Klar ist, dass die dümmsten Bauern die grössten Kartoffeln haben. Aber haben sie auch die meiste Milch? Offenbar ja. Nun erklart der TAGESSPIEGEL in einfachen Sätzen, warum der Milchpreis so gering ist. Kann man nur hoffen, Milchbauern können den TAGESSPIEGEL lesen. Wie kommt der Milchpreis zustande? Er bildet sich mehr oder weniger am Markt – und zwar nicht nur am deutschen Markt, sondern weltweit – durch das Verhältnis von Angebot und Nachfrage. Im Moment ist viel Milch auf dem Markt, darum ist der Preis im Gegensatz zum Vorjahr zurzeit wieder sehr niedrig.Werden sie das begreifen?
Weltweite Milchdürre 2008
…den Schweinezyklus hatten die Bauern wenn, dann nur ganz früher, drauf. Und mit der EWG meinten sie, ihm entronnen zu sein. Da gab´s Fleisch-, Milch-, Butter und Eierberge, und die wurden dann weggekippt, oder verschleudert. jedoch die Bauern bekamen ihren zugesicherten Preis. Das war (eigentlich) nix anderes als die Planwirtschaft drüben. Und als man dann langsam in Milch-, Butter-, Fleisch- und Zuckerseen versoff, wurde wieder etwas mehr “Markt” zugelassen. Etwas weniger Quoten und damit wieder etwas mehr Schweinezyklus. Bis dass Bauer nun heute die Angebots- und Nachfragezyklen wirklich bemerkt. Au weia, …, das tut ihm weh. Jau, – Ökonomie für Bauern wäre bestimmt nicht das Verkehrteste. ich kriege immer das kalte Fürchten, wenn ich die Bauern heute über Milchpreise lamentieren höre.
Wir haben das als Schüler nie kapiert. Butterberge? Wer produziert so viel Butter und warum? Die Vorstellung, es könnten sich 10 buttersorten im Regal räkeln war und völlig fremd.