So schmeckt der Winter

In Bad Ems hat das Rodeln auf vereister Bahn mehrere Unglücksfälle zur Folge gehabt. Ein Kaufmann fuhr gegen einen Laternenpfahl und zog sich eine Knochensplitterung am Bein zu. Ein Landwirt wurde von einem Rodelschlitten angefahren und am Kopfe erheblich verletzt, so daß er in das Krankenhaus gebracht werden mußte. *Freiburger Zeitung 31.12.1910*

Schneekristalle. Ungezählte Menschen wandern noch heute über die Erde, ohne die Wunder der Schöpfung je gesehen zu haben, die bei jedem Schneefall im tanzenden Wirbel zur Erde streben und sie mit flimmernden und funkelnden Sternchen und Rädchen zu bedecken. Erst bei einer, wenn auch nur schwachen Vergrößerung enthüllen diese zarten, leicht vergänglichen Gebilde ihre wunderbare Schönheit, die eine geradezu unfaßbare Vielseitigkeit zeigt, Kein Schneekristall gkeicht dem anderen, jeder ist sechsstrahlig oder sechseckig gebaut, in allen kommt dasselbe Grundprinzip der Gestaltung zur Geltung, und doch wechselt die Form und Ausführung bei jedem Schneestern ab. Welche Kräfte aber schaffend und formend ineinandergreifen, daß aus dem flüssigen, luftförmigen Elemente solche Kunstwerke entstehen, das Werden des Schneesterns selbst, das sind immer noch Rätsel, die aller Wissenschaft trotzen.  … *Coburger Zeitung 31.12.1910*

 

6 Antworten zu „So schmeckt der Winter“


  1. 1 Prosemit 31. Dezember 2010 um 06:11

    Ich habe mich geirrt! Ja, ich bekenne ganz, offen, daß ich mich geirrt habe.

    Ich dachte, dass sich die Potsdamer Klimakatastrophiker erst wieder beim ersten warmen Sonnenschein melden. Nein, sie sind so mutig und schicken ihre dritte Garde schon jetzt an die Informationsfront. Und mit was für einem Paukenschlag! Alle Achtung!

    Nicht zwei Grad wärmer, auch nicht drei, vier, fünf, sechs, nein wir bieten jetzt 8 GRAD!

    Unsere Systeme sind erschreckend verwundbar
    Die derzeitige Winterkälte in Europa ist alles andere als ein Beweis gegen die Erderwärmung. Klimaforscher prognostizieren bis zum Jahr 2200 einen Temperaturanstieg um acht Grad. Doch die fossile Zivilisation hat sich möglicherweise schon früher zerstört.

    Nun, ich kenne keinen “Klimaforscher”, der die Chuzpe hat, mit acht Grad ins Feld zu ziehen, auch nicht für 2200, denn das bedeutet ja 16 Grad in 2300 und um die 60 Grad dann irgendwann um 2800… aber lassen wir die hinteren Potsdamer Reihen selbr zu Wort kommen :

    Die derzeitige Winterkälte in Europa ist alles andere als ein Gegenbeweis, sondern könnte durch die globale Erwärmung noch verstärkt werden. Kollegen haben den entsprechenden Mechanismus entdeckt: Durch das Schmelzen des Eises in der russischen Karasee kann sich ein Hochdruckgebiet bilden, das arktische Winde nach Eurasien umlenkt und damit zu extrem kalten Temperaturen in Europa führt.

    Der junge Mann kennt sich in der englischen Literatur nicht aus, sonst wüßte er, daß die NOAA National Weather Service Office in Miami gerade den Dezember als den kältesten in der Geschichte der Wetteraufzeichnungen ganz offiziell erklärte – ein weiter Weg von der Karasee, von der Rekordkälte in Südamerika einmal ganz abgesehen.

    Es sind also im Grunde gar nicht die vorhersagbaren Folgen der Erderwärmung, wie der wahrscheinliche Verlust des „ewigen Eises“ am Nordpol, die uns Sorgen machen sollten. Es sind tatsächlich die Ereignisse, die wir nicht vorhersagen können, die unsere Grenzen bestimmen.

    Das ist Prosa pur, der junge Mann sollte Romancier werden. Ist es nun die schreckenerregende Erderwärmung oder nicht? Ist nicht das Schicksal des ertrinkenden Eisbärenjungen unsere größte Sorge?
    Und was können wir nicht vorhersagen, wenn wir eine Temperaturerwärmung von 8 Grad bis 2200 vorhersagen können?

    So war der Sommer 2010 wieder einmal ein Sommer der Extremereignisse, und wieder können wir Klimaforscher die Geschehnisse nicht eindeutig auf den Klimawandel zurückführen. Das wird niemals mit Sicherheit möglich sein, denn generell kann kein Einzelereignis auf den globalen Erwärmungstrend zurückgeführt werden. Die Frage ist: Müssen wir dieses wissenschaftliche Kunststück vollbringen, um zu wissen, wohin die Reise geht? Und die Antwort ist: Nein. Denn schon jetzt ist praktisch sicher, dass wir in einer sich rasant erwärmenden Welt häufigere und stärkere Extremereignisse zu erwarten haben.

    Elegant. Wir wissen zwar nichts und können auch nichts auf die menschengemachte Klimaerwärmung zurückführen und wir können uns auch die Mühe sparen, dafür wissenschaftliche Grundlagen zu finden, denn jetzt kommen sie : DIE KATASTROPHEN. Der Schreiberling kann von Statistik keine Ahnung haben, denn die “rasant erwärmende Welt” mit immer mehr “Extremereignissen” gibt es schlichtweg nicht.

