Ein Mitglied des deutschen Ostmarken Vereins schreibt uns: (Der Freiburger Zeitung vom 01.02.1919.) Mit Strömen deutschen Blutes ist das russische Polen (das ehemalige Kongresspolen) vom russischen Joche befreit. Man sollte meinen , daß die Polen für diese Hochtat ein Gefühl der Dankbarkeit empfinden sollten. Aber dem ist nicht so. Es ist so gekommen, wie alle Kenner des polnischen Volkes und seiner Geschichte voraussagten. Die Polen haben ja immer Wohltaten und Entgegenkommen als Schwäche ausgelegt und darin einen Anreiz erblickt, neue politische Forderungen zu erheben und zu verwirklichen. Ob die Polen die Fähigkeit jetzt besitzen, ein großes Reich zu regieren muß sehr bezweifelt werden. Ich erinnere daran, daß das ehemalige Königreich Polen vor seinem Zusammenbruch 120 Jahre lang sich in einem Zustand der völligen Auflösung aller staatlichen Ordnung und politischer Zucht befand. Die größten Verbrechen wurden selbst von hohen Würdenträgern ungeahndet begangen, Bestechlichkeit und Mißwirtschaft herrschte in dem in Verfall geratenen Staatswesen. Innere und äußere Kriege zerrütteten das Land. Armut, Elend, Krankheiten (Syphilis: 80 Proz. bei eingestellten Rekruten) nahmen überhand. Städte und Dörfer wurden entvölkert. Die Äcker lagen wüst. Der aus Deutschen bestehende Mittelstand wurde durch Unduldsamkeit zur Auswanderung gezwungen. Mangel an Gemeinsinn, Habgier, Narrenfanatismus und Bestechlichkeit waren selbst im polnischen Reichstage in erschreckender Weise zutage getreten. Das Land glich schließlich einem leblosen Körper. Die mit Zustimmung des polnischen Reichstages erfolgte Besetzung Polens war nicht ein Unrecht, sondern die notwendige Folge der Mißwirtschaft.
Die Polen bedrohen jetzt unsere durch Jahrhunderte lange deutsche Kulturarbeit zu hoher Blüte gelangten Ostmarken. Sie haben einen großen Teil der Provinz Posen mit Einschluß der Stadt und Festung Posen besetzt und marschieren auf die Mark Brandenburg. Damit ist der Bestand und die Zukunft unseres Vaterlandes gefährdet. Unsere Volksernährung ist auf die Zufuhren aus den Ostmarken angewiesen. Dringend bedarf unsere Industrie der oberschlesischen Kohle.
In Posen hat der polnische Pöbel furchtbar gehaust. Die schmutzigsten Schandtaten hat er gegen die deutsche Bevölkerung verübt. So ist z.B. ein deutscher Kaufmann (Israelit) der sich mit Worten gegen Ausplünderung durch den polnischen Pöbel wehrte, einfach über den Haufen geschossen worden. Bei der Beerdigung wurde sein Sarg mit Kot beworfen und die Trauerfeier gestört – Bezeichnend für die Gesinnung der Polen ist auch die Äußerung eines polnischen Blattes (Dzennik Berlinski) über den deutschen Höchstkommandierenden in der Mark Brandenburg, den Sozialdemokraten Noske: “Auch er der rote Sozialist, erhebt unerbittlich seine brutale Faust gegen die Polen usw.” Auch die deutschen Sozialisten seien Todfeinde des polnischen Volkes. Obwohl “rot” bleiben sie doch Deutsche. Im Herzen aber jedes Deutschen glüht eine unermeßliche Wut und ein grenzenloser Haß gegen die … (Hier endet vorerst die Druckerfarbe.)
… Denn die Polen haben uns aus den von ihnen besetzten östlichen Provinzen die Zufuhr der Überschüsse, namentlich von Kartoffeln und Getreide, so gut wie abgeschnitten. In Oberschlesien beschlagnahmten sie die für die deutsche Industrie notwendigen Kohlevorräte. Die Not in Deutschland steigt und trotzdem nimmt uns polnische Zügellosigkeit das, was wir zum Leben nötig haben. Es werden auch die Vorräte der Zuckerfabriken im Osten von den Polen ergriffen und nach Polen verschleppt.
Man zehrt an unserem Mark, man kennt keine Rücksichten mehr auf die Lebensbedürfnisse des deutschen Volkes. Dürfen wir länger ruhig zusehen, das man uns frevelhaft das unserem Leben Nötige aus der Hand schlägt? