Archiv für 20. März 2009

Ford auch in der Krise

ford

Was damals schon Gewissheit war, ist heute klare Ahnung, würde Politplatschquatsch schreiben. Ford geht es auch nicht mehr so gut. Zumindest der Cappel & Co.A.-G. in Düsseldorf, Steinstrasse. Vielleicht gibt es die sogar noch? Dann nichts wie hin. Vielleicht hat auch noch jemand 3900 Reichsmark im Schuhkarton. Das wäre doch ein echtes Schnäppchen. Oder?

Gestern wieder Grossflugtag

Also genauer am 2. August 1934. Und es fand statt der Rhön-Segelflugwettbewerb. Ein Ereignis, das mit zwei grossen Bildern im MITTAG gewürdigt wird. Hier fotografiert der Flieger Wolf Hirth die Hannah Reitsch, von der nur die weisse Bluse klar erkennbar ist. Damals ist sie noch Segelfliegerin und in 10 Jahren und 8 Monaten wird sie Hitlers letzte Hoffnung sein, um aus der umkämpften Reichshauptstadt zu entkommen. Aber hier ist noch alles eitel Sonnenschein. Da sitzt Deutschlands Zukunft, glaubt sie. Die Zukunft. Wenn sie auch schon vergangen ist. Unsere Zukunft schmiert die Wände voll, pöbelt alte Leute an und die müssen froh sein, wenn es dabei bleibt oder fordert ein monatliches Geld nur dafür, dass sie überhaupt da ist.

flugtag

Aber dann kommt es dicke. London -  Melbourne in nur 16 Tagen! Und unser Mann Wolf Hirth dabei und die bezaubernde Thea Rasche! Taffe Frauen flogen damals noch und prostituierten sich nicht bei einem öffentlich-rechtlichen Sender, um sich den Anschein von Intelligenz zu geben. Nein, so etwas aber auch!

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Hindenburg ist tot

Schreibt der Zeitungszeuge und Deutschland und die Welt ist erschüttert. Es kommen ausnehmend nette Würdigungen der ehemaligen Kriegsgegner. Nur von Sowjetrussland nicht. Das beobachtet mißtrauisch den Brückenbau der Japaner im okkupierten China. Unterdessen wird die Wehrmacht namentlich auf Adolf Hitler vereidigt und heutige Klugschwätzer fragen empört, wie konnten die denn nur den Eid auf Adolf Hitler leisten, wo doch heute jeder sehen muss, was für ein Lumpenhund das ist. Die Nachgeborenen sind immer schlauer. Das hindert sie aber nicht daran, in ihrer Gegenwart ebenso schlimme Eseleien zu begehen.

reichswehr

Mangel an Sozialtanten

Aus einer Zeit, als an Sozialtanten und Töpfchenpsychologen in Deutschland bitterer Mangel herrschte. DER MITTAG 03.08.1934  Gut, dass diese Zeiten vorbei sind. Aber die Gerichtsberichte sind geschrieben wie ein Gaunerroman und die Journalisten formulieren so, wie das Gesindel spricht. Auch werden allerlei Rothwelschausdrücke gebraucht. Das macht das Ganze farbiger. Heute sorgen sich die Reporter nur noch, dass der Deliquent auch ja keinen Schaden nehme. Der Gute.

gericht

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