Archiv für 4. März 2009

Du meine Güte!

Neun Männer wurden am Dienstag im Golf von Aden nach ihrem gescheiterten Angriff auf das deutsche Handelsschiff „MV Courier“ von der Besatzung der Fregatte „Rheinland-Pfalz“ in Gewahrsam genommen, teilte das Einsatzführungskommando der Bundeswehr (Geltow/Brandenburg) mit. Weder bei dem Angriff der Piraten noch bei der Enterung ihres Bootes durch deutsche Marine-Soldaten habe es Verletzte oder Sachschäden gegeben, sagte ein Sprecher. Die Piraten werden nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur dpa zunächst an Bord der Fregatte bleiben.

Was will uns diese Formulierung sagen, weder beim Angriff der Piraten…Verletzte oder Sachschäden gegeben, müssen die Soldaten jetzt vor Gericht? Ich meine, eigentlich lag ja gar kein Grund vor, die lustigen Seeräuber am Angriff, was heisst schon Angriff, bei den linksalternativen Nazis heisst es auch immer Demonstration, also bei der Demonstration gegenüber dem Deutschen Handelschiff zu behelligen, so ohne Sach- und Personenschaden. Ein völlig unverhältnismässiger Einsatz eben.

Eine speziell eingerichtete Kommission der Staatssekretäre der vier Ministerien für Inneres, Justiz, Verteidigung und Außen prüft den Fall. Die Piraten seien bereits zum Sachverhalt vernommen worden, hieß es.

Natürlich. Weil niemand weiss, was Piraten sind. Ich meine, es gibt da so lehrreiche Filme aus Hollywood, wie „Die Schatzinsel“ oder „6 Tage und 7 Nächte“ oder diesen Dreiteiler mit Capitain Sparro. Aber was wissen die Amerikaner schon? Und insbesondere Hollywood? Geistert doch schon lange durch unsere Medien, Halsabschneider, nein, jetzt nicht die Moslems oder die Dakota, wären tieftraurige Fischer, die es auf Grund ihrer Tieftraurigkeit nicht geschafft hätten aus der Steinzeit zu modernen Fischfangflotten vorwärtszuschreiten, also eine Art Indianer, nur statt dass ihnen der Weisse Mann die Büffel abknallt, wegen der Zungen und Felle, da raubt er ihnen die Fischstäbchen vor der Küste , der Kapitän Iglu. Piraterie ist also kein Verbrechen, weshalb sich auch vom deutschen Steuerzahler bezahlte Kommissioner zusammensetzen, sondern Ausdruck sozialer Ungerechtigkeit. Und der muss natürlich abgeholfen werden.

Der Parlamentarische Staatssekretär im Verteidigungsministerium, Thomas Kossendey, sagte der dpa, von den Piraten seien zunächst Fingerabdrücke genommen worden. Ferner seien sie von einem Arzt untersucht worden. Zuverlässige Angaben über ihre Nationalität lägen noch nicht vor. Es soll sich in der Mehrzahl um Sudanesen handeln. Bei der Aktion auf hoher See seien viele Waffen sichergestellt worden, die jedoch aus Sicherheitsgründen sofort über Bord geworfen worden seien, sagte der Staatssekretär.

Und dann auch noch das! Fingerabdrücke nehmen. Wozu? Falls die in Berlin auftauchen, mit der rechten Hand in einer Ladenkasse? Oder damit sie nach deutschem Brauch als Wiederholungstäter zu identifizieren sind und der Bordkaplan predigt ihnen Besserung? „Und nun tschüs Jungs, auf zu Wiederholungstat und immer eine Handbreit Wasser unter dem Kiel! Ihr wisst ja, als südländische Südländer da habt Ihr noch 499 Überfälle frei, bevor sich der Staatsanwalt freimachen kann von der Verfolgung der Pius-Brüder oder der Mannichlmörder, der Eingespannte!“ Und dann haben sie die Waffen noch über Bord geworfen, also das Beweismaterial! Aus Sicherheitsgründen. Also zur Sicherheit der Seeräuber, damit man sicher sein kann, die werden nie vorgelegt. Als Beweisstücke, wie das Lebkuchenmesser.

