Esst mehr frohe Hühner

Immer weniger Kunden fragen beim Boulettenkauf nach, ob diese auch eine sonnige Kindheit und Jugend hatten, genug scharren, gackern oder muhen konnten und ordern viel zu viel Produkte “aus unseren Fleischwerken“, wie es bei EDEKA so schön heißt und ich möchte nicht wissen, wie da produziert wird. Das schädigt schwer die sogenannten Bio-Bauern, die Hühner, Kühe und Schweine aus richtigen Hühnern, Kühen und Schweinen herstellen, sie morgens am Bett mit einem Lied begrüßen, ihnen Schnabel oder Schnäuzchen wischen, nach dem Essen, mit ihnen lustige Spiele spielen und sie abends in den Schlaf wiegen.

Bio-Landwirte in Sachsen-Anhalt mahnen die Verbraucher zu einem stärkeren Qualitätsbewusstsein bei Lebensmitteln. Die Bürger sollten beim Kauf von Lebensmitteln umdenken, forderte die Biohöfegemeinschaft. Deren Vorstand Günter Schlotter sagte, es gehe letztlich um mehr Qualität beim Fleisch, bei Obst und Gemüse oder Milchprodukten. … Die Preise ermöglichten den Landwirten ein gutes Auskommen, auch wenn die Einnahmen seit 2008 nach unten gegangen seien.

Und um die wieder anzuheben, müssen wir alle umdenken, die wir immer noch gewissen- und gedankenlos Obst, Gemüse, Milch, Käse und Fleisch kaufen, die keine glückliche Zeit auf einem Biobauernhof verbrachten. Mir ist übrigens wohler beim Gedanken, eine tieftraurige Tomate verzehrt zu haben, die eventuell sowieso mit dem Leben hätte abschließen wollen, statt Shaun das Schaf.

5 Antworten zu „Esst mehr frohe Hühner“


  1. 1 Mcp 26. Oktober 2009 um 07:49

    Und um die wieder anzuheben, müssen wir alle umdenken, die wir immer noch gewissen- und gedankenlos Obst, Gemüse, Milch, Käse und Fleisch kaufen, die keine glückliche Zeit auf einem Biobauernhof verbrachten:

    Diese Zeiten sind vorbei. Dazu müsste die Macht der Lebensmittelkonzerne gebrochen werden.

  2. 2 Rucki 26. Oktober 2009 um 10:58

    Welche Eier hättens denn gern:

    Eier aus Bodenhaltung,
    Eier aus Freilandhltung,
    Eier aus integriertem Landbau,
    Eier aus alternativen Landbau,
    Eier aus dynamischen Landbau,
    Gentechnikfreier Eier,
    Bioeier,
    Bioeier mit Gütesiegel,
    CO2-neutral produzierte Klimaeier,
    Käfigeier, igitt igitt,
    Ostereier, Eier vom Hasen?

  3. 3 Blond 26. Oktober 2009 um 13:24

    Jibbt’s ooch welche vom Weihnachtsmann?

  4. 4 netzwerkrecherche 26. Oktober 2009 um 14:01

    Hier geht es wohl mehr um artgerechte Haltung denn um Bio. Ob ein mit Chemie vollgepepptes Schwein glücklicher ist als ein Wildschwein, das konnten die Schweine nie so genau beantworten. Solange Menschen Wahlfreiheit haben, sind sie zumindtest glücklicher. Wobei es einfacher ist, den negativen Zustand herbeizuführen, als den positiven.

    Von daher sollte man dafür plädieren, erst einmal alle Nutztiere möglichst Bio herzustellen und nur für die, welche gälliges Fleisch haben wollen, das Viehzeug vor dem Schlachten noch mal ordentlich durchzuquälen. Und diejenigen, welche auf Chemie nicht ganz verzichten wollen, können ihr Bio-Steak auch in Quecksilber einlegen und mit Dioxinen würzen.

  5. 5 ostseestadion 26. Oktober 2009 um 14:46

    meine nachbarIn hat ihre möhrchen den ganzen sommer im dunklen gelassen. nicht einmal ans tageslicht gelassen und in der einen woche – 2 tage kein frisches wasser reingereicht . greenpeace hab ichs gemeldet. diese möhrchenunwürdigen zustände. .


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