800 000 Opfer der Hungerblockade

In der Festsitzung, die am Samstag in Berlin zur Feier des Geburtstages Friedrich des Großen die Akademie der Wissenschaften abhielt, sprach Geheimrat Rubner über den Aufbau der deutschen Volkskraft. Er zeigte in seinem Vortrag, wie die englische Politik der Hungerblockade den Gesundheitszustand des deutschen Volkes ruiniert habe, und glaubt die Zahl der bisher an der Hungerblockade gestorbenen Menschen auf 800 000 schätzen zu können, während der gesamte Schaden für unser Volk durch die Blockade 46 Milliarden betragen dürfte.

Diese Rechnung werden unsere deutschen Friedensunterhändler den maßlosen Entschädigungsforderungen unserer Feinde gegenüberzustellen haben. *Freiburger Zeitung 27.01.1919*

Hungertote der Blockade Leningrads

Das eine ist ein Verbrechen und das andere wird totgeschwiegen, schliesslich will man keinen Freund brüskieren, was der Autor gut verstehen kann. Was, wenn der dann plötzlich kein Freund mehr ist?

5 Antworten zu „800 000 Opfer der Hungerblockade“


  1. 1 Prosemit 27. Januar 2011 um 07:01

    Auf die Zahl der Toten kommt es nicht an, sie lag wahrscheinlich höher. Daß sie “völkerrechtswidrig” noch nach Abschluß der Kriegshandlungen war, ist für ein besiegtes Land irrelevant. Aber daß das Andenken daran so systematisch unterdrückt wird, ist eine Schande. Eine von vielen Schanden…

  2. 2 Quelle 28. Januar 2011 um 08:00

    Schön und gut das wir daran erinnern was nach dem unseligen Krieg 1914-1918 mit Hunger für den Deutschen betrieben worden ist aber viel schlimmer traf es das Volk und was übrig blieb von der Nation nach dem Inferno des Zweiten Weltkrieges. Auf Anordnung der Alliierten Besatzer wurde der gesamte Lebensmitteleinfuhr für drei Jahre lang abgedrosselt und dass begleitet bei drakonischer Okkupation und Vertreibung von Million in einem völlig zerstörtem Land. Ein alttestamentarisches Verbrechen gegen der Menschheit ohne Beispiel in der Geschichte. Hier schweigt Karl Eduard geflissentlich, warum?

  3. 3 Karl Eduard 28. Januar 2011 um 08:28

    Ja, dieser Frage sollte man einmal nachgehen. Warum schweigt der Blogautor dazu, wie auch zu vielen anderen brennenden Fragen der Vergangenheit? Wagt er sich nicht an das heiße Eisen? Hat er Angst vor Gefängnis, der Feigling? Welche Leichen liegen noch in seinem Keller? Was treibt sein Stab von mindestens Tausend Mitarbeitern, die Tag und Nacht recherchieren und, warum zum Teufel, legt er selber fest, was er für interessant hält, so daß er Mitleser teilhaben lassen will an seinen Erkenntnissen, Funden und Gedanken?

    Warum? Nur für den Kick, für den Augenblick?

  4. 4 Quelle 28. Januar 2011 um 11:47

    Erdrückend entsetzliches wie die satanische Hungerblockade unter anderem ist dem Verlierer des letzten Krieges zugefügt doch die Vertreibungen von 17 Million Menschen mit allen seinen erbarmungslosen Elementen des Hassgefühls überbietet alles bis dahin gewesenen.

    Nach der Ermittelung wer oder welchen Haftbaren haben denn diese blutgierige Art der Lebensberaubung und Recht auf Heimat angeordnet wäre ein Bericht wert. Oder ist diese diffizile Frage zu sehr verknüpft mit der Politik der NS-Führung gegenüber eine gewisse Volksgruppe um es weiter durchzuleuchten?

  5. 5 Karl Eduard 28. Januar 2011 um 11:52

    @Quelle

    Der Blogwart will jedermann nur ermutigen, sich mit dem Thema zu beschäftigen, bittet aber darum, Quellenrecherche selbst vorzunehmen und die Veröffentlichungen auf eigenem Blog zu präsentieren. Er liest dann dankbar gerne mit, er kann ja nur dazulernen.


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