Archiv für Oktober 2009



Esst mehr frohe Hühner

Immer weniger Kunden fragen beim Boulettenkauf nach, ob diese auch eine sonnige Kindheit und Jugend hatten, genug scharren, gackern oder muhen konnten und ordern viel zu viel Produkte „aus unseren Fleischwerken„, wie es bei EDEKA so schön heißt und ich möchte nicht wissen, wie da produziert wird. Das schädigt schwer die sogenannten Bio-Bauern, die Hühner, Kühe und Schweine aus richtigen Hühnern, Kühen und Schweinen herstellen, sie morgens am Bett mit einem Lied begrüßen, ihnen Schnabel oder Schnäuzchen wischen, nach dem Essen, mit ihnen lustige Spiele spielen und sie abends in den Schlaf wiegen.

Bio-Landwirte in Sachsen-Anhalt mahnen die Verbraucher zu einem stärkeren Qualitätsbewusstsein bei Lebensmitteln. Die Bürger sollten beim Kauf von Lebensmitteln umdenken, forderte die Biohöfegemeinschaft. Deren Vorstand Günter Schlotter sagte, es gehe letztlich um mehr Qualität beim Fleisch, bei Obst und Gemüse oder Milchprodukten. … Die Preise ermöglichten den Landwirten ein gutes Auskommen, auch wenn die Einnahmen seit 2008 nach unten gegangen seien.

Und um die wieder anzuheben, müssen wir alle umdenken, die wir immer noch gewissen- und gedankenlos Obst, Gemüse, Milch, Käse und Fleisch kaufen, die keine glückliche Zeit auf einem Biobauernhof verbrachten. Mir ist übrigens wohler beim Gedanken, eine tieftraurige Tomate verzehrt zu haben, die eventuell sowieso mit dem Leben hätte abschließen wollen, statt Shaun das Schaf.

Allah belohnt die Mörder

Gut, wird man jetzt sagen, woher weiß ein Scheich Ihab Adli Abu al-Madschd was Allah will, wenn er  aufruft, einen Angeklagten in einem deutschen Gericht zu ermorden und zwar die in Deutschland lebenden Muslime. Keine Ahnung. Aber offenbar hofft er doch, die Aussicht auf göttliche Belohnung wird einen hier lebenden Moslem motivieren, den Willen Allahs zu vollstrecken. Sonst könnte er sich ja den Aufruf sparen. Nicht?

Ja, ja, das ist natürlich nicht der wahre Islam, der zu Mord aufruft, und der Morde begeht und für die es dann auch schöne Tage im Paradies gibt, sagen unsere Politiker, weil sie die Hosen voll haben.  Aber was ist er dann, der wahre Islam? Ist er das:

Wegen Sicherheitsbedenken fallen die für den 31. Oktober und 2. November geplanten Konzerte der Sächsischen Staatskapelle in Alexandria und Kairo aus. Sie sollen auf Wunsch Ägyptens nicht durchgeführt werden, teilte das Orchesterbüro am Samstagabend in Dresden mit.

Jetzt werden Leute fragen, was hat ein Prozess in Deutschland, gegen den Mörder einer Ägypterin und Muslima, mit der Sächsischen Staatskapelle zu tun und ihrer Gastreise nach Ägypten? Gibt es einen Zusammenhang zwischen dem Mörder Alex W. und den Musikern?  Das jedoch scheinen die großartigen koranitischen Ägypter anzunehmen, was doch auf eine  bedrückende geistige Zurückgebliebenheit schließen läßt. Weshalb Deutschland gar nicht genug von ihnen bekommen kann. Von den in der Zeit zurückgebliebenen.

Hab übrigens auch noch keine Verlautbarung von irgendeinem Moslemvertreter hier gehört, daß  die deutschen Muslime vorhaben, sich während des Prozesses zivilisiert zu benehmen.

Potentielle Anschlagziele

Kleider machen Kinder

Im Zeitungszeugen ist es jetzt Juni 1938. Zeit also, sich auf den Sommer vorzubereiten und den Sprösslingen etwas Luftiges zu gönnen. Ein schwerer Fall für die Pixi-Buch-Kommission übrigens, diese Anzeige. Kein einziges colorierte Kind dabei, auch keines mit Kopftuch. Und wir erinnern uns, Deutschland 1938 ist schwer rassistisch, das beruhigt uns dann wieder. Es dauert dann noch ein paar Jahre, bis die schwarzen Armeen unter Führung von Pillipa Ebene Deutschland von den Nationalsozialisten befreien, seither lächeln schwarze Kinder uns von Plakaten an, auch in Gegenden, die noch nie einen Schwarzen sahen, bis zu dem Tag, an dem  Günther Wallraff beschließt, als schlechtgeschminkter Undercoverreporter in Juweliergeschäften aufzutauchen.

Nette Sommerkleidung für das Kind 1938

DIE BERLINER MORGENPOST schreibt passend dazu einen sehr euphorischen Bericht über die ersten Kraft durch Freude – Urlauber nach Tirol. Auszug:

„Hier möchte ich ein ganzes Jahr bleiben“ rief eine Saarländerin begeistert aus, als sie nach langer Fahrt endlich ihr Bestimmungsziel erreicht hatte und von dem Anblick der Tiroler Berge überwältigt war. Dieser erste Eindruck einer Frau, die sonst das ganze Jahr schwer arbeiten muß, wurde dann im Laufe des Urlaubs von jedem Teilnehmer bestätigt. Sie hatte das ausgesprochen, was all die vielen anderen empfanden. …

Da wußte sie noch nicht, daß die Tiroler Berge bald für die Eroberungspläne eines großen Volksschauspielers mißbraucht werden sollten, wie auch die KdF-Schiffe, die von Anfang an als Truppentransporter geplant waren, lernen wir heute in der Schule. Lassen wir uns das eine Lehre sein, wenn wir vor den Bergen stehen und sie bewundern. In ihrer abscheulichen Schönheit.

Bahnfahren wird billiger

In Österreich werden heute die Fahrpreise der Reichsbahn eingeführt. Da die Fahrpreise der Deutschen Reichsbahn, von geringfügigen Ausnahmen abgesehen, niedriger als die der vormals Österreichischen Bundesbahnen sind und außerdem die Preisberechnung, wie im Altreich, nach der genauen kilometrischen Entfernung und nicht nach den Entfernungszonen der vorm. Österreichischen Bundesbahnen erfolgen wird, werden bei Reisen im Land Österreich im allgemeinen Ermäßigungen der Fahrpreise eintreten. Auch die jetzigen Bergzuschläge (Zuschlagskilometer) der Österreichischen Bundesbahnen, die auf einzelnen Linien bis zu 40 Kilometer betragen, werden zur Verbilligung der Fahrpreise, von geringfügigen Ausnahmen abgesehen, wegfallen, die Benutzung der Schnell- und Eilzüge wird gleichfalls billiger werden, da die Reichsbahnzuschläge niedriger als die der vorm. Österreichischen Bundesbahnen sind. BERLINER MORGENPOST, 15. Juni 1938

Die goldene Gans

Als Hilfsbereitschaft noch belohnt wurde.

Das Märchen

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