70 000 € Schmerzensgeld ist den Angehörigen des, in einer sachsen-anhaltinischen Polizeizelle verbrannten, Asylbewerbers Oury Jalloh, der Tod ihres Verwandten wert. Na, da muss doch mehr rauszuholen sein. Oder? Schliesslich ist man dafür ja nach Deutschland gekommen, um ein sorgenfreies Leben auf Kosten der Arbeiter, Angestellten, Bauern und der werktätigen Intelligenz zu geniessen. Oury Jalloh, der abgelehnte Asylbewerber, der es sich dennoch in Deutschland wohl sein liess, gilt seither als Symbol für Polizeibrutalität und Faschistenstaat, der menschenverachtend Leute gefesselt in Arrestzellen schiebt, mangels Öfen, um sie dann medienwirksam langsam in ihrem Bett verbrennen zu lassen. Keineswegs gilt er als Symbol für ein grosszügiges Land, in dem Leute, die lügen, um sich den Aufenthalt zu erschleichen, umsorgt von zahllosen gutmenschlichen Helferorganisationen, nicht mit einem Tritt in den Hintern über die Staatsgrenze befördert werden. Die Zahl der Oury Jallohs ist Legion, nicht die, die aus Spass und Unsinn von brutalen Polizeischergen mittels eigenem Feuer- und Bettzeug in Polizeizellen langsam holocaustisiert werden, sondern die unter uns leben, die als abgelehnte Asylbewerber weiter unser aller Geldbeutel belasten, nur tun sie es eben unauffällig und nicht so spektakulär, mit Aufeinmalsummen von 70 000 €. Aber es läppert sich. Und jeden Tag kommen neue Oury Jallohs, mit neuen erfundenen Geschichten und dürfen bleiben, ihr Leben lang.
Nicole Diekmann, von tagesschau.de., erzählt uns jetzt, warum Muslime süper integriert sind und wir uns wirklich keine Sorgen machen müssen.
Die kleine Ayse ist sechs Jahre alt und möchte gerne am Schwimmunterricht teilnehmen. So wie die anderen Kinder in ihrer Klasse. Ayse darf aber nicht, denn ihre muslimischen Eltern verbieten aus religiösen Gründen, dass ihre Tochter in einem öffentlichen Bad den Blicken gleichaltriger Jungs ausgesetzt ist. So wie Ayse geht es vielen Kindern – suggerieren zumindest Experten wie zum Beispiel Necla Kelek, eine islamkritische, türkischstämmige Autorin, Mitglied der Islamkonferenz und Schöpferin von Ayse. Die existiert in Wirklichkeit nicht, sondern dient der Sozialwissenschaftlerin als Stellvertreterin für alle Kinder, die unter der mangelnden Integration ihrer Eltern in unsere Gesellschaft zu leiden haben.
„Erhebliche Verweigerungsquoten“ gebe es bei muslimischen Eltern in Bezug auf den schulischen Sport- und Schwimmunterricht, schrieb Kelek 2006 in einer Studie im Auftrag des Bundesamtes für Migration und Flucht. Regelmäßig taucht denn auch das Stichwort „Schwimmunterricht“ in der Integrationsdebatte auf: Mit im Internet verfügbaren Anträgen zur Befreiung davon erfolge eine „gezielte Anleitung zur Desintegration“ schrieb etwa Volker Kauder von der CDU in einem Zeitungsbeitrag mit dem Titel „Integration fällt nicht vom Himmel“. Und so sagte der FDP-Politiker Georg Barfuß, Bayerns erster Integrationsbeauftragter, direkt nach Amtsantritt: „Ich fordere von jedem das Bekenntnis zum Grundgesetz und ich frage: Was könnt ihr dazu beitragen, dass eure Kinder am Schwimmunterricht teilnehmen? Das sind Konfliktpunkte, aber die muss man ansprechen. Ich geh’ da auf Kante.“ Die muslimischen Mädchen und der Schwimmunterricht – ein dringliches Thema, wie es scheint.
Urteile wie zuletzt das des Oberverwaltungsgerichts Münster im Mai, das die Teilnahme einer neunjährigen Muslimin am Schwimmunterricht verfügte, werden breit in den Medien diskutiert. Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (CDU) hat es auf die Tagesordnung der vierten und letzten Islamkonferenz an diesem Donnerstag gehievt. Die soll aber anscheinend vor allem eines sein: öffentlichkeitswirksam. Denn selbst, wenn es Ayse gäbe, wäre sie die Ausnahme.
