Während andere Staaten ihre Streitkräfte mit aufgemotzten Geländewagen ausrüsten, weil die so viel widerstandsfähiger sind gegen panzerbrechende Geschosse, scheint Rußlands Führung zu glauben, Krieg könne in Zukunft noch auf die altmodische Art geführt werden, mit Jagdbombern, Artillerievorbereitung und Panzerangriffen, so wie eben Georgien ihn führte, beim Versuch, die Südosseten mit Geld und guten Worten zurückzulocken in den Schoß von Tiblissi.
Natürlich ist es völliger Unsinn für heutige Friedensfreunde, seine Streitkräfte zu schulen, wissen wir doch, die Welt ist ein friedlicher Ort, mit der Ausnahme deutscher U-Bahnhöfe, weshalb Bundeswehreinheiten auch am Hindukusch stehen, denn da werden wir tapfer verteidigt.
Manöverbilder
Da ist es wieder, so ein Bah! Wort : “Grossmanöver”. Hört sich nach Krieg an und nach marschieren und nach Artillerie und nach Panzern und nach Kompanien und allem dem, was wir in Deutschland längst überwunden haben.
Wir spazieren mit der friedlichen Regenbogenfahne durch freundliche Talibangebiete und sind entsetzt, wenn jemand unsere Bürger in Uniform als Zielscheibe nimmt.
Na endlich. Jetzt wissen wir, wer verantwortlich für den Krieg ist
Georgien feuerte zuerst
Mehr als ein Jahr nach dem Krieg in Georgien hat eine internationale Untersuchung mehr Klarheit über die Verantwortung für den Kaukasuskonflikt geschaffen.
Demnach war es wohl die georgische Regierung, die den Krieg durch einen Angriff in der Nacht vom 7. auf den 8. August 2008 auf die in Südossetien mit einem internationalen Mandat stationierten russischen Truppen begann, wie die «Süddeutschen Zeitung» am Mittwoch unter Berufung auf die Ergebnisse einer internationalen Untersuchungskommission berichtet.
http://www.focus.de/politik/ausland/kaukasuskrieg-georgien-feuerte-zuerst_aid_440352.html
Ähem, heisst das jetzt, dass Frankreich die Kriegsschuld und damit die volle Verantwortung am ersten Weltkrieg zu tragen hat?
@Prosemit:
Das ist ja lustig!
Ich weiss nicht so recht, was ich davon halten soll. Ab Sekunde 0:30 sieht man die Kampfschwimmer HINTER den Infanteristen…
@ markusoliver 30. September 2009 um 10:18
Irgendwer muss ja die Infanteristen retten, wenn sie absaufen.
Und von “militärischer Seite” sollte man Kampfschwimmer eigentlich NIE sehen, nur die Ergebnisse.
Die Landung aus dem Luftkissenboot sieht auch alles andere als trainiert aus. Ich habe selten so viele Infanteristen dichtgedrängt gesehen. Ein Granattreffer und es ist Feierabend.
Die amerikanischen Joystick-Kids müssen sich doch totlachen, wenn sie dieses Ausrüstung und diese Vorgehensweise sehen.
Totgelacht haben sich schon andere. Angefangen bei den Franzosen.
5 Reaper Drohnen kosten die Bundeswehr 130 Millionen Euro. Ein Schnäppchen im Vergleich zu den Kosten für den Schrott, den die Russen dort einsetzen.
Was ein Harpoon Coastel Defense System kostet, weiss ich gerade nicht. Es dürfte aber auch weit unter dem Preis für den ganzen Schrott dort liegen.
Ich bewerte das Manöver als reine Beschäftigungstherapie. Einen militärischen Sinn kann das kaum haben, vielleicht im Bereich Logistik.
Eine taktische Seelandland wird überraschend durchgeführt, zur Erreichung begrenzter Ziele, zum Beispiel Einnahme von Küstenstädten oder Häfen. Das heißt, man geht nicht davon aus, Batterie für Batterie des Feindes steht am Landeabschnitt, um die Landungstruppen zu vernichten. Ohne Luft- und Seeherrschaft braucht man so etwas übrigens gar nicht anzufangen.
Das heißt, wenn so etwas in Angriff genommen wird, haben schon Schläge gegen die gegnerischen Stellungen durch Raketen oder die Luftwaffe stattgefunden. Das schließt die Stäbe und Führungszentren ein.
Bevor die Landungstruppen ausbooten, werden Fallschirmjäger abgesetzt und Kampfschwimmer, die den Landungsabschnitt sichern und Stellungen des Feindes am Ufer bekämpfen. Die Kampftaucher sind vor allem dazu da, den Landungsabschnitt nach Sperren zu untersuchen und sie zu beseitigen. Daß die Infanterie so herumrudelt hat den schönen Grund, daß Gassen festgelegt werden, die minenfrei sind, die Pioniere haben aber nicht die Muße den gesamten Strandabschnitt zu untersuchen, also muß durch die minenfreie Gasse vorgegangen werden.
So würde ich mir das denken.
Ja und das mit den Drohnen und so ist alles ganz Klasse, letztendlich sichert aber der Soldat mit der Waffe ein Stück Land, keine Drohne. Sonst würde die Bundeswehr ja die Taliban in Afghanistan nur so scheuchen.
Für die Leseratten dieses Blogs.
15 kostenlose (aktuellere) eBooks im PDF Format von HerderOnline:
http://www.herdershop24.de/index.php?sid=314dbf3584a75d08994667a709f4fbf1&cl=alist&cnid=1850526
und von Libreka :
http://download-days.libreka.de/alle+titel/alle+titel.html
Ohwei, der Vierertrupp in Minute 01:00 … ähm, da möchte ich nicht der erste Mann sein.
Die Flinte immer im Rücken des Vordermanns pendelnd? Schauspielerei, aber kein professionelles Vorgehen.
recht beeindruckend, unschwul die Bilder. Offensichtlich ist der Film von den Russen nicht ausreichend durchgegendert worden.
MarkusOliver, Ich glaube übrigens nicht, daß wir hier Grund haben, über russischen “Schrott” zu lachen. Er ist immernoch recht tötlich, dieser Schrott. Jedenfalls im Vergleich zur mülltrennenden Bundeswehr und ihren Staatsanwälten im Nacken.
@Prosemit:
Ich nehme an, die Sammlung von U-com an E-Books ist bekannt? Die Auswahl ist von der Qualität her, sagen wir mal durchwachsen, aber insgesamt doch sehr interessant.
@pippin
ups, nein kenne ich nicht
Ich habe den Herder Linke gepostet, weil es neuere deursche Literatur ist, vielleicht interessiert es in dem Blog einige. Zumindest sind hier und bei Kewil Leute versammelt, die noch lesen können.