70 000 € Schmerzensgeld ist den Angehörigen des, in einer sachsen-anhaltinischen Polizeizelle verbrannten, Asylbewerbers Oury Jalloh, der Tod ihres Verwandten wert. Na, da muss doch mehr rauszuholen sein. Oder? Schliesslich ist man dafür ja nach Deutschland gekommen, um ein sorgenfreies Leben auf Kosten der Arbeiter, Angestellten, Bauern und der werktätigen Intelligenz zu geniessen. Oury Jalloh, der abgelehnte Asylbewerber, der es sich dennoch in Deutschland wohl sein liess, gilt seither als Symbol für Polizeibrutalität und Faschistenstaat, der menschenverachtend Leute gefesselt in Arrestzellen schiebt, mangels Öfen, um sie dann medienwirksam langsam in ihrem Bett verbrennen zu lassen. Keineswegs gilt er als Symbol für ein grosszügiges Land, in dem Leute, die lügen, um sich den Aufenthalt zu erschleichen, umsorgt von zahllosen gutmenschlichen Helferorganisationen, nicht mit einem Tritt in den Hintern über die Staatsgrenze befördert werden. Die Zahl der Oury Jallohs ist Legion, nicht die, die aus Spass und Unsinn von brutalen Polizeischergen mittels eigenem Feuer- und Bettzeug in Polizeizellen langsam holocaustisiert werden, sondern die unter uns leben, die als abgelehnte Asylbewerber weiter unser aller Geldbeutel belasten, nur tun sie es eben unauffällig und nicht so spektakulär, mit Aufeinmalsummen von 70 000 €. Aber es läppert sich. Und jeden Tag kommen neue Oury Jallohs, mit neuen erfundenen Geschichten und dürfen bleiben, ihr Leben lang.
Vom Übel des Alkohols
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