Ja was tut es denn da?

Ein 24-jähriger Afghane hat zugegeben, einen Selbstmordanschlag auf die New Yorker U-Bahn geplant zu haben. „Ich wollte mich opfern, (und andere Menschen gleich mit) um darauf aufmerksam zu machen, was das amerikanische Militär in Afghanistan tut“, sagte Najibullah Zazi am Montag in einer Gerichtsverhandlung im New Yorker Stadtteil Brooklyn. Nach amerikanischen Medienberichten bekannte er sich der Verschwörung zum Mord, der Verschwörung zur Zündung einer Bombe und der Unterstützung des Terrorismus für schuldig. Der Mann erklärte, er habe zum (Gedenken an den) achten Jahrestag des Terrorangriffs vom 11. September 2001 seine Bombe in der Subway zünden wollen.

Natürlich sind Unsere Muslime und Afghanen nicht so, weswegen sich bei uns auch jeder, der sich Journalist nennt und sein Brot mit Desinformation und dem Belügen seiner Leser verdient, dafür in die Bresche wirft, daß Muslime, die sich intensiv damit beschäftigen, andere Leute in Privatinitiative umzubringen, keine Muslime sind. Als hätten die das zu entscheiden!

Hat übrigens schon mal jemand von denselben Schmieranten gelesen, Christen, die Heranwachsende befummeln und sexuell benutzen, wären eigentlich gar keine Christen, denn Christentum wäre nicht so, es wäre keinesfalls diese Art von  Kinderliebe, ausserdem stünde das nicht in der Bibel? Ich nicht, was bestimmt nur daran liegt, daß ich nicht den ganzen Tag Zeit habe, Zeitung zu lesen. Leider.

Ähnlich erstaunlich für westlich Zivilisierte ist, daß sich dieser Afghane inmitten ziviler Menschen in die Luft sprengen wollte, was aber auch nur wiederum für uns erstaunlich ist, gelten doch nur in Augen christlich und humanistisch Domestizierter Nichtmilitärs als unschuldig und zu schonen, in den Augen der Muslime gelten nur die Frauen und Kinder der Muslime als verschonenswert und wen es dann trifft, ja, dann hat Allah es eben so gewollt. Und schön, wie sich das in Deutschland immer mehr ausbreitet, offenbar wetteifert jeder Ort darum, wer züchtet die meisten Attentäter heran, wenn sogar schon Entwürfe für Moscheeneubauten in Orten, in die nicht mal Sindbad der Seefahrer seinen Fuß setzte, mit Preisgeldern ausgelobt werden. Die müssen dann für ihre Demonstrationen auch nicht so weit laufen. Was wiederum gut für die Umwelt ist.

Natürlich könnte jetzt auch jemand fragen, wieso dieser Mensch, der doch schon so lange in Amerika lebt, daß Maria Böhmer ihn als Integrationsbeispiel präsentieren würde und Horst Köhler stolz auf ihn wäre,  sich nicht einfach in die Luft sprengt, um ein Zeichen gegen die Taliban zu setzen, die doch tatsächlich die Ursache dafür sind, daß Afghanistan nicht friedlich archaisch weiter gesellschaftlich dahindümpelt, wie es schon zu Alexander des großen Zeiten dahindümpelte aber niemand kommt darauf. Jedenfalls niemand von der Qualitätspresse. Anscheinend sind solche Recken ja einverstanden damit, daß der Analphabetismus in Afghanistan seine Heimstatt behält und die Frauen schön im Hause bleiben. Gerade Journalistinnen entwickeln in dieser Beziehung ein ungeahntes Mitleiden. Wie gerne wären sie unter der Burka oder würden den ganzen Tag im Haus verbringen, statt sich neue Rechtfertigungen aus den Fingern zu saugen, warum die Vergewaltigung Fünfzehnjähriger durch Südländer nichts mit der südländischen Kultur und Religion zu tun haben.

Womit sie natürlich in Übereinstimmung mit der DIE LINKE sind. Die plakatieren doch andauernd “Freie Fahrt für Taliban”, natürlich in anderen Worten. Und das ist die Partei der Zukunft, die das Menschenrecht erkämpft? Muslime und Frauen natürlich ausgeschlossen. Jeder soll so rückständig leben, wie es der Koranschüler will. Da fanden sich ja auch schon Übereinstimmungen mit Pol Pot, der das Glück der Menschen, auf primitiver Ebene zu leben,  dadurch durchsetzte, daß er sie von seinen Genossen mit der Hacke erschlagen liess.

Jedenfalls, auch, wenn die Polizei derzeit wieder Menschen mit dschihadistischem Hintergrund in Deutschland festgenommen hat, muß sich wirklich keiner unbegründet und irrational, ja, vielleicht sogar krankhaft vorm Islam gruseln, der Leute hervorbringt, die sich sagen, morgen geh ich mal ein Zeichen setzen, steige in die U-Bahn und bringe alle Leute um, die mit mir im Abteil sitzen und vielleicht noch mehr, das wird Oskar Lafontain gefallen, wo der doch auch immer gegen das wettert, was Amerika in Afghanistan tut. Keiner muß das, denn dann wäre er wirklich bescheuert.

8 Antworten zu „Ja was tut es denn da?“


  1. 1 Prosemit 23. Februar 2010 um 06:49

    Vielleicht ist die verquere Logik hinter den Anschlägen nicht ganz klar. Es geht darum, möglichst viele Menschen in den Tod zu reissen. In den Augen der mit der mohammedanischen Logik ausgestatteten Blinden ist es ganz einfach :

    Allah sortiert aus. Und die Unschuldigen erhalten automatisch den Märtyterstatus. Die Kinder 72 Puppen, die Männer 72 Püppis und die Frauen können schauen, wo sie bleiben. Und wenn auch noch Ungläubige drauf gehen, umso besser, das erhöht den eigenen Märtyrerstatus.

