Ja, das waren noch glorreiche Zeiten, als Michael Douglas, als Richter, mit der Kanone bewaffnet loszog, um die zur Strecke zu bringen, die das hervorragende amerikanische Rechtssprechungssystem auf freien Fuss setzte, wo sie unverdrossen den gewohnten Schandtaten nachgingen. Was hüpfte unser Herz, die, die wir alt genug sind, um diesen Film gesehen zu haben, wenn der Schurke winselnd, wie Dr. Schäuble vor den Islamverbänden, auf dem Bauch lag und sein letztes Stündlein geschlagen hatte. Das war Gerechtigkeit, die leider nur bis zum Ende des Films dauern durfte, wo grosse Reue über den Richter Gnadenlos kam, da er einsah, auch unschuldige Kinderschänder oder Vergewaltiger wurden hingerichtet und er das ganze Lynchsystem zerschlug. Richtig so.
Jetzt hat auch Brandenburg seinen Fall von ausgerastetem Richter, dem die Hutschnur riss , der aber unbedachterweise darauf verzichtete, die Ursache seiner Verärgerung zu erschiessen, was zu einem kollektiven Ruf nach Verbot von Richtern geführt hätte, sondern den Advokaten, der das deutsche Rechtssystem nutzte, um das Recht anzuwenden, ein wenig festhalten liess. Guantanamo lässt grüssen. Das geht natürlich nicht. Recht muss immer Recht bleiben und ein Anwalt tut natürlich auch immer nur seine Arbeit, für die er bezahlt wird. Wie zum Beispiel die Bestrafung eines Schurken zu mildern, ganz zu verhindern oder zumindest hinauszuzögern, wenn der Richter von sich aus kein Einsehen zeigt. Pflichtbewusst, so wie zum Beispiel damals der vorbildliche Mitarbeiter, der das Zyklon B in den Verteiler gab, wo es anschliessend, ohne sein weiteres Zutun, einen Haufen Leute umbrachte. Dein Arbeitsplatz, Dein Kampfplatz für den Frieden, Genosse Ströbele! Der natürlich nie Zyklon B verteilt hat, um das mal klarzustellen, nur Terroristen den vorgeschriebenen juristischen Beistand leistete, was er heute immer noch tut. Gelernt ist eben gelernt. Und Jeder soll das tun, was er am besten kann. Oder?
Und schliesslich muss auch er seine Kinder ernähren, die Frau, die Geliebte, die Yacht finanzieren oder die Götterspeise. So etwas kauft sich ja nicht von selbst! Und er lebt davon, Erzschurken auf die Gesellschaft loszulassen. Schwesternmörder, Vergewaltiger, Komatreter, Kinderschänder. Immer findet er in wohlgesetzten Worten juristische Gründe die es erfordern, dass der Angeklagte unbedingt weitermachen muss, mit dem Ermorden von Schwestern, dem Vergewaltigen, dem ins Koma treten oder dem Schänden von Kindern. Und meistens hat das Gericht ein Einsehen, dass es nötig ist, für unsere Gesellschaft, dass der Beschuldigte nicht zu hart angefasst wird, denn immerhin, ist er ein wertvolles Mitglied unserer Gesellschaft, wenn er, wie im aktuellen Fall, auch nur ein wenig Nachlassgeld veruntreut hat, so im Werte von 440 000 €, was Jedem von uns einmal passieren kann, der schon einmal falsch geparkt hat. Und natürlich gibt es auch weibliche Anwälte. Keinesfalls wollte ich die durch Weglassen beleidigen, die auch ihren Mann stehen, im Kampf für das Recht. Tatsache.
Hoffen wir nun, dass dem Richter und seinem Komplizen gezeigt wird, wo der Rechtsstaat hängt, nicht, dass wir noch das Vertrauen in die deutsche Justiz verlieren. Schliesslich wollen wir, dass Leute, die Nachlässe veruntreuen, Kinder schänden usw. das auch zukünftig tun dürfen, wenn es das deutsche Recht so festlegt. Recht muss eben Recht bleiben.
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