Archiv für Februar 2009



Das ZK der KPdESU beschliesst

stalinDas Zentralkomitee der Kommunistischen Einheitspartei der Europäischen Union, in  der Person des Genossen José Manuel Barroso, der sich schon viele Verdienste um die Beseitigung des Kapitalismus erworben hat, hat einen weiteren Schritt zur Steigerung des allgemeinen Wohlbefindens unserer Werktätigen angekündigt. Unter donnerndem Applaus und überwältigender Zustimmung, sprach er vor den Pressevertretern der Organe der Sozialistischen Einheitsparteien der Europäischen Sozialistischen Sowjetrepubliken, „Wahrheit“, „Funke“ und  „Hamburger Abendblatt“, davon, den verbliebenen Kapitalisten im Bankensektor das Einkommen zu reglementieren.

Die Europäische Kommission bereitet eine Initiative zur Begrenzung von Bonuszahlungen an Manager vor. Exzessive Bonuszahlungen verleiteten Finanzmanager dazu, unvertretbare Risiken einzugehen. Die Folgen sehe man jetzt in der Finanzkrise, sagte Kommissionspräsident José Manuel Barroso dem Hamburger Abendblatt . Daher solle ein System geschaffen werden, das die Gier nach schnellen Gewinnen zügele und in dem Scheitern nicht belohnt werde.

Nicht das Streben nach Gewinn und materiellem Reichtum würde in Zukunft unsere Menschen antreiben, und insbesondere an ihren Arbeitsplatz, der auch immer ein Kampfplatz für den Weltfrieden sei, sondern das Bewusstsein, für ihre Kinder, Enkelkinder, Urenkelkinder oder spätere Generationen, eine bessere und gerechtere Welt zu errichten. „Und wem das nicht passt, von den ewig Gestrigen“, so fügte der herausragende Genosse Barroso hinzu, „der kann gerne gehen, wenn er es schafft, lebend die Grenzen der Grossen Union der Europäischen Sowjetrepubliken zu verlassen – wir weinen ihm keine Träne nach. Sein Vermögen muss er allerdings dem Wohle des werktätigen Volkes opfern.“

Kurz nach Verkünden der Barroso-Initiative zum weiteren Ausbau der sozialen Gerechtigkeit, trafen aus allen Teilrepubliken Grussadressen und zustimmende Solidaritätserklärungen ein. Die Einberufung der Europäischen Volkskammer wird in der nächsten Woche erwartet, um ihre geschlossene Unterstützung zur Barroso-Initiative auszusprechen.

Monstersichtung

Eine Frau Angela Elis wundert sich im Tagesspiegel über Egon Krenz. Na, eher wundert sie sich nicht, sondern sie spricht von ihm als einem Monster. Ja, das hätte die Dame wohl gerne. Aus Leuten, die ihre Überzeugung leben, Monster machen und dabei gar nicht merken, wie ihr selbst Fell, Hauer und lange Klauen wachsen.

Egon Krenz, meine Liebe, ist kein Monster. Egon Krenz ist jemand, der der Meinung war, der Zweck heiligt die Mittel. Zum Beispiel der Zweck, den Sozialismus auf deutschem Boden zu bewahren und zu stärken. Dafür durften dann auch schon mal Leute beim Verlassen der Arbeiter- und Bauernrepublik erschossen werden, denn sie hätten im Westen ja schlecht über die DDR gesprochen und das können Sozialisten nicht leiden, dass anders über sie gesprochen wird, als sie es selbst verkünden.

So auch in Dresden, um beim jüngsten Beispiel zu bleiben, auch wenn das schon zum Halse raushängen sollte. Eine Gruppe von Menschen führt eine genehmigte Demonstration durch und nimmt also das vom Staat garantierte Grundrecht auf Meinungs- und Demonstrationsfreiheit wahr. Und eine andere Gruppe von Monstern, ähm, Menschen, unter denen sich gewiss die Tagesspiegelstammleserschaft befindet, versucht das zu verhindern. Mit Gewalt. Denn auch denen heiligt der Zweck die Pflastersteine, die sie auf die Polizisten werfen. Kein normaler, gesitteter Mensch wirft mit Pflastersteinen auf andere Menschen, weil er weiss, die können den anderen Menschen töten. Steine auf Menschen zu werfen, ist das nicht monströs? Dennoch wird auch vom Tagesspiegel fein und wohlwollend dazu geschwiegen. Denn man hat ja eine Leserschaft, die man behalten will.

