Anschlag auf den beliebtesten Bundespräsidentenamtsanwärter seit Bestehen dieses Amtes. Gaucks Wagen in Unfall verwickelt, schreibt die MÄRKISCHE ALLGEMEINE, und das Bild der Heiligen Margot Käßmann erscheint vor unserem Auge, besoffen, bei Rot über eine Ampel rasend, im Bewußtsein ihrer Rechtschaffenheit, und bleierne Furcht umkrampft unser liebend Herz, hat DIE LINKE wieder zugeschlagen? Oder gar der Herrgott? Noch dazu, wo der Fahrer von der SPD gestellt wurde, einst Vereinigungspartner mit der KPD, später, im Zorne getrennt und jetzt einem neuen Honigmond zustrebend.
Nein, es war „nur“ ein Radfahrer, der, so schildert es verharmlosend die Polizei, unerlaubt auf der linken Straßenseite unterwegs war, um sich dann plötzlich, unerwartet und ohne Helm auf das Auto des Bundespräsidentenamtsanwärters zu werfen, in der Absicht, den rüstigen Greis zu traumatisieren um ihn aus dem Rennen zu nehmen. Erwartungsgemäß zeigte Herr Gauck sich auch betroffen vom Schicksal seines Attentäters und besuchte ihn sogar im Krankenhaus, dennoch kann er uns, die wir ihn durchschauen, nichts vormachen. Jemand, der einfach so Radfahrer über den Haufen fahren lässt, kann der für das Hohe Amt überhaupt der Richtige sein? Ich glaube nicht.
Darf so was wieder reden dürfen?

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