Alles für das Wohl des Volkes

ist das Motto der SED/PDS/Die Linke, um das aber zu erreichen, das Wohl, muß es ihm, dem Volk und Schutzbefohlenen,  erst einmal richtig schlecht gehen, sonst wüßte es  doch gar nicht zu schätzen, was die Genossen Kipping, Ramelow, Ernst und die anderen Tannenbäume so für das Volk  tun. In der Ukraine mussten ja auch erst mehre Millionen Konterrevolutionäre verhungern, bis sie wieder die Freuden einfachen Gerstenbrotes entdeckten, und wenn der Genosse Jermak eine Demonstration anmeldet, nach der Berliner Geschäfts- und Autobesitzer vor den Trümmern ihrer Habseligkeiten stehen, dann können sie das friedliche Leben zuvor erst  so richtig würdigen.

Auch zu Zeiten des besseren Deutschland, der DDR, atmeten die Arbeiter, Bauern und die Angehörigen der werktätigen Intelligenz Schadstoffe kiloweise ein, bevor sie während des Ostseeurlaubs merkten, wie relativ saubere Luft sich in den Lungen anfühlt.

Die Schadstoffbelastungen lagen in Merseburg in den Jahren 1989 und 1990 sogar sehr deutlich noch über denen von dem Gebiet um Bitterfeld, das allgemein als uneinholbarer Gipfel der Umweltverschmutzung im Arbeiter- und Bauernstaat galt. So wurden allein im Jahr 1989 in und um Merseburg 100 131 Tonnen Staub in die Luft geblasen. …

Die Merseburger Schwefeldioxydbelastung betrug mit den 326 269 Tonnen 1989 ein knappes Drittel der Belastung in der gesamten alten Bundesrepublik. Sie schlugen 1989 dort mit insgesamt 1,039 Millionen Tonnen zu Buche. “Die durchschnittliche Emission von 689 Tonnen in der Region pro Quadratkilometer und Jahr betrug im Vergleich zum Gebiet der alten Bundesrepublik somit sogar etwa das 165-fache”, sagt Ramm. Die höchsten Schwefeldioxyd-Konzentrationen wurden ebenfalls in der Region Merseburg ausgewiesen. Sie erreichten im Jahresmittel mit 270 bis 380 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft absolute Rekordwerte. …

Anschaulich werden diese Messwerte im Vergleich zum Jahresmittel von München. Dort waren es fast nicht messbare 17 Mikrogramm pro Kubikmeter. Und selbst im Ruhrgebiet wurden damals nur 32 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft gemessen. “Dabei wusste der Staat ganz genau, dass er Gesetze verletzte”, so Ramm. …

Aber wer war der Staat? Der Staat war die Sozialistische Einheitspartei Deutschlands, die ihre Heimstatt heute in der DIE LINKE hat und uns von dort aus erzählt, wie befreiender und erfolgreicher doch sozialistische Wirtschaftspolitik ist, eine Wirtschaftspolitik, die eine derart miese Arbeitsproduktivität aufwies, daß es nicht einmal zu Schadstofffiltern reichte. Eher vergifteten sie Unsere Menschen, die es dadurch, durch die Einsparung von Abgasfiltern, später einmal besser haben würden. Und wenn nicht sie, dann ihre Kinder, deren Enkel oder die Enkel ihrer Enkel. Und kein Paradies nach dem Tode, worauf sich der lungengeschädigte Merseburger hätte freuen können.

Und wer glaubt, inzwischen wäre diese Menschen von der kranken Idee Sozialismus  gesundet und die Genossen mit den Jahren geistig stabiler  geworden, der ist schief gewickelt. Alles für das Wohl des Volkes eben.

Auch die Bäume im Wald

2 Antworten zu „Alles für das Wohl des Volkes“


  1. 1 Prosemit 8. März 2010 um 07:19

    “Dabei wusste der Staat ganz genau, dass er Gesetze verletzte”, so Ramm.

    Hmmm, der Staat war auf dem Wege, den segensreichen Lehren des Marxismus-Leninismus zum endgültigen Sieg zu verhelfen und den Menschen aus der Knechtschaft des Menschen zu befreien. Dass da ein paar Umweltgesetze auf der Strecke bleiben, gehört zum unvermeidlichen Kollateralschaden.

    Im gelebten Vorbild des Grossen Bruders im Kolymagebirge wurden auch nicht immer alle Arbeitsschutzgesetze eingehalten. Dort war es aber noch weniger tragisch, denn es traf sowieso nur den Abschaum der Konterrevolution.

    Heute wendet sich alles zum Guten. Ein brütendes Taubenpärchen kann locker Millioneninvestitionen und dutzende Arbeitsplätze vernichten. Das ist auch gut so, denn : Zuerst stirbt die Taube, dann stirbt der Wald und dann stirbt das Meer oder so ähnlich.

  2. 2 Ernie Souchak 8. März 2010 um 16:39

    Was kümmert die Sozialisten die Vergangenheit? Damit hat die SED/PDS/Linke bis auf devote Heiligenverehrung ihrer Vorkämpfer sowieso nichts am Hut. Vergangenheit, pah! Das ist ja so was von reaktionär. Die Zukunft ist es, die zählt. Die marxistische Ideenkiste wurde noch nie richtig angewandt. Diesmal klappt es bestimmt. Und wenn nicht? Egal, es gibt keine Vergangenheit bis auf devote Heiligenverehrung der gepriesenen Vordenker. Der Marxismus wurde noch nie richtig angewendet. Die Zukunft zählt. Und sollte der Sozialismus versagen, macht das auch nichts. Dann wurde er eben nicht richtig ausgeführt und die Vergangenheit kümmert die Sozialisten nicht. usw usw usw


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