Immer wieder aktuell auch die Gruppe der EU-Monster, ähm, Menschen, die fern jeglicher demokratischer Legitimierung über das Schicksal der Bürger der Europäischen Union entscheiden und in jedes Fitzelchen des Lebens hineinreglementieren. Tun sie das aus Bosheit, angetrieben von dämonischen Kräften, Frau Elis? Nein, sie tun das, weil sie der festen Überzeugung sind, es ist das Beste für UNSERE MENSCHEN, sie zu gängeln und zu reglementieren und wenn nötig, auch ins Gefängnis zu werfen.

Und auch die grossmächtige Kanzlerin der Deutschen, die es Dank ihrer weisen und vorausschauenden Klimapolitik geschafft hat, Deutschland fast zu entindustrialisieren, sie ist beileibe kein Monster, Frau Elis. Nein, sie hat nur im Schulunterricht geschlafen, als die Erdzeitalter gelehrt wurden und die daranhängenden Klimaveränderungen. Vielleicht hat sie auch Liebesbriefe geschrieben oder über dem nächsten Wandzeitungsartikel  für die FDJ gebrütet, jedenfalls ist sie der festen Überzeugung, eine Erwärmung des Klimas in Europa sei das Schlimmste, was uns zustossen könnte und so sorgt sie seitdem mit allerlei ökologischem Humbug und ökonomischen Zwangsmassnahmen dafür, dass deutsche Produkte immer weniger verkaufbar werden, weil sie künstlich verteuert worden sind. Kein Monster, Frau Elis.

Aber natürlich ist es einfacher, Jemanden als Monster hinzustellen, als sich damit auseinanderzusetzen, warum der Mensch zum Monster wird und glaubt, seine Scheusslichkeiten sind gerechtfertigt. Denn schliesslich lauert ein Monster in Jedem von uns und wartet nur auf die gute Begründung, die Oberhand zu übernehmen, über den Dr. Jekyll.

Noch mehr Monsterjäger:

Boykottiert IKEA!

Gewerkschaftsführer wissen mehr. Zum Beispiel, dass es mehr als drei Schweden waren, die die Kaffee- und Lamadeckenfahrer der IG Bau an der Raststätte Teufelstalbrücke, mir nichts-Dir nichts, mit Gejohle und und unter dem Absingen von ABBA-Songs überfielen.

„Die Tat muss auch dem letzten Zweifelnden zeigen, mit welchen Methoden und mit welcher Gesinnung die NPD und ihre Helfershelfer unterwegs sind. Wir alle dürfen diese Gewalt nicht dulden. Es gibt keine Toleranz gegenüber den Intoleranten,“ erklärte Hron nach dem Besuch im Krankenhaus. Die Gewerkschaften erwarten nunmehr, dass die Schuldigen ausfindig gemacht und bestraft werden. An der Tat waren auch mehr als drei Schweden beteiligt. Da sollte man sich nichts vormachen. „Wir wissen auch, dass es auch in Sachsen weitere Angriffe und Leichtverletzte bei der An- und Abreise gegeben hat.“ Die Veranstalter erwarten konsequente Strafverfolgung durch die Behörden. „Die Opfer müssen jetzt die Solidarität von uns allen erfahren und sich darauf verlassen, dass sich entsprechende Vorfälle nicht wiederholen“, so Hron kurz nach dem Besuch in Jena.

Natürlich werden die Täter ausfindig gemacht werden, dazu bedarf es keines besonderen Aufrufes, als würden sich deutsche Polizisten oder Gerichte weigern, Gewalttäter aus dem rechtsextremen Spektrum dingfest zu machen oder zu verurteilen. Auch, wenn kein Tatverdacht besteht, sondern wenn Rechtsextreme nur so da sind, als Einwohner der Stadt, werden sie festgenommen und in Untersuchungshaft gebracht, weil, sie hätten es ja sein können, wie der Fall des ermordeten Polizeichefs Mannichl zeigt, der nun als Leiche wieder fröhlich seinen Dienst versieht. Herr Hron muss also nicht so tun, als bedürfe es seiner Mahnung, um die deutsche Justiz anzuschubsen, der Gute.

