Kolonialverbrechen in Afrika

Erschütternder Bericht, wie das fröhliche afrikanische Volk schamlos belogen wird, um sich in den Besitz seiner Bodenschätze, hier Dinosauerierknochen, zu bringen. Ein bisher unaufgearbeitetes Kapitel deutscher Kolonialpolitik, das die Schrecken des berüchtigten “Hänge – Peters” und die Auslöschung der lebenslustigen Hereros, dieselben, die doch nur  in aller Ruhe kulturwerkstätteln wollten, verblassen lässt. Eine “Allee der gestohlenen Dinosaurier” harrt in Berlin noch ihrer Einweihung. Welche Krankheiten hätten die dunklen Medinzinmänner damit nicht heilen können! Wir brauchen mehr Facharbeiter vom schwarzen Kontinent! Insbesondere für unser Gesundheitswesen.

Fossile Riesentiere in Deutsch – Ostafrika. Nachdem Prof. Fraas vor einigen Jahren von einer Reise durch Deutsch – Ostafrika die ersten Nachrichten über den Fund eigenartiger Riesenknochen und Skeletteile  heimgebracht hatte, sind nun systematische Ausgrabungen vorgenommen worden, über deren großartige Resultate Dr. Hans Reck in der Umschau berichtet. Fast zwei Jahre lang hat die deutsche Expedition, die ihre Hütten an der flachen Bergkurve Tendaguru, vier Tage von dem Hafenplatz Lindi entfernt, erbaute, die ganze Umgegend des Berges nach den vielerorts aus der Erde hervorlugenden Knochenresten durchforscht. 200 schwarze Arbeiter wurden beschäftigt,  deren Mißtrauen man dadurch besänftigte, daß man ihnen sagte, die Knochen würden zu heilkräftiger Medizin verarbeitet.

Die am besten erhaltenen Funde  wurden in tieferen Erdschichten gemacht, die alle in einem ziemlich weichen, lehmigen Boden lagen. Die Ausbeute des ersten Jahres belief sich auf 700 Trägerlasten Knochen deren Gewicht nicht weniger als 20 000 kg betrug und die nach Berlin befördert wurden. Damit war eine ungemein reichhaltige Sammlung von Extremitäten riesiger Saurier verschiedensten Baues gewonnen aber es fehlten noch Wirbel, Rippen und besonders Schädel. So mußte denn weiter gegraben werden, und erst die zweite Grabungsperiode war von einem einzig dastehenden, alle Erwartungen übertreffenden Erfolg gekrönt. Diesmal wurde mit 400 Arbeitern gegraben und abermals 700 Lasten Material ans Licht gefördert, das in 148 Kisten mit etwa 30 000 kg Gewicht abgegangen ist. Als Hauptergebnis sind diesmal eine ungemein reiche Zahl von Wirbeln und Rippen, auch Schädelbruchstücke und sogar ein ganzer Schädel gewonnen worden.

Die gefundenen Knochen gehören reptilienartigen Tieren an, die zur Kreidezeit lebten und größer als der vielbesprochene Diplodocus waren. Welch ungeheure Dimensionen diese Tiere erreichten, geht daraus hervor, daß der Oberarm des von Carnegie dem Kaiser geschenkten Diplodocus – Modells 95 Zentimeter lang ist, während der Oberarm der in Deutsch – Ostafrika ausgegrabenen Tiere 2,10 Meter Länge mißt. Ein Halswirbel von 1,20 Meter Länge wurde gefunden, dann Teile eines Tieres, dessen Wirbelsäule 8 Meter lang ist, Rippen von 15 Zentimeter Breite und 8,50 Meter Länge. Eine ganze Anzahl neuer, bisher unbekannter Tierformen wurde ans Licht gefördert, große und kleine, schlanke und gedrungene, von deren letzteren z. B. ein einziges Endglied, eine Zehe des Fußes über 80 Zentimeter lang, 20 Zentimeter breit und 15 Zentimeter dick ist. *Freiburger Zeitung 27.12.1910*

3 Antworten zu „Kolonialverbrechen in Afrika“


  1. 1 Prosemit 27. Dezember 2010 um 07:20

    Nun, das afrikanische Interesse an afrikanischer Kultur und Vorgeschichte war, wie soll ich es kultursensibel ausdrücken?, eher schwach entwickelt.

    Den Ägyptern waren ihre Pyramiden völlig schnuppe, Ur in Chaldäa wäre noch heute als Tell ein Müllplatz oder bestenfalls eine Stein Lehmbruch, wenn nicht der Rassist Woolley … und an der Person Shakas interessiert in Südafrika nur, daß er der “Gründer” der Zulu Nation war, nähere Einzelheiten rund um seine Person interessieren weniger.

    Es waren die weißen Imperialisten, die die ersten Wörterbücher und Grammatiken afrikanischer Sprachen geschrieben haben, es waren Kolonisten, die die ersten Karten zeichneten und es waren Missionare, die die ersten Schulen und Krankenhäuser errichteten.

  2. 2 Prosemit 27. Dezember 2010 um 07:24

    Erstaunlich, welche Auswirkungen Tief Monika, Sabine oder welche Damen auch immer, die hier für das kalte Wetter lokal verantwortlich sind, auf andere Gegenden dieser Welt haben.

    Wir erinnern uns, hier in Deutschland ist es nur so kalt, weil keine heiße Luft aus der Sahara zu uns rast.

    Eiskalte Stürme peitschen übers Land, die Behörden schlagen Alarm: Heftige Schneefälle haben den Verkehr an der US-Ostküste teilweise lahmgelegt. Die drei New Yorker Flughafen sind geschlossen. Auch auf deutschen Straßen bleibt es glatt.

    New York – Die nördliche US-Ostküste versinkt im Schnee: Auf New Yorks drei großen Flughäfen geht seit Sonntagabend (Ortszeit) wegen eines Schneesturms nichts mehr.

    http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,736621,00.html

    Und wie erkläre ich das jetzt dem Kinde?

  3. 3 Prosemit 27. Dezember 2010 um 07:37

    BILD hat es in der Zwischenzeit auch gelesen.

    Tief Monika hat ungeahnte Auswirkungen bis nach Australien :


    Montag, 27. Dezember 2010, 06:43 Uhr
    Sommerschnee in Australien

    Sydney – Schwere Regenfälle haben im Osten Australiens zu teilweise starken Überschwemmungen geführt und auf der Insel Tasmanien hat ein Kälteeinbruch Schneefälle gebracht.

    http://www.bild.de/BILD/news/telegramm/news-ticker,rendertext=15217478.html


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