    Da die Ergebnisse auf physikalischen Grundgleichungen beruhen, werden sich die Projektionen der unterschiedlichen Forschergruppen weltweit kaum unterscheiden. Was wir aus unseren neuesten Studien schon jetzt sagen können, ist: Wir befinden uns weiterhin auf dem wärmsten der möglichen Zukunftspfade.

    Hach, alleine das Wort “Zukunftspfade” – Courths-Mahler für angehende Wissenschaftler. Und die freche Behauptung von “physikalischen Grundgleichungen”. Von Physik hat keiner eine Ahnung, der gekoppelte nichtlineare chaotische Systeme langfristig berechnen will.

    Die Temperaturprojektion ergibt eine Erwärmung von mehr als acht Grad im Jahre 2200. Das wird die Konsequenz sein, wenn wir einen Großteil der bislang entdeckten fossilen Energieträger wie bisher mit jährlich ansteigender Intensität verbrennen.

    Leider folgt die Temperaturkurve schon heute nicht der CO2 Konzentration und ganz im Geheimen – sie folgte noch nie der CO2 Konzentration.

    Auf den Unfug mit dem Meeresspiegelanstieg und der Dürre in Afrika lohnt sich nicht einzugehen. Er ist längst widerlegt. Aber der Schlussatz hat wieder literarusche Qualitäten

    Die Wand, auf die wir zufahren, liegt im Nebel, aber sie ist da!

    Der Nebel ist im Kopf des Autors. Aber er ist entschuldigt. Er hatte die Vorgabe, genau diesen Unfug zu formulieren.

    http://www.faz.net/s/RubCF3AEB154CE64960822FA5429A182360/Doc~EACFAE80F096B41CAA86E43EE8D641962~ATpl~Ecommon~Scontent.html

  2. 2 Karl Eduard 31. Dezember 2010 um 06:18

    Der Autor muß sich jedenfalls nicht rechtfertigen, da er in 190 Jahren sowieso verwest sein wird.

  3. 3 Prosemit 31. Dezember 2010 um 06:23

    Karl Eduard 31. Dezember 2010 um 06:18

    Der Autor muß sich jedenfalls nicht rechtfertigen, da er in 190 Jahren sowieso verwest sein wird.

    Ja, aber er hat zumindest auf das Damoklesschwert und die Gefahr, die uns allen droht, hingewiesen. Hamburg im Wasser versunken und Dürre in der Sahara. Und ein Kompliment. So schön schauerlich kann es der Vergessliche Alte aus Potsdam nicht ausmalen.

  4. 4 Easterner 31. Dezember 2010 um 09:23

    Es ist ueberhaupt immer wieder erstaunlich, wie Politiker, allen voran unsere Bundesfuesikerin, und ihre Hofnarren sich um die ferne Zukunft sorgen, die sie und wir nicht mehr erleben werden. Dabei ist das Land schon jetzt pleite und wird von Mohammedanern ueberrannt. Sollte der Klimaschwindel nur zur Ablenkung dienen?

  5. 5 Prosemit 1. Januar 2011 um 19:26

    Ich weise noch auf folgenden Artikel hin :

    http://www.scirp.org/Journal/PaperInformation.aspx?paperID=3447&utm_source=newsletter&utm_medium=ijg13&utm_campaign=01

    Mit dem unspektakulären Ergebnis :

    A weak dominance of temperature changes precedence, relative to CO2 changes, indicate that the main effect is the CO2 increase in the atmosphere due to temperature rising. Decreasing temperature is not followed by CO2 decrease, which indicates a different route for the CO2 capture by the oceans, not by gas re-absorption. Monthly changes have no correspondence as would be expected if the warming was an important absorption-radiation effect of the CO2 increase. The anthropogenic wasting of fossil fuel CO2 to the atmosphere shows no relation with the temperature changes even in an annual basis.

    Der Interessierte kann sich dort das Paper als PDF laden.

    In knappen Worten. CO2 hat keinen Einfluß auf die Temperatur. CO2 Erhöhung folgt einer Temperaturerhöhung und nicht umgekehrt.(*)
    Mit einem netten Nebensatz :

    Monthly changes have no correspondence as would be expected if the warming was an important absorption-radiation effect of the CO2 increase.

    Übersetzt :

    Wenn CO2 ein Treibhausgas wäre, dann mußten monatliche Wechsel der CO2 Konzentration sich auch in den Temperatutkurven abbilden und messen lassen. Sie tun es schlichtweg nicht – es gibt keine Übereinstimmung. Aber : die Sonnenzyklen sind mess- und nachprüfbar…

    (*) Klimaleugner wußten immer schon aus den Eisbohrkernen, daß die CO2 Konzentration Jahrhunderte NACH einer Temperaturerhöung ansteigt und nicht umgekehrt. Erster Glaubensgrundsatz der Church of Gloabel Warming.

  6. 6 Prosemit 1. Januar 2011 um 19:36

    Aus der Schlussffolgerung :

    The main conclusion one arrives at the analysis is that CO2 has not a causal relation with global warming and it is not powerful enough to cause the historical changes in temperature that were observed.

    Das wesetliche Ergebnis dieser Analyse ist, daß CO2 keine ursächliche Beziehung zum Global Warming hat und daß es auch nicht in der Lage ist, die beobachteten historischen Temperaturänderungen zu beinflussen.


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