Ob nun aufgerufen wird, nicht bei IKEA zu kaufen, um ein deutliches Zeichen gegen rechte Schweden zu setzen, das, so Gewerkschafter Hron, werde noch beraten werden. Auf jeden Fall erwarte man ein deutliches Entgegenkommen bei den nächsten Tarifverhandlungen. Bislang gibt es übrigens immer noch keine Solidaritätsbekundungen mit den von Linken angegriffenen Polizisten in Dresden. Weder von Rechts und schon gar nicht von Links. Linke Gewalt ist eben mitten in der Gesellschaft angekommen. Auch Dank solcher Gewerkschaftsfunktionäre.

Noch mehr Schweden

Wo die SPD regiert

verzeichnet das Verbrechen schöne Erfolge.

So auch in Sachsen-Anhalt, wo weiter die Polizei personalmässig verringert wird, auf Betreiben des SPD-Ministers Bullerjahn. Ein Paradies für jeden Haderlumpen, dessen Chancen, nicht erwischt zu werden, mit jedem entlassenen Polizisten oder jedem Polizisten, der nach dem Ruhestand eines Kollegen nicht neu eingestellt wird, sich weiter verbessern werden. Und wo es weniger Leute zur Aufklärung von Straftaten gibt, da können eben auch weniger Straftaten aufgeklärt werden, das weiss auch der Dümmste. Oder, die Gangster sind schlagartig dümmer geworden und die Polizeiarbeit leichter.

In Sachsen-Anhalt sind im Jahr 2008 laut Kriminalstatistik weniger Menschen bestohlen, betrogen oder verletzt worden. Die Polizei registrierte landesweit 206 669 Straftaten und damit 4,6 Prozent weniger als im Jahr 2007, wie Innenminister Holger Hövelmann (SPD) am Mittwoch in Magdeburg mitteilte. «Mit 8567 Straftaten auf 100 000 Einwohner war die niedrigste Kriminalitätsbelastung seit 1994 zu verzeichnen.» Dennoch sei das Niveau zu hoch, die Häufigkeit liege über der des Bundesdurchschnitts. Den Großteil der registrierten Straftaten machten mit 43 Prozent Diebstähle aus, wie Hövelmann erläuterte. Dabei habe es ein deutliches Minus im Vergleich zum Jahr davor gegeben bei Diebstählen, Vermögensdelikten wie Abrechnungs- oder Leistungsbetrug, Körperverletzungen sowie Rauschgiftdelikten. Einen Anstieg der Fälle habe die Polizei insbesondere bei Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung verzeichnet. Ursachen seien hier vor allem eine Zunahme der registrierten Fälle der Verbreitung kinderpornografischer Schriften sowie des sexuellen Missbrauchs von Kindern. Laut der Statistik gab es im vergangenen Jahr im Land 23 Morde (2007: 15) und 80 Fälle von Totschlag (2007: 71). Die Aufklärungsquote sank den Angaben des Ministers zufolge von 57,6 auf 54,2 Prozent. Dennoch erreiche sie annähernd Bundesniveau. Den Rückgang des Anteil aufgeklärter Fälle führte Hövelmann auf statistische Besonderheiten und weniger auf die vielfach kritisierte Polizeistrukturreform zurück.

Nicht auf statistische Besonderheiten hat er natürlich den Rückgang der Straftaten zurückgeführt. Vielleicht haben die Menschen auch nur häufiger resigniert, die Straftaten nicht angezeigt und die Hoffnung aufgegeben, dass ihrem Recht Genüge getan wird, wer weiss?

„Martin Luther“ verurteilt

Na bitte. Wer schon immer wissen wollte, wie weit der Islam dem Christentum hinterherhinkt, hier wurden zwei Menschen zu langjährigen Haftstrafen verurteilt, die es gewagt hatten, den Koran in die Landessprache zu übersetzen, den Luther hatte es ja damals auch masslos geärgert, dass nur Leute, die Latein lesen konnten, Zugang zur Bibel hatten.  Und die es nicht konnten, mussten glauben, was ihnen von der Kanzel herab erzählt wurde. Jetzt ist das zwar egal, ob der Imam zu ihnen sagt, das Töten der Ungläubigen bringt Dich ins Paradies oder ob sie es selbst lesen können aber immerhin wäre mit einem türkischen Koran unseren hervorragenden türkischen Schülern geholfen, die müssten dann den ganzen Koraninhalt nicht in arabisch lernen, sondern könnten das in türkisch tun und hätten dann vielleicht noch ein wenig Zeit für die Wissenschaft. Oder Deutsch zu lernen. So ein Pech aber auch. Müssen sie weiter ungebildet bleiben.

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