Archiv für März 2010



Ehrliche Diebe

gründen einen Verband. Schreibt DER WESTEN. Wie, fragt man sich, kann es ehrliche Diebe geben? Oder marktwirtschaftliche Sozialisten? Das ist doch absurd.  Und genau so absurd ist es, wenn liberale, also freiheitliche, Moslems sich zusammenschliessen. Gilt da plötzlich der Koran nicht mehr und Allahs Wort? Und wer ist Sprecherin des Vereins? Eine Lamya Kaddor, die dadurch aufgefallen ist, daß sie über die Forderungen ihrer Schüler, die, die ihr Recht auf Meinungs- oder Kunstfreiheit wahrnehmen, zu töten, nonchalant hinweggeht. Ist das nicht wunderbar? Wie liberal und tolerant Muslime sein können? Ich glaube schon. Und gut, daß es jetzt so etwas gibt.

Lamya Kaddor im Gespräch

Der Weihnachtsmann heisst Fortuna

Aus des ehrenwerten Prosemits reichem Fundus. Bevor der Weihnachtsmann der Segnungen flexibler Schüttgutbehälter teilhaftig wurde, schleppte er die Geschenke noch in unhandlichen und sperrigen Füllhörnern. Ob die dann jemals leer wurden und warum er hier völlig ohne auf amerikanische Traditionen zu achten, sich den Kindern direkt zeigt, das weiß nur das Weihnachtsmann Hauptquartier alleine, das sich im Unternehmen von A. Kohler befindet und nicht etwa am Nordpol! Damals jedenfalls. Und Stiefel hat er auch nicht an. So was unpraktisches.

Prager Frühling

Über Leute mit lustigen Hüten und die unendliche Toleranz der demokratischen Sozialisten.

Der Film

Schnuckiputz hat Autschi

Große Aufregung im Elternrund in Berlin. Schnuckiputz hat Autschi. Böser Lehrer hat ihm den Arm gedrückt. Ja, darf das denn sein, daß, so meinen die Eltern, die man gleich für 14 Tage ins Gefängnis stecken sollte, wegen Kindesverwahrlosung, sich ein Lehrer in der Klasse gegen ihr unerzogenes Balg durchsetzt? Wo das die Eltern dieser herzallerliebsten kleinen Tyrannen doch auch nicht tun? Unser Kind ist nicht so. Wenn wir sagen, geh, dann geht es oder nicht und das sofort. Und dann müssen wir das eben mit Kevin ausdiskutieren und einen Konsens finden oder einen materiellen Anreiz schaffen. Ach Du meine Güte, mein Kind hat blaue Flecken am Arm, da fragt man sich doch, was das für eine Schule ist, an der blaue Flecken diesen Seltenheitswert haben, wo man liest, daß Prügeleien unter Schülern oder Überfälle auf Schüler, wegen der sozialen Umverteilungsgerechtigkeit, die DIE LINKE propagiert, an der Tagesordnung sind und wie, fragt man sich, muß es in einer Lehrerin aussehen, die keinen anderen Ausweg mehr weiß, als so einem verwahrlosten Früchtchen den Stuhl unter dem Arsch wegzuziehen, was muß die vorher alles ertragen haben, von den herzallerliebsten Kinderlein? Und sollten dafür nicht eigentlich die Eltern dieser Mißratenen geohrfeigt werden? Ich denke schon.

Bildungsdiebe am Werk(2007)

Luftangriff auf Helgoland

titelt das HAMBURGER FREMDENBLATT vom 4. Dezember 1939, das dem ZEITUNGSZEUGEN beiliegt, dessen Thema der russisch-finnische Krieg ist. Wir wissen ja, wenn die Sowjetunion, Hort und Hoffnung der Freiheit liebenden Völker, in jener und der kommenden Zeit, präventiv mit der Roten Armee in Nachbarstaaten einrückt, weil deren Regierungen die bescheidenen Wünsche der sowjetischen Völker brüsk zurückweisen, dann ist das völlig etwas anderes, als wenn das deutsche Volk, vertreten durch Adolf Hitler, es tut. Der Kommentator schreibt:

… Die Baltenstaaten haben klugerweise den Weg der Verständigung mit der Sowjetunion gewählt. Finnland hat den Weg eines ebenso heroischen wie nutzlosen Widerstandes gewählt, weil es den agitatiorischen Einflüsterungen der Westmächte unter Führung Englands und Amerikas erlegen ist. Heute blutet es auf Grund der gleichen Ursachen , die auch Polen in das Elend gestürzt haben. …

Die keinesfalls darin liegen, daß sich ein mächtiger Staat nimmt, weil er glaubt, er kann es sich nehmen. Japan führt zu diesem Zeitpunkt übrigens immer noch Krieg in China, was es auch schon vor 1939 getan hat, trotz schwerer und gewichtiger Worte des Völkerbundes.

Beim Luftangriff englischer Bombenflugzeuge auf Helgoland wurde ein Fischlogger getroffen, schreibt das Blatt, während sich der deutsche Passagierdampfer „Watussi“ selbst versenkte. Und in 20 Tagen ist Heiligabend.

Der deutsche Passagierdampfer „Watussi“ ist am Sonnabend auf der Höhe des Kap der guten Hoffnung von seiner Besatzung durch Anbohren versenkt worden, nachdem er von südafrikanischen Bombenflugzeugen entdeckt worden war. Die Bombenflugzeuge hatten dem Kapitän des Dampfers Anweisung erteilt, den Hafen von Simonstown anzulaufen. Der Kapitän lehnte jedoch ab und zog es vor, sein Schiff durch anbohren zu versenken.

Das SONNTAGSBLATT STAATS-ZEITUNG und HEROLD übernimmt die Meldung:

Lissabon, Portugal, 9. Dez. – Fünfundzwanzig deutsche Staatsangehörige, die im Militäralter waren, wurden unweit hier vor der Küste von einem britischen Kriegsschiff von dem portugiesischen Dampfer „Carvalho Araujo“ heruntergeholt und gefangen gesetzt. Sie befanden sich auf der Heimkehr von den Azoren.

Wer jetzt, 1939, schon alle Geschenke fürs Weihnachtsfest hat, der kann sich auf 1940 freuen, denn da gibt es den tollen Katalog, den der ehrenwerte  Kommentator Prosemit bereitstellte, und was schenken wir unseren Kindern? Ein Killerspiel, das so realistisch* ist, daß alle folgenden Amokläufe in Amerika auf dessen verderblichen Einfluß zurückgehen müssen. Sagen deutsche Töpfchenpsychologen. Und wo sie Recht haben, da haben sie Recht.

*Die kindliche Phantasie, die früher ausreichte, sich heranjagende Flugzeuge vorzustellen, um sie dann mit hochwirksamen Gummipfeilen treffgenau vom Himmel zu holen, hat sich heute allerdings in die Redaktionsstuben deutscher Zeitungen, Rundfunk- und Fernsehanstalten verkrümelt, aus denen sie auch nicht mehr ausziehen wird.

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