  2. 2 Hannes v. K 23. Februar 2010 um 10:43

    Man würde bei einem solchen Beitrag gerne dagegen anschreiben.
    „Nein, die Realität ist nicht so“.
    Aber es gelingt nicht. Man glaubt und wähnt sich in
    Alice Horrorwunderland. Alles erscheint so unwirklich, so irreal.
    Aber es passiert, jeden Tag, jede Stunde.
    Dabei will die Mehrzahl der Menschen nicht als vergnügt und unbeschwert leben, lieben und ein kleines bißchen Spaß am Leben haben.
    Doch der Autor bringt es auf den Punkt.
    100%.
    Leider.

  3. 3 Easterner 23. Februar 2010 um 12:31

    Man sollte im Zusammenhang mit einem Selbstmordanschlag auch immer darauf hinweisen, das der Tod auf dem Wege des Jihad fuer Mohammedaner der EINZIG 100% sichere Weg ins Paradies ist. Auch wenn er seine anderen Mohammedanerpflichten vorbildlich erfuellt, ist das noch immer keine Garantie, sich nicht vielleicht doch in der Hoelle wiederzufinden. Ein Shaheed – Jihad(selbst)Moerder – darf auch eine Anzahl Verwandte mit ins Paradies nehmen, was erklaert, warum die Familie gewoehlich eher hocherfreut ueber die Tat ist.

  4. 4 Schwarzmaler 23. Februar 2010 um 13:28

    Ob ich ihm den Grund jetzt abnehme oder nicht – ich möchte nicht Feind der Christen sein. Ich möchte nicht unser Feind sein. Wenn wir aus 10.000 Meter Höhe Bombenteppiche legen wie in Laos, dann hat das eine andere Qualität als ein persönliches Selbstmordattentat mit Körpereinsatz in einer Menschenmenge. Wir haben das Töten anonymisiert und industrialisiert. Das ist wohl der größte Clash of Civilisations – wir töten per Bildschirm und Joystick, unsere Gegner tragen die Bomben am Körper.

  5. 5 Karl Eduard 23. Februar 2010 um 14:37

    Ja, aber Du gehst morgen nicht los, um Dir einen Bomber zu schnappen und aus freier Entscheidung Leute umzubringen. Oder? Weil Du ein Zeichen setzen willst. Oder doch?

    Der Clash besteht doch darin, wir haben verinnerlicht, Leute umzubringen ist falsch, es sei denn als Teil einer Armee oder als Polizist und dafür bedarf es auch genauer Anweisungen. Zum Beispiel, daß eine Regierung den Krieg erklärt, worüber die gewählten Volksvertreter unter umständen wochenlang palaverten, die kann ihn dann aber auch wieder beenden und wir haben sie zuvor dazu legitimiert, das zu entscheiden.

    Während diese Leute eben spontan, aus sich heraus, entscheiden, morgen muss es eben sein, da sprenge ich Leute in die Luft. Um ein Zeichen zu setzen.

    Und ich kann das Herumgejammere über die soziale Militärtechnikungerechtigkeit nicht mehr hören, der edle Wilde, der mit nacktem Körper und nur den blanken Speer in der Faust gegen die gerüstete Kohorte rennt. Ich kann es nicht mehr hören. Denn das ist zu dämlich und romantisierend und zwar romantisierend dämlich. :)

  6. 6 antifo 23. Februar 2010 um 16:40

    OT bzw. nicht-OT:

    Perestroika auf amerikanisch?
    http://wp.me/pzNay-5Y

  7. 7 Prosemit 23. Februar 2010 um 18:04

    antifo 23. Februar 2010 um 16:40

    Perestroika auf amerikanisch?
    http://wp.me/pzNay-5Y

    Danke, gut geschriebener Beitrag.

    Ich muss mich öfters auf der “Kaisertreuen Jugend” herumtollen. Als hoffnungslos altmodischer Mensch mit dezentem Schmiss und Großvater mit zerschlagenem Gesicht…

  8. 8 netzwerkrecherche 23. Februar 2010 um 19:10

    @Karl Eduard
    “…romantisierend dämlich”

    Selbst die beste Militärmacht wird nichts an dem Zustand des schleichenden Unterganges der sie innehabenden Zivilisation ändern. Jede, sei sie auch eine weltumspannende Macht, zerfällt früher oder später von innen. Macht bedeutet auch Wohlstand, und Wohlstand führt zu Degeneration. Bei der Wahl zwischen beiden Optionen “Wohlstand” und “Regeneration” wird sich das Individuum immer für den Wohlstand entscheiden; einige Visionäre, Fanatiker, “Fundamentalisten”, “Geisteskranke” und andere als “Extremisten” titulierte Personen und Grüppchen ausgenommen. Der Untergang ist also unausweislich, oder, wie der Konservative Weißmann so schön formulierte: “Masse ist unumkehrbar”.

    Daher auch die Schlußfolgerung auf die schwarzmalerische Frage:

    Wo könnte Europa stehen, wenn es den zweiten dreißigjährigen Krieg verhindert hätte.

    Nicht woanders als heute. Eben, weil das Deutsche Reich in seiner staatlichen Konstitution dann mit Großbritannien oder Frankreich – den “Kriegsgewinnern” – vergleichbar wäre.

    Waffengeklapper nach außen verlängert bestenfalls das Sterben. Stärkung nach innen wäre die Option. Diese Stärke hat jede Barbarengruppe der anonymen, wankelmütigen Messengesellschaft voraus.


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