Archiv für 7. März 2009

7 Samurai

Als die Glorreichen Sieben noch nicht erfunden waren und Yul Brynner nichts weiter war als ein Glatzkopf und später ein durchgeknallter Android. Der Film, mit dem Kevin Costner seine Schutzbefohlene ins Bett bekommen hat, bevor sie endgültig im Drogensumpf abstürzte. Sie bezahlen zwar Steuern erhalten im Gegenzug aber keinen Schutz dafür. Na? Kommt uns das bekannt vor? Ich glaube ja.

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Rufe nach dem starken Mann

Das Kinderhaus

Wie wunderbar das Arbeiter- und Bauernparadies für die Kinder der Klassengenossen sorgte, die sie nachher umbringen liess, schildert die „Deutsche Volkszeitung“ vom 18.Oktober 1934,  in der auch der erste Auspeitschungsbericht Willi Bredels abgedruckt wurde und der Aufruf, nach Spanien zu eilen, um der dortigen Monarchie mit der Waffe in der Hand entgegenzutreten. Die internationale kommunistische Einmischung in Spanien beginnt also, noch bevor die Legion Condor sich auf die Socken macht. Dazu passt auch, dass die hervorragende Ulla Jelpke aufruft, Werbeveranstaltungen der Bundeswehr zu stören, denn was einer Machtübernahme durch die Kommunisten im Wege steht, sind zuerst natürlich immer die Streitkräfte. schutzbund

Genosse Stalin erklärt

Derweil erklärt der Genosse Stalin in der „Deutsche Volkszeitung“, dem Organ der Berufsrevolutionäre und Kommunisten, die Methoden der Faschisten. Und zwar am 19. Oktober 1934. stalin

Natürlich hätte der Grosse Stalin schon 1934 über die erfolgreiche  planmässige Umsetzung der Totenzahlen in der Sowjetunion plaudern können aber schon damals reisten Schriftsteller und Künstler nicht in Diktaturen, um Leichenberge zu besichtigen, sondern um das Positive hinter all den notwendigen Verbrechen zu begutachten. So wie diese: Der Staat braucht Kapital, braucht Gold, und Kolyma ist noch nicht entdeckt. Ende 1929 beginnt der berühmte Goldrausch, mit dem Unterschied bloß, daß dieses Fieber nicht jene schüttelt, die das Gold suchen, sondern jene, aus denen es herausgebeutelt wird. Die Eigenheit des neuen »Goldstromes« besteht darin, daß die GPU diesen ihren Karnickeln eigentlich gar nichts vorwirft und sich mit dem Versand auf den GULAG-Archipel Zeit läßt. Ihr Recht des Stärkeren setzt sie einzig dazu ein, des Goldes habhaft zu werden; darum bleibt – bei überfüllten Gefängnissen und total überlasteten Untersuchungsrichtern – der Nachschub für die Transportstellen, Durchgangsgefängnisse und Lager unverhältnismäßig niedrig. Wer gerät in den »goldenen« Strom? Jeder, der irgendwann vor fünfzehn Jahren ein Geschäft betrieb, vom Handel oder einem Handwerk lebte und nach Auffassung der GPU Gold zurückgelegt haben könnte. Doch gerade diese Leute hatten selten Gold: Ihr Vermögen legten sie in Mobilien und Immobilien an; längst hatte es sich in Luft aufgelöst, war während der Revolution verlorengegangen – was sollte da übriggeblieben sein? Große Hoffnung setzt man natürlich auf die einsitzenden Zahntechniker, Juweliere undUhrmacher. Goldbesitz in allerseltsamsten Händen wird denunziert: ein hundertprozentiger »Werkbankproletarier« habe irgendwo sechzig goldene Nikolajewsche Fünfrubelmünzen ergattert; der bekannte sibirische Partisan Murjawjow sei mit einem Goldbeutel in Odessaangekommen; alle Petersburger Lastfuhrwerker, lauter Tataren, hätten Gold gehortet. Ob’s wahr ist oder unwahr, das kann nur in den Folterkammern ergründet werden. weiterlesen ‘Genosse Stalin erklärt’

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