Wir schätzen gar nicht, wie sehr wir behütet und beschirmt werden, von Menschen, die es als ihre Aufgabe ansehen, über unser Leben zu wachen und uns die tägliche Mühe, uns entscheiden zu müssen, einfach abnehmen. Wer wie ich an der einfachen Aufgabe scheitert, wenn er gefragt wird, “Senf oder Ketchup?”, also was er auf Bockwurst, Bratwurst oder Boulette will, der ist glücklich, daß es Menschen wie Anita Tack gibt, Mitglied der DIE LINKE in Brandenburg und Daseinsfürsorgerin, also etwas, mit dem sich auch die Sozialistische Einheitspartei Deutschlands beschäftigte, deren Daseinsfürsorge so weit ging, Menschen erschiessen oder einsperren zu lassen, wenn sie dem vorgesorgten Dasein durch die Genossen entgehen wollten, um alternativ zu leben.
Ja, wer jetzt stöhnt, das ZK der SED, unter der glorreichen Führung des letzten Staatsratsvorsitzenden der SED und Generalsekretärs Erich Honecker habe keinesfalls Millionen Klassenfeinde eleminieren lassen, wie der verehrte Genosse Stalin, Mao oder Pol Pot, die alles alte Kamellen sind, mindestens 40 Jahre her, wie Genossin Tack betont, hat zweifellos Recht damit. DIE LINKE ist nicht die SED, ihr fehlen die Machtmittel, um so zu herrschen, wie sie es täte, könnte sie es.
Und immerhin, ist sie nicht mit 60 Prozent der Wählerstimmen in Brandenburg gewählt, rechnet man die der SPD-Wähler hinzu und die der Nichtwähler ab? Das sind schon solide Grundlagen, um sich um das Dasein unserer Menschen zu kümmern und ihr Leben zu reglementieren. Aber wie immer geht es nur darum, das Geld anderer Leute zu verteilen, zum Beispiel an die Umweltverbände.
Die verhindern dann die weitere Industrialisierung und Erschließung Brandenburgs, wie überall im Land, das macht Linken aber nur Kopfzerbrechen, wenn sie die Diktatur des Proletariats errichtet haben, die dann demokratischer Sozialismus geheissen wird, weil es einfach besser klingt. Inzwischen schauen wir einfach mal nach Kuba, dem sozialistischen Leuchtfeuer, in dem Leute wie Anita Tack weise regieren und das Volk in eine bessere Zukunft führen, die todsicher mindestens im Jahr 2050 angebrochen sein wird. Ob das in Brandenburg so lange dauern wird, das bleibt abzuwarten.
Schnitt.
Wo Ursula von der Leyen noch STOP-Schilder aufstellen wollte, das revolutionäre Kuba zeigt uns, wie mit Bloggern verfahren wird, die unsere Jugend verderben:
In der Nähe der 23. Straße, genau am Kreisverkehr der Avenida de los Presidentes war es, als wir drei stämmige Unbekannte in einem schwarzen Auto mit chinesischem Fabrikat auf uns zu kommen sahen: „Yoani, steigen Sie in das Auto ein“, sagte einer zu mir, wobei er mich hart am Handgelenk packte. Die anderen zwei stellten sich um Claudia Cadelo, Orlando Luis Pardo und eine Freundin herum, die uns zu einer Antigewalt-Demonstration begleitete. Was ein Tag des Friedens und der Eintracht hätte werden sollen, war – Ironie des Schicksals – ein Nachmittag voller Schläge, Schreie und Beschimpfungen. Die gleichen „Aggressoren“ riefen eine Patrouille herbei, die meine beiden anderen Begleiter mitnahmen; Orlando und ich waren dazu verdammt, in das Auto mit dem gelben Kennzeichen einzusteigen, in die schreckliche Welt der Illegalität und der Ungestraftheit des Armageddon.
