Archiv für 8. November 2009

Wofür unser Geld ausgegeben wird

Wer glaubt, er ginge Arbeiten, um seine Existenz oder die seiner Familie zu bestreiten, der ist auf dem Holzwege. Mit unserer Arbeitsleistung gefördert wird eine Dienststelle, die uns einreden will, Kopftüchlerinnen würden diskriminiert. Wegen mangelnder Deutschkenntnisse, Mißachtung unserer Gesetze und Traditionen und fehlender Fertigkeiten und des Wissens für eine Industriegesellschaft. DAS frißt unser Gehalt, dafür stehen wir nachts oder morgens auf und arbeiten produktiv im Schweiße unseres Angesichts den lieben langen Tag, damit Behördendrohnen uns ein schlechtes Gewissen einreden und daß Obst- und Gemüsehändler oder ihre Sozialhilfeempfänger unglaublich bereichernd wären für unsere Kultur. Nicht nur, daß sie unser Geld nehmen, sie verhöhnen uns auch noch!

Diskriminierung

Kleine Übung für Geistliche in Fraktur

Vor allem für die, ihren Luther in der Toilette hinuntergespült haben, samt ihrem Glauben, falls sie jemals einen besessen haben sollten. Inspiriert von Fakten und Fiktionen und auch aus dieser Quelle. Übersetzt in moderne Sprache:

Luther

Denn wir streiten nicht darum, daß wir Land und Leute, Gut und Ehre gewinnen oder Abgötterei einführen wollen, sondern um Gottes Wort und seine Kirchen zu erhalten, insbesondere für unsere liebe Jugend und unsere Nachkommen. Und so müssen wir uns gegen den Türken wehren, damit er seinen Teufelsdreck und lästerlichen Mohammed nicht an die Stelle unseres lieben Herrn Jesu Christi setzt. Das ist ja die Ursache und ernstliche Meinung unseres Streits, Sterbens und Lebens in diesem Fall. Das ist die Wahrheit. Darum führen wir einen gottseligen Krieg gegen den Türken und sind heilige Christen und sterben selig.

Heute ersetzen die Christen, insbesondere ihre Pfaffen, ganz von selbst Jesus Christus durch Mohammed und das auf verschiedene Weise. Wahrscheinlich glauben sie, der Wolf, der Kreide gefressen hat, ist tatsächlich zur Mutter Geiss mutiert. Ich glaubs aber nicht. So dumm kann nicht mal ein Pfaffe sein.

Mittlerer Hassgesang

Beleidigend

Fritz Bahrs

Gestern nahm ich zufällig ein vergilbtes Foto aus dem Nachlaß meiner Großeltern in die Hand, das ein ziemlich trauriges Leben geführt hatte, mal lag es hier, mal steckte es da, als Lesezeichen, und eigentlich wollte ich es schon wegschmeißen, denn was war darauf zu sehen? Dunkelheit, eine Reihe Weiden, Kreuze und eine Windmühle. Ah, dachte ich, irgend so ein Soldatenfoto, als der Großvater hinausmußte, Lebensraum im Osten zu erkämpfen oder gegen das perfide Albion. Und das Foto ist im Grunde genommen uninteressant. Keine Menschen drauf. Mehr aus Neugierde zog ich es in den Scanner und siehe da, ein bestimmtes Grab hatte sich der damalige Fotograf ausgesucht. Und der Name auf dem Grab war mir auch bekannt, da gab es in den Unterlagen der verstorbenen Großeltern, als sie ihre Ahnenreihe aufdecken mußten, um ihren Arierstand nachzuweisen, die Kopie einer Urkunde mit folgendem Inhalt:

Der Gefreite der kurzen Marine-Kanonen-Batterie 4, Maschinist Fritz Wilhelm Bahrs wohnhaft zuletzt in Iden Gutsbezirk ist am 2. August 1917 um 16 Uhr 30 Minuten in der Flandernschlacht verstorben. (Feindl. Artillerie Geschoss)

Es handelt sich also um das Grab meines Urgroßvaters mütterlicherseits.  Der wurde von Albertine Luise Bahrs, geborene Ulrich, evangelischer Religion, am 24. Oktober 1881 Vormittags um 09 in der Wohnung seiner Eltern in Lichterfelde geboren, im Beisein des Ehemannes und Vaters, des Arbeiters Johann Friedrich August Ludwig Bahrs. Ebenfalls evangelisch. Der Fritz Wilhelm, dessen Kreuz auf dem Soldatenfriedhof fotografiert wurde, war 1905, also mit 24 Jahren,  Großknecht auf einem Bauernhof, als ihm im März die Tochter Margarete Martha Luise geboren wurde, die mit 12 Jahren ihren Vater im Ersten Weltkriege verlor, der damals noch nicht so genannt wurde. Kein Wunder also, daß die Großeltern das Foto aufbewahrt hatten.

Ob diese Kreuze aber auch früher schon Atheisten beleidigten, die wenn sie tot waren, besser unters Schweinefutter hätten gemengt werden wollen, statt eines christlichen Begräbnisses, wo sie doch zu wissen glauben, es gibt keinen Gott, das ist leider nicht vermeldet. Schade.


 

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