Sehr geehrter Herr Bundespräsident,
für Ihre Arbeit möchte ich Ihnen aufrichtig meinen Dank abstatten. In Ihrer Amtszeit ist das Land wieder ein Stück mehr Deutsche Demokratische Republik geworden, besonders die älteren Ostdeutschen dürfen so erleben, daß die gewohnten Zeiten wiederkommen, als DIE PARTEI immer Recht hatte und sonst niemand. Im Grunde genommen konnten sie mit Freiheit sowieso nie viel anfangen, womit ich jetzt nicht Sie, sehr geehrter Herr Bundespräsident, meine, sondern die Bewohner der ehemaligen DDR. Viele werden sich leicht wieder in ihre gerade mal vor zwanzig Jahren verlassenen Nischen eingewöhnen, einige aber nicht und, und das ist mein Anliegen, mit denen bitte ich Sie, sehr geehrter Herr Bundespräsident, gnädig zu verfahren.
Sie entscheiden ja inzwischen auch, ob jemand seinen Arbeitsplatz behalten darf oder nicht. In zwanzig Jahren, frei von Repression, da kann man schon mal übermütig werden und sein Maul aufreissen, wie der Volksmund sagt, oder ein Buch schreiben. Daß Sie, verehrter Herr Bundespräsident es dem Thilo Sarrazin geben mußten, das versteht sich von selbst, das war sozusagen Normalität in der Deutschen Demokratischen Republik, daß da nicht jeder einfach Bücher schreiben durfte und wenn, dann wären die bestimmt nicht verlegt worden. Womit bewiesen ist, in welch famosem Land wir leben dürfen.
Dieser Stefan Heym hat ja auch immer solche Bücher geschrieben, die wurden dann in der Bundesrepublik Deutschland verlegt, um die DDR zu ärgern. Heute ist das aber gar nicht mehr notwendig. Warum es dann doch ein Verlag tut, das begreife ich nicht. Ich rechne es Ihnen auch hoch an, sehr geehrter Herr Bundespräsident, daß dieser Herr Sarrazin noch nicht unter Hausarrest steht, wie damals ein Robert Havemann. Ich finde, da sind Sie zu nachsichtig, die verehrte Frau Bundeskanzlerin könnte Ihnen da Geschichten aus der DDR erzählen, da sollten Sie sich ein Beispiel nehmen, wie mit solchen Menschen umgegangen werden sollte, die das friedliche Zusammenleben der Völker stören.
Auch sonst wünsche ich Ihnen, sehr geehrter Herr Bundespräsident, und Ihrer Frau, noch viel Glück auf den weiteren Lebensweg, ich denke, sie tun das Beste für unser Land.
Hochachtungsvoll …
Unser Bundespräsident lernt schnell. Und ist dankbar für jedes Stöckchen, das man ihm hinwerft. Fang, Fass Wuffi!
Scheiße !
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Der isso -
und hält die
Huldigung
für echt!
Boah – eyh
Ich hoffe, Du hast den Brief tatsächlich abgeschickt. Jedoch steht zu befürchten, daß er zu subtil ist…
Gruß,
fnord
dein text ist das tüpfelchen auf dem i
musste unbedingt abschicken
der wird gar nicht verstehen, was du meinst
http://www.politplatschquatsch.com/2010/09/es-geht-keine-trane-aus-reisen.html
Das glaube ich auch. In dem Text sind ja Sätze mit mehr als vier Wörtern, wie soll der denn die verstehen, der bräuchte doch mindestens einen Satzzerkleinerer, der ihm den Inhalt Wort für Wort erklärt.
Vielleicht ist es ratsam, den Brief nicht abzuschicken, nachher versucht der tatsächlich ihn zu verstehen, kriegt einen Hirnschlag vor Überanstrengung und dann stände diese Provinz der unten herum mächtigen, aber oben herum dürftig ausgestatteten Führerin der Politikerkaste wieder ohne Bundespräservativ da.
@PPQ
Danke. Ich hoffe Ihr habt die Kommasetzung korregiert.
Chapeau. Ich hoffe, du hast das so dort im Gästebuch eingereicht.
Hurra!
Sie haben meinen Tag gerettet.Ich habe dem Herrn Budespräsidenten auch geschrieben, mehrmals ohne Erfolg. Mein Brief war höflich aber bestimmt. Es kamen Worte wie Grungesetz, Schaira und Eid darin vor.Ganz zum Schluss, habe ich in einem Schreiben dann noch die schönen Arme seiner First Lady gelobt aber keinen Weg zu seinem Herzen gefunden. Überhaupt wird es immer schwerer irgendwelche Kommentare unterzubringen.Lösch Lösch….So bin ich regelrecht gestresst ein offenes Zeifenster zu erwischen und dann effizient zu nutzen!
Ich grüße alle Mit-Quartalsirren (C.Roth)