Eines der Lieder, das eine längst verstorbene Großmutter ihren Enkeln vorsang, über ein schönes Mädchen, das die Wacht am Rhein hält und zusieht, wie unten die Leute absaufen. Natürlich hört sich das in der Version von Dschingis Khan viel besser an. Und wo gibt es heute noch Jungfrauen am Rhein, die sich lange goldene Haare kämmen, wo die doch unters Kopftuch gehören. Mindestens! Alleine und ohne Brüder, Onkel oder Väter, die mit ihren Messern über die Ehre der Schönen wachen, weil sie selber keine haben. Gut, daß die Schiffer alle vorher ertrinken, sonst müsste dieser Blog von einer Serie ungeklärter Morde am Loreleyfelsen berichten. Und im Gegensatz zur schnellen Aufklärung des Mordes an Alois Mannichl könnten wir da wohl ewig warten, ehe eine deutsche Zeitung von begreiflicher Erregung der Verwandten schreibt, hervorgerufen, durch die wie hypnotisiert schiffenden Rheinschiffer.
1 Antwort zu „Die schönste Jungfrau“
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Ja, ja, es gibt immer mehr blonde Konvertitten.
Tatsächlich werden im nahenden Frühling die hiesigen Rheinwiesen von bekopftuchten Jungfrauen übersät sein, welche ebenda auf die Hammel auf den Familiengrills aufpassen werden, was so wohl die moderne Version einer Wacht am Rhein darstellen dürfte.