Was ist da nur los? Hier hüpft die Presse vor Freude im Kreis, von den Strafverfolgungsbehörden ganz abgesehen, wenn bei arbeitslosen ostdeutschen jungen Männern, denen der Kapitalismus den gesicherten Arbeitsplatz weggenommen hat und die feststehende Zukunft in Volkseigenen Betrieben, Luftgewehre und Waffenteile aus dem Kessel von Halbe gefunden werden und freudig werden sie auf hübsch geschmückten Tischen präsentiert, da, der Beweis, für ihr schändliches Treiben, verbietet sie, und die schmeissen die Beweisstücke über Bord? Führten die etwa Atomwaffen mit sich, die wegen der Schiffssicherheit ins Meer geworfen werden mussten?

In Dschibuti würden die Piraten dann von der Bundespolizei abgeholt und nach Hamburg zur zuständigen Staatsanwaltschaft gebracht. Wegen des Reederei-Sitzes in Bremen wäre als nächster Schritt wohl die dortige Staatsanwaltschaft zuständig. Die für den Marine-Einsatz zuständige Hamburger Staatsanwaltschaft legte zunächst einen „Beobachtungsvorgang“ an, teilte Sprecher Wilhelm Möllers der dpa mit. „Zur Zeit warten wir auf weitere Informationen durch die Polizeibehörden.“

Ah, Danke, Danke, Danke! Früher reichte eine Planke oder ein Strick, und zur Beobachtung stand die Besatzung an Deck, bis sich die Piraten ausgezuckt hatten. Heute wird ein Aktenvermerk gemacht! Oder man fuhr in den nächsten Hafen, zimmerte ein schönes Holzgerüst, trieb die einwohnenden Seeräuber zusammen und hängte ihre Spiessgesellen zur Abschreckung auf. Stattdessen kommen sie ins schöne Hamburg, wo es drei Mahlzeiten am Tag gibt, saubere Unterkünfte und jede Menge Nichtregierungsorganisationen, die sich um ihr Wohlbefinden kümmern werden und um ihren Anspruch auf Asyl in Deutschland. Und DIE LINKE und DIE GRÜNEN übernehmen die Patenschaft und Claus Peymann bietet Praktikantenplätze an, zur Resozialisierung!

Meine Güte, wenn sich das herumspricht, unter den Fischgründeverteidigern, können sich die Hilfsschiffe Deutschlands, die vorgeben Kriegsschiffe zu sein, vor Piraten gar nicht mehr retten. Die werden doch gleich die Bundesmarine angehen, statt der Handelsschiffe. Wer weiss, ob die Guten dann in der Nähe sind, die Bundesmarine, so ein Risiko kann man als Opfer der sozialen Ungerechtigkeit und der westlichen Fischesser doch gar nicht eingehen! Ein Schiff zu entern und dann kommen die Russen oder die Inder.Was für ein Fehlschlag!

Verteidigungsminister Franz Josef Jung (CDU) erklärte: „Das zeigt, wie effektiv die Operation Atalanta ist.“

Ja, selten so gelacht, Herr Jung, was soll daran effektiv sein? Statt weiterhin Handelsschiffe zu berauben, gibt ihnen der deutsche Staat umsonst. Was heisst umsonst, wer bezahlt denn den sauteuren Diesel für die Kriegsschiffe, wer bezahlt denn die ganzen Wichtigtuer, die nun den Vorgang „Piraterie aus sozialen Gerechtigkeitsgründen“ bearbeiten, wer bezahlt den teuren Überflug für die Sudanesen, wer bezahlt ihre Unterbringung, zuerst als Häftlinge und dann als Asylbewerber und später als Bundesbürger, auf die wir nicht verzichten können? Das werden doch wir sein und nicht diese Knalltüte, die erzählt, die Operation ist effektiv. Die hat das Meer nicht sicherer gemacht und vor allem hat sie es attraktiv gemacht, Pirat zu werden. Denn da kommst Du ganz legal nach Deutschland, Deutschland, das Land, mit dem Töpfchen, das ununterbrochen Brei kocht. Für alle Welt! Wer noch eines Beweises bedurfte, wie geistig weggetreten die Regierung inzwischen ist, die so etwas veranlasst, hier war er.

Zieht die Bundesmarine ab und bezahlt die Inder für den Schutz der Gewässer.

DAS wäre effektiv.


 

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