Ich weigerte mich in den glänzenden Geely einzusteigen und wir verlangten, dass sie uns ihren Ausweis zeigen sollten oder eine richterliche Anordnung für unsere Festnahme. Natürlich zeigten sie uns kein Papier, das die Gesetzmäßigkeit unserer Verhaftung nachweisen konnte. Neugierige sammelten sich um uns und ich schrie: “Hilfe, diese Männer wollen uns entführen“, aber sie stoppten die Leute, die einschreiten wollten, mit dem Ruf, der den ganzen ideologischen Hintergrund der Operation enthüllte: „Mischen Sie sich nicht ein, das sind Konterrevolutionäre“. Angesichts unseres verbalen Widerstandes griffen sie zum Telefon und sagten zu jemandem, der ihr Chef sein musste: „Was sollen wir tun? Sie wollen nicht ins Auto einsteigen“. Ich nehme an, die Antwort war unmissverständlich, denn darauf folgte ein Hagel von Schlägen und Stößen, sie drückten meinen Kopf nach unten und versuchten mich ins Auto zu drängen. Ich klammerte mich an der Tür fest, … Schläge auf die Fingerknöchel … ich schaffte es, einem von ihnen ein Papier, das er in der Tasche trug, zu entwenden und steckte es mir in den Mund. Eine weitere Reihe von Schlägen, damit ich ihnen das Dokument zurückgäbe.
Im Auto war schon Orlando, unbeweglich gemacht durch einen Karategriff, der ihn mit dem Kopf am Boden festhielt. Einer setzte sein Knie auf meine Brust, der andere schlug mir vom Vordersitz aus in die Nierengegend und schlug mir auf den Kopf, damit ich den Mund öffnete und das Papier freigäbe. In einem Augenblick hatte ich den Eindruck, ich würde nie mehr aus jenem Auto herauskommen. „Bis hierher haben wir es dir durchgehen lassen, Yoani. Jetzt ist Schluss mit deinen Mätzchen“ sagte der, der neben dem Fahrer saß, wobei er meinen Kopf an den Haaren hochzog. Auf dem Rücksitz lief ein seltsames Schauspiel ab: meine Beine nach oben gestreckt, mein Gesicht gerötet vom Blutdruck und am ganzen Körper Schmerzen, auf der anderen Seite befand sich Orlando, in Schach gehalten von einem professionellen Schläger. …
Natürlich gehört so etwas zur Daseinsfürsorge auf Kuba, denn wie überall haben auch dort die Genossen das Rezept, schöner zu leben.
Havanna vor Castro
Wie war noch gleich die Zukunftsvision des unendlich weisen George Orwell?
„Wenn sie ein Bild von der Zukunft haben wollen, so stellen sie sich einen Stiefel vor, der auf ein Gesicht tritt. Unaufhörlich.“
Und der gute Orwell sollte es wissen, war er doch selbst ein Linker. Ein guter Linker versteht sich.
Cuba ist eben Sozialismus live. Die paar Auswüchse kommen eben daher, dass man von dem kapitalistischen USA immer noch boykotiert wird. Wenn erst einmal der Sozialmus gesiegt hat, dann kommen solche Szenen nicht mehr vor. Dann ist Schluss mit solchen Übergriffen. Man wird nie mehr davon hören.
Stalin hätte solche Fehler unerbittlich ausgemerzt. Dass jemand überleben konnte, um zu berichten. Und dass es jemanden gab, der den Bericht veröffentlich konnte.
müsst Ihr immer alles schlecht reden?
immerhin gibt es für jeden kubaner einen einheitslohn von umgerechnet 15 euro monatlich. diese sozialistische errungenschaft muss man im westen erst mal erreichen! ja, richtig gelesen: für jeden einzelnen kubaner! (nein, nicht stündlich, MONATLICH!)
rentner kriegen sogar 7 euro monatliche rente!
ein paradies, so all die gregors und oskars und sarahs, die uns das system hier endlich näherbringen
Habe ich Cuba schlecht geschrieben. Wo ich den Máximo Líder verehre. Nein, wirklich, ich habe alle Achtung vor einem Mann, der sich als Diktator so lange halten konnte. Das IST eine Leistung.
Und 15 Euro monatlich? Eine gute Sache, das bringt sie nicht auf dumme Gedanken, das Geld für allen möglichen neumodischen Käse hianuszuwerfen. Die Bauern Nord-Koreas bekommen auch nicht mehr.
Viva la revolución! Viva le Surréalisme! Viva DADA!