Kein Aug’ im Zuge das tränenleer

und die Flaggen auf Halbmast, denn was ist heute? Na? Auschwitztag! Juchhuu! Das heisst, wir gedenken der Grossväter oder Urgrossmütter schmutziger Taten, als hätte eben gerade die rumreiche Sowjetarmee die Tore von Auschwitz-Birkenau aufgestossen und gerufen, “hier siehts ja aus wie bei uns daheim im GULAG!”

- Bis auf die Duscheinrichtungen und Krematorien natürlich. – Weshalb man den Holocaust an den Juden keinesfalls mit dem Holocaust an Adel, Unternehmer, Gelehrten, Bauern, Menschewiken, Journalisten, Schriftstellern, Sozialrevolutionären, Ukrainern, Letten, Esten, deutschen Kommunisten, internationalen Kommunisten, Trotzkisten, russischen Kommunisten, jüdischen Ärzten, Opposition, Getreuen, Kriegskameraden, Kronstädter Matrosen, der Führung der Roten Armee usw. , vergleichen kann, denn Lenin und Stalin und ihre Helfershelfer und Helfershelfer der Helfershelfer, sowie ihre Frisöre, verzichteten darauf. Auf Gaskammern und Krematorien, die vernichteten durch Genickschuss und Arbeit, hängten aber nirgends diese “Arbeit macht frei” – Schilder auf.  Das rechnen wir ihnen immer noch hoch an und mit Grund.

Weshalb der wahre Kommunismus immer noch die Alternative ist, für die Genossen von DIE LINKE und SPD, nicht aber der wahre Nationalsozialismus, denn der läßt ja die Verdammten dieser Erde draussen vor der Türe, anstatt sie zu bitten, doch freundlicherweise am Kessel mit dem süssen Brei Platz zu nehmen, und den großen Löffel zu benutzen. Was sie auch ausgiebig tun.

Natürlich darf sich Auschwitz nicht wiederholen, jedenfalls nicht in der praktizierten Form, und wird es auch nicht, aber der Holocaust, der hier in Deutschland bereits wieder im Gange ist, nach Aussagen von Leuten, die dafür noch niemand links und rechts geohrfeigt hat, der spricht doch Bände. Darf man jetzt schon wieder offen über Menschen herziehen und sagen, bitte lernt und arbeitet, wenn Ihr hier schon lebt, denn Ihr werdet immer mehr und wir können gar nicht so viel schaffen, wie Ihr verbraucht? Nein! Denn genauso hat es damals angefangen – erst wirst Du als Afghanin bei Siemens in einen Raum mit einem Computer zur Arbeit verdonnert – , bei vollem Gehalt, und dann vergast.

Um so erschreckender auch, daß sich Deutschland am Erhalt von Auschwitz beteiligt, finanziell, und ich frage mich, müssen die Zeichen an der Wand noch deutlicher werden?

Da ist es ein wohltuendes Signal, daß der Bundespräsident hin und wieder Leute mit dem Bundesverdienstkreuz bedenkt, die emsig am Verschwinden des letzten Zufluchtsortes der Juden arbeiten, Israel heisst er, der Zufluchtsort, und dieses Mal müssen wir uns keine Vorwürfe machen, denn wir waren es ja nicht persönlich, ja, entlastend werden wir sagen können, daß es zum Trost ab und zu ein Unterseeboot von des deutschen Steuerzahlers Geld gab, mehr  können wir wirklich nicht tun. Und daß hier deutsche Polizisten zur Gefahrenabwehr Israelfahnen abhängen oder Richter die Äufmärsche ausgewiesener Judenhasser wohlwollend genehmigen, so wohlwollend, wie sie bei uns Aufnahme fanden, mit ihren Bärten und Hassgesängen,  nun, das fällt bekanntlich unter Meinungsfreiheit, die nicht immer die Freiheit der Andersdenkenden ist, wenn sie anders denken, als die Vordenker vorzudenken belieben.

Wir haben aus der Geschichte gelernt, die Hände machen wir uns dieses Mal nicht selber dreckig, das steht schon mal fest!

Der Holocaust

2 Antworten zu „Kein Aug’ im Zuge das tränenleer“


  1. 1 Wilhelm Entenmann 27. Januar 2010 um 12:16

    Einfach nur lesen,speziell den letzten Absatz – erspart mir einen umfassenden Kommentar:

    NS-Opfergedenktag: Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus, die im Zeichen des “Rosa Winkel” verfolgt wurden
    Die Hetzjagd der Nazis auf Homosexuelle
    (Der Artikel ist nur temporär komplett online.)

  2. 2 Karl Eduard 27. Januar 2010 um 12:31

    Ein Mahmal für die im Nazireich verfolgten Diebe und Räuber wird immer dringlicher. Derer gedenkt nämlich noch keiner. Zeit wird es aber.


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