Kein Anschlag auf unsere Demokratie

Wie der Newsticker tickerte, wurde in Magdeburg der NPD-Abgeordnete Mathias Gärtner am hellerlichten Tage im Gebäude der Universität überfallen und mit blauer Farbe und Pfeffer besprüht. Er war in die Universität eingeladen worden, um einen Vortrag zu halten.

Im Gegensatz zum feigen, hinterlistigen Attentat auf den Polizeichef Passaus, Alois Mannichls, durch sein bereitgelegtes Lebkuchenmesser, hatte Gärtner keine Vorbereitungen getroffen, um auf dem Weg zum Vortrag überfallen zu werden. Dennoch wird dieser Anschlag, vermutlich verübt von Studenten, die ihre studentische Aufgabe darin sehen, durch Überfälle auf Vortragende, den Lehrplan mitzugestalten, kein Anschlag auf den  Rechtsstaat und uns alle gewesen sein, wie die Kanzlerin der Herzen, gleich nach Bekanntwerden der blutigen Mordtat durch den Lebkuchenmessermann an Alois Mannichl verkündete, der weiterhin auf der Flucht ist, der Lebkuchenmessermann, trotz ausgesprochen auffälliger Tätowierung.

Ein weiterer Beweis, dieser Überfall, wie notwendig Studiengebühren sind,  die die von der Universität fernhalten, deren Sinnen und Trachten nicht nach Wissen und Lernen ausgerichtet ist, sondern danach, die Zeit möglichst angenehm zu verbringen und vom Gelde der Steuerzahler zu leben.

Denn ich habe nichts gegen Kinder und Jugendliche, die an der Universität faulenzen und ihre Zeit mit den Überfällen auf Menschen verbringen. Weil unsere Justiz ja auch nichts dagegen hat, daß Menschen überfallen werden, immerhin schickt sie die Täter gleich wieder los, sollte mal einer erwischt werden. Aber dann bitte auf eigene Kosten oder Kosten ihrer Eltern.

Bildungsferne Schichten

6 Antworten zu „Kein Anschlag auf unsere Demokratie“


  1. 1 Ernie Souchak 28. Oktober 2009 um 04:38

    Das ist so wie der große bärtige Gelehrte, nein, diesmal nicht Mohammed, sondern unserer allseits geliebter Ex-Bundestagspräsident und nunmehr auf Lebenszeit Vize-Bundestagspräsident, Wolfgang Thierse, in einem Interview schon sagte:

    „Ja, aber man kann eben in der Politik und in der Demokratie nicht nur formaljuristisch argumentieren, sondern es geht schon darum, welches Anliegen welche Gruppierung vertritt, ob es dem friedlichen Zusammenleben der Gesellschaft dient, oder ob es stört, welche historische Erfahrung, welche historischen Erinnerungen wir mit welcher Art von Anliegen welcher politischen Position haben. Und dass ein Teil der Bürger Kölns der Überzeugung war, wir wollen unsere Stadt schützen vor der Versammlung rechtsextremistischer, rechtspopulistischer Leute aus ganz Europa, das, denke ich, macht einen Unterschied aus gegenüber einem Anliegen, das sagt, wir wollen doch dafür demonstrieren, dass Menschen mit unterschiedlicher Kultur, unterschiedlicher Religion, unterschiedlicher Auffassung friedlich zusammenleben. Das eine haben wir, denke ich, vernünftigerweise positiv zu bewerten, das andere richtigerweise als eine Gefahr für unser Zusammenleben.“

    Gleich ist eben nicht gleich. Und die formaljuristische Anwendung von Paragraphen ist Teufelszeug. Führt sie doch dazu, dass der linken Weltanschauung Steine in den Weg gelegt werden, welche wiederum begierig von den Kämpfern für das sozialistisches Recht aufgehoben werden, um sie gegen die gemeinen Andersdenkenden zu schleudern. Vertritt man in der deutschen demokratischen Bundesrepublik die falsche Meinung, wird man ganz schnell vogelfrei. Was ja nun wiederum auch eine Art Freiheit ist. Damit muss man sich dann eben begnügen.

  2. 2 Karl Eduard 28. Oktober 2009 um 05:42

    Weswegen die Augenbinde Justizias inzwischen völliger Humbug ist.

  3. 3 Prosemit 28. Oktober 2009 um 06:53

    Also das ist doch wirklich keine Meldung wert, wenn ein NPD Mann stolpert und in einen zufällig dort stehenden Schuh fällt.

    Wenn es wenigstens Glatzköpfe gewesen wären, die ihn verbal bedroht hätten. Etwa mit “SPD Sau!”, dann wäre, ja dann hätte dieser Staat gezeigt, dass er wehrhaft ist. So wie er im Falle des Helden aller Helden, dem Mannichl, dem Einzigen, der mit dem Messer in der Brust noch den Täter verfolgte, gezeigt hat, wie schnell man Leute verhaften kann, wenn man nur will und völlig egal wen…

    Gibt es eigentlich Neues von diesem Passauer Vorkämpfer für das Menschenrecht? Nobelpreis oder so ähnlich?

  4. 4 netzwerkrecherche 28. Oktober 2009 um 08:13

    uf Indymedia sdchreibt man:

    Man hätte auch direkt an dem Seminar teilnehmen können, und dort die Aussagen und den Referenten mit Argumenten aushebeln können. Aber dazu hätte man sich ja mit dem Thema beschäftigen müssen, und Bildung und “akademischer Habitus” sind ja elitär und damit eh voll fascho.

    Im Übrigen hätten in diesem Fall auch Studiengebühren nicht geholfen:

    So waren mehrere offensichtliche Nichtstudenten im Raum anwesend, die sich bereits Tomaten in den Hinterbänken zurechtgelegt hatten.

    Müßte man also einen Stacheldrahtzaun um die Unis spannen, damit die bildungsfernen Schichten draußen bleiben, die der Öffentlichkeit ein völlig falsches Bild linker Studentenschaften vermitteln.

    Auch sonst nochmal ausführlicher:
    http://www.volksstimme.de/vsm/nachrichten/lokalausgaben/magdeburg/magdeburg/?em_cnt=1521331

  5. 5 vitzliputzli 29. Oktober 2009 um 02:22

    @ prosemit

    so viel ich weiß und zu lesen wurde das lebkuchenmesserInnenopfer polizeilich befördert.

    den nobelpreis hätte er nur bekommen, wenn er ZUKÜNFTIGES opfer wäre. aber dafür wars schon zu spät. die opferleistung war bereits erbracht :-(

  6. 6 vitzliputzli 29. Oktober 2009 um 02:23

    “war,” vergessen …grummel.


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