Jetzt sind wir alle beruhigt. Unser Integrationstalent, Sozialministerin Aygül Özkan hat klargestellt: Niemand von der Presse oder den Sendern muß eine Mediencharta unterschreiben, bei der sich die Unterzeichner darauf einigen, türkische oder libanesische Tottreter, die Ali oder Serkan heißen, nur noch Fritz und Witja zu nennen und so extra sensibel mit den Problemen umzugehen, die die ARD nur ganz, ganz spät nach Mitternacht ausstrahlt, wenn sowieso alles schläft. “Bei dem Runden Tisch geht es um eine Diskussion auf Augenhöhe. Eine Unterschrift wird selbstverständlich von niemandem verlangt“, sagte eine Ministeriumssprecherin der in Hannover erscheinenden “Neuen Presse”. Natürlich muß niemand unterschreiben, künftig jeden, mit özkanschem Hintergrund, der halbwegs Deutsch radebrechen kann und nicht vom Sozialstaat lebt als zu bewundernden Integrationserfolg zu bejubeln, an der Straße der besten Integrierten, sozusagen. Wo auch der Stachanowflugunternehmer Öger dauerhängt. Niemand muß. Es kann auch jeder der tapferen Eingeladenen mit fester zittriger Stimme sagen, nein, Genossin Gleichschaltungsministerin, ich sehe es als die Aufgabe meiner Zeitung oder meines Senders an, kritisch die Realität abzubilden und Probleme und Gefahren zu benennen, ich mache diese freiwillige Kastration nicht mit. Kann jeder tun, in der illustren Runde der Anwesenden. Der wird sich dann aber die Frage gefallen lassen, die auch jetzt schon immer Leser stellen, weil sie völlig von der Rolle sind, wenn Zeitungen mal ausnahmsweise kritische Artikel die sich mit dem Volke Özkan befassen, ob diese widerliche Hetze gegen Muslime sein muß, die hier ja auch nur vom Sozialstaat leben wollen und von Geldwäsche oder der Straßenraub und immerhin gibt es sogar Gemüsehändler, die schlagen ihre Frau erst zuhause! Ja, das sollte man doch mal bedenken. Nicht?
Bild: Isch schör: Wir wollen uns nur darüber am Runden Tisch unterhalten, was Zeitungen schreiben und was sie nicht schreiben. Das ist keine Zensur. Isch schwör. Alles ist freiwillig. Wie in der Türkei. Da muß auch niemand fürchten, ermordet zu werden, wenn er unsensibel über das schreibt, was meine Heimat mit den Armeniern gemacht hat. Oder mit den Kurden tut. Auch denen, die keine Bomben werfen.
Unser Dauerbester
Seit 40 Jahren muß Vural Öger als Erfolgsmodell herhalten. Weil die Medien niemand anderen finden. Oder nicht suchen. Aber nicht jeder Türke kann Bundestagsabgeordneter oder Flugunternehmer werden. Das demotiviert große Teile, die deswegen eine Laufbahn als Türsteher, Gemüsehändler, Geldwäscher oder HARTZ IV anstreben. Zum Glück haben wir jetzt auch Aygül Özkan. Denen immer wieder von Feinden der Integration Fallen gestellt wird.
Frau Shavan nannte als Beispiel noch den Balltreter Özil, der als Beispiel für die türkische Elite gelten kann, der wir täglich auf Knieen danken sollen, daß sie wie die Trümmerfrauen Deutschland aus den Trümmern bauen.
http://www.focus.de/politik/deutschland/integration-schavan-lobt-tuerkische-elite_aid_533775.html
Na ja. Der Dauerbeste mußte vor kurzem sein Unternehmen verkaufen. Er hat etliche Millionen Schulden angehäuft. Nein, nicht er, das Unternehmen. Da muß man schon trennen und vor allem kultursensibel berichten.
Ansonsten sieht es mit den Erfolgsmodellen eher mau aus.
@netzwerkrecherche
Shavan lobt die türkische Elite? Elite? Na, das ist aber sowas von sozialdarwinistisch, wo wir doch wissen, das ganze Unglück auf der Welt kommt von den Eliten, die gerade in Hamburg durch dieses Dingsbumsschulmodell bekämpft werden sollte. Elite! So etwas können sich nur die Türken leisten, eine Elite zu haben, die offenbar schon da anfängt, wenn man in Deutschland verständliches Deutsch spricht und nicht vom Sozialstaat lebt.
@Prosemit
Dennoch ist der Stachanowarbeiter Öger ungebrochenes Beispiel und Vorbild. Trotz alledem.
Wat den ein sein Unterschicht, dat is den annern sein Elite.
Oder: Wenn die Sonne der Kultur niedrig steht, dann werfen selbst Zwerge lange Schatten.
Sehe gerade, dass Frau Özkan noch an ihren Argumenten
nachschnitzt, so dass die Pressefritzen bei ihr dann doch
eigenhändig Unterschrift leistenn.
Ihr Dialog auf Augenhöhe läuft in vollem Gange.