Archiv für 7. August 2009

Kenan Kolat droht mit Aufständen

Wie der CDU-Blog thematisiert, droht Kenan Kolat mit Aufständen und der Störung des inneren Friedens der Bundesrepublik Deutschland, sollte der Genozid an den Armeniern Genozid und Verbrechen genannt werden, statt Endlösung der Armenierfrage oder notwendiger Schritt zur Bewahrung der Einheit des osmanischen Reiches in Kriegszeiten. Vor allem das Wort Verbrechen im Zusammenhang mit der Ermordung von Millionen Armeniern ist eine psychologische Belastung für türkische Schüler und gefährdet den inneren Frieden . Die Folgen daraus habe sich Deutschland selbst zuzuschreiben.

Traumatisiert türkische Schüler

Iss mich – nicht!

Bahnbrechend ist die Einführung der Lebensmittelampel durch FROSTA. Endlich bringt ein Lebensmittelhersteller Produkte in die Regale, von denen er abrät, sie zu essen oder zu trinken. Verbraucherschützer, also die, die den Menschen davor schützen müssen, selbst Entscheidungen zu treffen, beim Einkauf, hatten schon früh die Lebensmittelampel vorgeschlagen, um dem grassierenden Abnehmen des Wissens in unserer Wissensgesellschaft Rechnung zu tragen, an der sie keineswegs unschuldig sind.

Vor allem aber soll mit der Lebensmittelampel die Volksgesundheit erhöht werden, von Aufdrucken auf Brötchen, “Achtung! Essen schadet Ihrem Wohlbefinden”, will das Gesundheitsministerium unter Ulla Schmidt vorerst noch absehen. Hauptsächlich setzen Verbraucherschützer aber ihre Hoffnung auf die Selbsterziehung an der Supermarktkasse. “Künftig wird es niemand mehr wagen, zuckerhaltiges, fettes Essen in seinen Einkaufswagen zu legen, unter den mißbilligenden Blicken der Mitkunden.” Und nur darum geht es.

DIE LINKE hat unterdessen angekündigt, gegen diese ungeheure Diskriminierung im Bundeswahlkampf vorzugehen. “Man frage sich, ob man FROSTA-Produkte aus parteipolitischen Erwägungen überhaupt noch essen könne.” Auch die CDU/CSU zeigte sich irritiert, warum Schwarz nicht auf der Lebensmittelampel enthalten sei und man werde in grossflächigen Feldforschungen an Verkehrsampeln beweisen, dass Rot, Gelb oder Grün keineswegs die einzigen Ampelfarben wären. Das wären sie ihren Wählern schuldig.

Essen, was GRÜN ist

Dunkelziffer steigt rasant

Der Verein Opferberatung für Betroffene rechter Gewalt der Regionalen Arbeitsstellen Sachsen (RAA) ist schwer im Stress. Schon 173 Opfer rechtsextremer Gewalt mussten in der ersten Jahreshälfte 2009 in Sachsen betreut werden, so viele, dass die Opfer linksextremer Gewalt immer wieder blutend und weinend von der Schwelle der Opferberater weggeschickt werden mussten, mit dem Hinweis, hier würde ausschliesslich Opfern rechtsextremistisch motivierter Gewalt geholfen, Opfer linksextremistischer Gewalt sollten vielmehr in sich gehen und einmal ganz in Ruhe darüber nachdenken, was sie falsch gemacht hätten, um Ziel durchaus berechtigter Kritik von Seiten linken Lebens zu werden. Und ausserdem sei da ja immer noch der weisse Ring.

Gerade weil die Zahl der Übergriffe, die dem Rechtsextremismus zugeschrieben werden, im Vergleich zum Vorjahr zurückgehen, sei es nötig, dass Bund, Länder und Kommunen weiterhin das Geldsäckel aufhielten, um Projekte und Initiativen wie, “Zunge raus – gegen Rechts”, “Essen -  gegen Rechts”, “Verprügeln wir ein paar rechte Politiker -  gegen Rechts”, “Bundeswehrfahrzeuge anzünden – gegen Rechts” oder den Verein Opferberatung für Betroffene rechter Gewalt der Regionalen Arbeitsstellen Sachsen weiterhin zu unterstützen.

In diesem Zusammenhang verlangte Grit Armonies, Projektkoordinatorin der RAA-Opferberatungsstellen,  ”ein gesamtgesellschaftliches Engagement gegen rechtsextreme Einstellungen, für Toleranz und Zivilcourage.”

Ihre Opferberater wären bereit, so man das wünsche, mit Fragebogen von Haushalt zu Haushalt zu gehen, um präventiv die politischen Einstellungen der Sachsen zu überprüfen und ihnen, gegebenenfalls, Empfehlungen auszustellen für Lageraufenthalte , in denen sie zur Toleranz gegenüber linker Gewalt und Zivilcourage bei der Denunziation politisch Unerwünschter erzogen würden. Hauptsache aber wäre, dass weiterhin genügend Geld in die Vereinskasse fliesst und das Ziel ist bei abnehmenden rechtsextremistischen Gewalttaten gefährdet, zum Glück würde es aber die Dunkelziffer geben, von denen Grit Armonies eines weiss, sie ist erschreckend hoch. So, wie sie auch schon 2008 und 2007 erschreckend hoch war. Und gerade das sollte uns erschaudern lassen.

Bedroht von Dunkelziffern – Sachsen


 

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