Das Münsteraner Gericht verhandelte einen seltenen Fall. Das zeigt der Blick in Länder mit hohem Migrantenanteil. Der ist neben Hamburg in Bremen bundesweit am höchsten. Schwimmunterricht wird in dem Stadtstaat in der dritten Klasse erteilt. Die Nachfrage beim Bremer Senat für Bildung liefert ein überraschendes Ergebnis: Es komme „so gut wie nie“ vor, dass muslimische Eltern ihre Kinder nicht am Schwimmunterricht teilnehmen lassen wollen, sagt Sprecherin Karla Götz: „Dieses Problem ist quantitativ wirklich vernachlässigbar.“ Etwas problematischer sei die Situation beim gemeinsamen Sportunterricht pubertierender Jungen und Mädchen auf den weiterführenden Schulen. Da steige die Zahl der Mädchen, die von zu Hause aus nicht mehr teilnehmen sollten, sagt Götz, „aber wir reden hier immer noch ganz klar von einer Minderheit“.
Der Hamburger Schulbehörde ist kein einziger Fall bekannt, in denen muslimische Schülerinnen nicht am Schulschwimmen teilnehmen dürfen. Gut zwei Drittel seiner Schüler sind nicht-deutscher Herkunft und überwiegend Muslime, schätzt Klaus Wendtland, Leiter der Schule Königstraße, einer Grund-, Haupt- und Realschule in Hamburg-Altona. Ein „verschwindend geringer Anteil“ habe ein Problem mit dem Schwimmunterricht: „Hin und wieder versuchen mal die einen oder anderen Eltern, ihr Kind davon zu befreien“, sagt er. „Dann müssten sie es aber krankschreiben lassen, und vor dem Schritt scheuen sie dann doch zurück.“
Auch beim Sportunterricht sei die Lage „völlig unproblematisch“. Anders stellte es die „Welt“ im März dar. Wendtland habe den Eltern einer afrikanischstämmigen Schülerin im vergangenen Jahr gar mit einer Geldstrafe drohen müs sen, damit sie das Mädchen an einer Klassenfahrt teilnehmen ließen, schrieb das Blatt. Doch der Schulleiter wiegelt ab: „Das war in den vielen Jahren, die ich an dieser Schule bin, ein Einzelfall. Und als der Vater die Summe hörte, die er zahlen müsste, falls er seine Tochter nicht mitfahren lässt, hat er sich erweichen lassen. Dahinter steckten eher finanzielle als religiöse Bedenken.“ Karin Babbe leitet die Erika-Mann-Grundschule im Berliner Stadtteil Wedding. Vier von fünf ihrer Schüler kommen aus Migrantenfamilien, rund 70 Prozent davon sind Muslime. „Dass Mädchen nicht am Sport- oder Schwimmunterricht teilnehmen dürfen, kommt bei uns seit sechs, sieben Jahren überhaupt nicht mehr vor“, sagt Babbe. „Ein paar Mädchen müssen einen Ganzkörper-Badeanzug tragen. Aber den Kompromiss gehen wir ein.“
Die Berliner Senatsbehörde für Bildung weiß nicht, wie viele Anträge auf Befreiung vom Sport- und Schwimmunterricht gestellt werden, denn diese Zahlen werden nicht zentral erfasst. Allerdings ließ seinerzeit Klaus Böger, Bildungssenator bis 2006, diese Daten sammeln. Das Ergebnis: 2005 blieben 68 Kinder dem Schwimmunterricht fern – lediglich fünf aus religiösen Gründen. Einzelfälle – genauso wie Kinder aus muslimischen Familien, die nicht an Klassenfahrten teilnehmen dürfen. Auch dies komme an ihrer Schule nicht vor, berichtet Direktorin Babbe, wie zuvor auch schon ihr Hamburger Kollege Wendtland: Aus Kostengründen dürften manche ihrer Schüler nicht mitfahren. Nicht aber aus religiösen. „Die Armut ist unser Problem.“ In der Kreuzberger Jens-Nydahl-Grundschule liegt der Anteil der muslimischen Kinder sogar bei 95 Prozent – jener der Auseinandersetzungen wegen der Teilnahme am Schwimm- und Sportunterricht allerdings bei so gut wie null, berichtet Direktorin Claudia Deutscher: „Aus den letzten zwei Jahren ist mir kein solcher Fall bekannt. Dass dieses Thema in der öffentlichen Debatte so viel Raum einnimmt, widerspricht dem praktischen Alltag.“ Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge unter Muslimen: Hierzulande nehme die „große Mehrzahl“ der Schülerinnen und Schüler aus muslimisch geprägten Ländern am Sportunterricht teil, steht dort zu lesen.
Ganz unverhohlen räumt das Ministerium denn auch ein, das Thema vor allem wegen der öffentlichen Aufmerksamkeit auf die Agenda der Islamkonferenz gesetzt zu haben. Auf Nachfrage von tagesschau.de sagte eine Sprecherin, die tatsächliche Zahl der vorliegenden Fälle habe nicht den Ausschlag gegeben: „Man sucht sich halt die medial interessanten Themen.„
Und beim nächsten Male lesen wir, warum die Schulabbrecherquote bei Türken nicht so hoch ist, wie sie dargestellt wird und wie uns auch türkische Schulabbrecher als wertvolle Mitglieder unserer Gesellschaft willkommen sind. Versprochen.
Wie die Nachrichten vermeldeten, sind wieder drei deutsche Soldaten in Afghanistan umgekommen. Nein, nicht beim Komasaufen, nicht beim Wettfahren auf Afghanistans Autobahnen und auch nicht, weil sie beim Fensterputzen von der Leiter stürzten. Sondern bei einem Gefecht mit bewaffneten Koranschülern, die nur deshalb extremistisch sind, weil sie immer noch in Hinterhöfen den Koran studieren müssen und keine schönen grossen und prächtigen Moscheen gebaut bekommen, wie unsere Koranschüler in Deutschland, die deshalb nur ab und zu mit Messern und Fäusten auf uns Eingeborene losgehen, um ihr Handwerk nicht zu verlernen und die die Presse Südländer nennt.
Soldaten, die ausgehoben, bewaffnet, gekleidet und geübt werden, die schlafen, essen, trinken und marschieren, tun das nur, wie Carl von Clausewitz schreibt, um an rechter Stelle und zur rechten Zeit zu fechten. Soldaten, die in Gefechten getötet werden, werden als Gefallene bezeichnet. Hauptcharakteritika von Gefallenen ist, dass sie nach dem Fallen nicht wieder aufstehen. Also mausetot sind. Für immer. Jetzt wissen wir, weil es uns unsere Politiker gesagt haben, dass Deutschland am Hindukusch verteidigt wird. Warum das sinnvoll sein soll, während doch Deutsche in U-Bahnen, Busfahrerkabinen, in Schulen, auf Strassen oder in den Parks angegriffen werden, mitten in Deutschland, von den moderateren Koranschülern, das konnte bisher noch kein Politiker so richtig erklären und auch nicht, ob, wenn das Regime Karzai fällt, es automatisch mit der Demokratie in Deutschland vorüber sein wird. Aber das ist ja auch nicht der Punkt.
Der Punkt ist, dass deutsche Politiker es bisher nicht geschafft haben, im Gefecht gefallene deutsche Soldaten als Gefallene zu bezeichnen, obwohl jeder weiss, dass sie es sind. Gefallene. Tote deutsche Soldaten, die dieselben Politiker nach Afghanistan geschickt haben, um moderatere Koranschüler gegen die Angriffe weniger moderater Koranschüler zu schützen und, zum Beispiel, afghanischen Frauen und Mädchen zu ermöglichen, zur Schule zu gehen und zu lernen. Was sie wiederum völlig von unseren heimischen Koranschülern unterscheidet, die in ihrer Masse durch fehlende Schulabschlüsse und Bildungsbereitschaft glänzen. Was natürlich die Frage aufwirft, warum unsere Politiker das tun. Schämen sie sich für die, die geschworen haben, das Recht und die Freiheit des deutschen Volkes tapfer zu verteidigen und die im Gefecht mit den weniger moderaten Koranschülern fallen? Ich glaube ja.
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