Kette der Begebenheiten aller Jahrhunderte bis auf unsere Tage darstellt, so gibt sie dem Rechtsgelehrten, dem Staatsmann und dem Krieger, der sie zu Rate zieht, Aufschluß über den Zusammenhang der Vergangenheit mit der Gegenwart. Lob und Ehre aller, die ihrem Lande treu gedient haben, finden sie in der Geschichte, ebenso den Fluch, der auf dem Namen derer lastet, die das Vertrauen ihrer Mitbürger getäuscht haben. So gewinnen sie hier eine Erfahrung, wie sie sonst das Leben erst später zur Reife bringt. Wer den Umkreis seiner Anschauungen und Begriffe nur auf seine vier Wände einschränkt, wer seine Kenntnisse nicht erweitern mag über den Bereich seiner häuslichen Pflichten, der verkümmert und verblödet in gröbster Unwissenheit.

(Friedrich II. Neu im Projekt Gutenberg)

« Vorherige SeiteNächste Seite »


 

Februar 2009
M D M D F S S
    Mrz »
 1
2345678
9101112131415
16171819202122
232425262728  

Blog Stats

  • 638,104 hits

Follow

Get every new post delivered to your Inbox.