Archiv für 16. März 2009

Servicewüste Moschee

Zum Glück gibt es Weihnachten, Ostern und Amokläufe, zu denen die Ungläubigen betroffen und ein Stück weit traurig in die Kirchen strömen, um sich kollektivem Schluchzen um das süsse Jesuskind, den angenagelten Tischler oder den verwirrten Amokschützen hinzugeben und die Frage aufzuwerfen, wie kann Gott das zulassen, das mit dem Ermorden von Schülern und dann noch unschuldigen Schülern, obwohl da noch niemand so richtig nachgebohrt hat, wie das sonst der Fall ist.

Und ist das nicht der Beweis, dass es ihn gar nicht gibt? Dennoch finden gerade zu solchen Anlässen  Kirchen grossen Zuspruch, was die Frage aufwirft, wie Christentum und Amok in Zusammenhang zu bringen sind. Da muss doch was zu machen sein, für unsere investigative Presse!

So wurde auch der Amoklauf in Winninden zu einem grandiosen Erfolg für die christlichen Gotteshäuser, in denen sich Weinende, die sich zuvor noch nie sahen, angstbebend in den Armen lagen und einander die Rührungstränchen trockneten, überrascht von der eigenen Gefühlswelt. Ein Vorgang, der uns alle aufrütteln sollte.

Aufrütteln sollte er uns, weil er belegt, dass der Islam in Deutschland immer noch nicht so angekommen ist, wie es uns der Bundesinnenminister als Zielvorgabe stellte.

Oder waren die Moscheen etwa verschlossen, für die Betroffenen, Traurigen und mit Einfalt Geschlagenen, die sonst die Kiche geisseln, als Heimat der Holocaustleugner, Verbrenner überaus kluger Frauen oder die, die das geheime Wissen des Islam gestohlen hat, mit dessen Hilfe wir heute schon den Mars besiedelt hätten?

Kann aber auch sein, die Vorstellung, seine Stirn am Moscheefussboden aufzuklopfen, behagte dem westlichen Jammervolk nicht, es zog die bequemeren Kirchenbänke vor. Da ist noch viel Servicearbeit zu leisten, von den Moscheebetreibern. Wahrhaftig.

Und auch das mit der Musik  ist natürlich ein Wettbewerbsvorteil!

Umsichtiges Handeln wird prompt belohnt

Völlig untergegangen, in der pauschalen Verdammung der heranwachsenden jungen Generation wegen des Amoklaufes in Winninden, meine Güte, ich kann den Ort schon flüssig schreiben, so wie Mügeln,  ist das vorbildliche wachsame Zusammenarbeiten einer dienstfreien Pädagogin mit  unseren Schutz- und Sicherheitsorganen. In Brandenburg.

Ein 15 Jahre alter Schüler in Müllrose hat am Freitag gegenüber einer Mitarbeiterin seiner Schule mit einem Amoklauf gedroht. Er hatte die Frau im Vorbeigehen gefragt, ob sie von dem Amoklauf in Winnenden gehört habe. Die Frau bejahte, daraufhin sagte der 15-Jährige, dass er das auch machen werde. Die Frau informierte umgehend die Polizei, die den Jugendlichen in Gewahrsam nahm.

Da festgestellt wurde, dass der junge Mann weder Thor Steinar trägt, noch CDs mit Veronika Fischer oder Udo Lindenberg daheim versteckt, und seine Bemühungen, Waffen aus dem Internet downzuloaden nicht von Erfolg gekrönt sein werden, wurde er nach einer Tracht Prügel durch den Jugendbeauftragten in die Obhut der Mutter übergeben, mit der Ermahnung, ihn regelmässig zu züchtigen, auf dass er die Gottesfurcht nicht vergesse. Letzteres natürlich nicht. Das mit der Prügel. Obwohl, so ändern sich die Zeiten. Wofür früher eine Maulschelle reichte, ernährt heute ein Rudel nutzloser Psychologen und Sozialtanten, die aber auch alle gut leben wollen und deshalb nicht nachlassen, verstörten Jugendlichen zu erklären, dass die ihre Mutter, den Vater oder die ganze Welt hassen, macht 150 € für die Schnuppersitzung.

Aber es gibt nicht nur Schlimmes auf der Welt, wie zum Beispiel Waffen, ohne die der Frieden schon längst geschaffen worden wäre, wie die christliche und moskau-, verzeihung, teherangesteuerte Friedensbewegung weiss, zu der auch unsere Grosse Vorsitzende gehört, die die periodisch vorgetragene Ankündigung, der Staat der Juden werde die nächste Zeit nicht überleben, als das einschätzen, was es nicht ist, einen grossen Jux. Nein, es gibt auch so wunderbare Sachen wie die Ode an den Kuchen als solchen, der einen, mag draussen auch der Atomkrieg toben, gleich wieder mit der Welt versöhnt. Früher wurden solch wunderbare Filme gemacht, mit einem John Travolta und einer bezaubernden Rosalie Anderson „Andie“ MacDowell, die einen an das GUTE da draussen glauben liessen, trotz dreier gescheiterter Ehen.

Aus dem Fim „Michael“:  Only heaven knows



 

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