Angst über der Stadt

Unter der weisen Führung der Regierungen der Nationalen Front und der Bezirksleitungen der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands, konnte in den letzten 9 Jahren die Bürgerunsicherheit planmäßig weiter erhöht werden. Wie während der Vorbereitung zu den Volkskammerwahlen stolz aus den Reihen der Gewerkschaft der Volkspolizei vermeldet wurde, wurden in diesem Zeitraum rund 9000 Angehörige der Schutz- und Sicherheitsorgane, die auf unseren Straßen und Plätzen die Bürger zur Einhaltung der sozialistischen Normen ermunterten, planmäßig in den verdienten Ruhestand geschickt oder anderweitig umgeschult, um fortan an der Werkbank, auf dem Feld oder im Schacht ihren Beitrag zum weiteren Ausbau der entwickelten sozialistischen Gesellschaft zu leisten.

Wie es die Partei richtig vorhergesagt hatte, ist das sozialistische Bewußtsein unserer Einwohner derart gewachsen, daß heute Höflichkeit, gegenseitige Hilfe, Selbstlosigkeit, Edelmut und die Achtung vor den Arbeitsleistungen des anderen die Beziehungen unserer Menschen untereinander prägen.  Kaum noch werden in den sozialistischen Tageszeitungen Fälle von Diebstahl, körperlicher Gewalt oder Betrug gemeldet. Ein schöner Erfolg für unsere Partei und Staatsführung und aller Einwohner unserer friedlichen und sozialistischen Heimat.

Grußadressen, von Angehörigen der innen- und ausländischen organisierten Kriminalität trafen im Laufe des Tages, nach Bekanntgabe des Erfolges der Leistungen unserer Politiker ein. Darin drückten sie ihre Anerkennung für die verbesserten Arbeits- und Lebensbedingungen für die organisierte und nicht organisierte Kriminalität aus und äusserten ihre Zuversicht, daß es in absehbarer Zeit gar keine Polizei mehr geben werde, dank der weisen und umsichtigen Politik der Regierung der Nationalen Front und ihrer angeschlossenen Bezirksleitungen. Weiter so, Genossen!

Immer weniger zu tun

6 Antworten zu „Angst über der Stadt“


  1. 1 Prosemit 26. August 2009 um 05:55

    Man könnte fast meinen, dass es sinnvoll ist, die Polizei abzubauen, wenn es keinen Staat gibt, dessen Gesetze zu verteidigen sich lohnt.

    Andererseits scheint es genügend Polizisten zu geben, die aus dem Deutschen Autofahrer ein vorsätzlich alle Regeln missachtendes und darum zur Kasse zu bittendes Zahlschwein machen.

  2. 2 pippin 26. August 2009 um 09:40

    Was haben wir doch ein Glück von den Kandidaten der Nationalen Front regiert zu werden. Unsere Kandidaten der Nationalen Front ( das Bündnis von Parteien, Gewerkschaften und Kirchen in der BRD) ist die Gewähr für den Erhalt der Demokratie, also der Macht der Parteien, Gewerkschaften und Kirchen, welche bekanntlich die Stützpfeiler der Demokratie in der Bundesrepublik sind.

  3. 3 pippin 26. August 2009 um 09:48

    Und durch eine glückliche Fügung des Schicksals kam es dahin, dass die Kandidaten der Nationalen Front diejenigen sind, die gerade an der Regierung und an den entscheidenden Schaltstellen des Landes sitzen. Ich kann unser Glück kaum fassen. Diesen Zustand gilt es bei der nächsten Bundestagswahl zu verteidigen.
    Deshalb: Wählt die Kandidaten der Nationalen Front!

  4. 4 Karl Eduard 26. August 2009 um 10:20

    Zeit, ihnen wieder das Vertrauen auszusprechen.

  5. 5 pippin 26. August 2009 um 11:19

    @Prosemit:

    Andererseits scheint es genügend Polizisten zu geben, die aus dem Deutschen Autofahrer ein vorsätzlich alle Regeln missachtendes und darum zur Kasse zu bittendes Zahlschwein machen.

    Na, haben sie wenigstens ein kleines Erfolgserlebnis. Sei es ihnen gegönnt, zumal der durchnittliche Autofahrer sich nicht wehrt. Und die Wahrscheinlichkeit mit Giftgas angegriffen zu werden hält sich für den wackeren Beamten in Grenzen.
    Und wo wir gerade bei Grenzen und Giftgas sind:

    Bundespolizist in Forst mit Reizgas besprüht

    Ein Bundespolizist ist am Montagabend in Forst mit Reizgas besprüht worden. „Widerstandshandlungen gegen Vollstreckungsbeamte müssen wir ja mittlerweile jede Woche registrieren.
    Dass aber ein Beamter gezielt mit Gas angegriffen wird, damit der Verdächtige fliehen kann, das haben wir so zum ersten Mal erlebt“, sagt Jens Schobranski von der Bundespolizeidirektion Berlin.

  6. 6 ostseestadion 26. August 2009 um 19:54

    für bürgerkriege oder unruhen bedarf es :
    wirtschaftliche niedergänge
    ethnische konflikte
    sowie machtverfall des staates.

    es ist also (u.A.)unerlässlich , polizeistellen abzubauen und ( nach winnenden ) den redlichen bürgern die waffen abzunehmen.

    sonst watt dat nix


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