Archiv für 5. März 2009

Nachrichten vom Führer

Während die unermüdliche deutsche Polizei immer noch fieberhaft nach dem Mörder des Alois Mannichl fahndet, dessen Tod, wir erinnern uns, ein Anschlag auf den Rechtsstaat war, während es Wackersteine, geworfen von Linksextremisten auf Deutsche Polizisten, nicht sind, sondern Ausdruck von Streitkultur, lacht sich das rechtsextreme Verbrechen in die schmutzige Halunkenfaust. Dafür ist der grosse Amateurdetektiv, Holmes oder so ähnlich, nicht in die Schweiz gereist, damit heute  Tonträger verhaftet werden, um die Wahrheit um den Mord an Alois Mannichl aus ihnen herauszuprügeln. Eine Lehrstunde in Ermittlungsarbeit, frei abrufbar, auch für die Passauer Schlangenjäger.

Woran es wirklich krankt

Hier werden endlich mal Wahrheiten ausgesungen. Falsche Gedanken machen uns verrückt. Welche Gedanken richtig sind, empfiehlt das Öffentlich-Rechtliche, Die Linke oder der örtliche Antifaspitzelclub. Auf jeden Fall ein Rezept, glücklicher zu leben.

Nele Abdallah, eine von uns

Die Heimat hat sich schön gemacht und auch Nele Abdallah und ihre Kollegen vom VEB Obertrikotagen“Puppendoktor Pille“. Nele Abdallah, die ehemalige Bürgerliche, die im Jahre 1989 aus dem Westteil Berlins in die Hauptstadt der DDR geflohen ist, um dort ein besserer, ein moslemischer Mensch zu werden, hat in Vorbereitung des 60. Jahrestages der Deutschen Demokratischen Republik, die Initiative ergriffen, um unsere werktätigen Frauen in Produktion und von der Scholle, hübsch auszustaffieren. Wie alle nunmehr Werktätigen, ist sie sich in grosser Dankbarkeit der Anstrengungen unserer Partei- und Staatsführung bewusst, Frauen und Mädchen ein gleichberechtigtes Leben zu ermöglichen, in einer Gesellschaft, in der der Mann nicht mehr die Frau sexuell ausbeutet oder sie sich ihm hörig unterwirft, sondern in der ihr der Mann ein guter Kamerad und Klassengenosse ist. So wie es August Bebel in „Die Frau und der Sozialismus“ voraussagte und Clara Zetkin, die grosse Reichstagsvorsitzende wieder und wieder einforderte.

Inzwischen ist Genossin Abdalla geachtetes Mitglied unserer Gesellschaft und hat lange schon mit den Unterwerfungsritualen der westlichen Klassengesellschaft gebrochen. „Hier werden Frauen und Mädchen nicht auf das Sexuelle reduziert, im Sozialismus darf die Frau wahrhaft hässlich sein und das demonstriere ich und das demonstrieren meine Kolleginnen und auch ihre Töchter.“

Bald schon steht der 60. Jahrestag des Ersten Sozialistischen Arbeiter- und Bauernstaates auf deutschem Boden vor der Tür und alle unsere Werktätigen wetteifern, beim Grossen Vorbeimarsch an der Ehrentribüne des Generalsekretärs des Zentralkommitees der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands, Bodo Ramelow, sich von ihrer besten Seite zu zeigen. Natürlich ist Genossin Abdallah auch Mitglied der Zivilverteidigung und der  Formationen des Deutschen Roten Halbmondes, denn der Frieden muss bewaffnet sein.

Tagtäglich lauert das Kapital an der Staatsgrenze zur Bundesrepublik, um über Frauen, wie Nele Abdallah herzufallen und sie in die alte Abhängigkeit von Arbeit, Freiheit, Gleichheit und Schwesterlichkeit zurückzuzerren aber Genossin Abdallah bleibt hart. Sie weiss, was sie verlassen hat und hier gewonnen und sie ist entschlossen, die islamischen Errungenschaften auch mit der Waffe in der Hand zu verteidigen. „Wir haben viel zu hart gekämpft, Ehrenmorde, die tägliche Prügel und Steinigungen salonfähig zu machen, das lassen wir uns nie wieder nehmen“, ist ein geflügelter Satz von ihr, der in unserer weiblichen Bevölkerung grossen Widerhall gefunden hat.  Ganze Brigaden in den sozialistischen Grossbetrieben schlossen sich der Nele Abdallahinitiative an, um ein sichtbares Zeichen zu setzen. Mit Kopftuch und Schleier. Und der Ehebruch ist nach der Steinigung der letzten Vergewaltigten spürbar zurückgegangen, auch darüber kann Genossin Abdallah stolz sein, doch ist sie viel zu bescheiden, das an die Grosse Glocke zu hängen.

Derzeit üben sie und ihre Genossinen Uniformschwimmen, in den Berliner Bädern, weil es für die Spree und die städtischen Abwasseranlagen noch zu kalt ist. „Uniformschwimmen“, so Genossin Abdallah, „ist ein wichtiger Teil unserer militärischen Ausbildung. Sollte es der westliche Feind jemals wieder wagen, sein blutbeflecktes Haupt zu erheben, um das Rad der Geschichte zurückzudrehen, werden wir uns  in Spree oder Elbe stürzen und ihn im eigenen Blute ersticken. Deswegen stehen wir hier, so und nicht im Bikini, damit uns im Verteidigungsfall der Stoff nicht behindert.“ Schweiss in der Ausbildung spart Blut im Gefecht, diese Suworowsche Weiheit hat Genossin Abdallah tief verinnerlicht.

Natürlich gibt es auch im Sozialismus noch Zweifler, die sich fragen, ob es nötig ist, dass gerade die bewusstesten Frauen, wie Nele Abdallah, sich so stark engagieren und die, sollte der Klassenfeind es wagen, die letzte heilige Schlacht zu entfesseln, als Erste im Verteidigungskampf für eine bessere Welt, den sozialistischen Islam,  fallen könnten aber das sind eben Jene, die sich von den alten bürgerlichen Moralvorstellungen noch nicht lösen konnten. Denen werden Frauen wie Nele Abdallah nur optimistisch zurufen, „Körting, ich weiss wo Dein Haus wohnt, isch mach Disch Messer!“ Womit Alles gesagt wäre. Freundschaft!

Angehörige der Zivilverteidigung üben das Überwinden fliessender Gewässer.


 

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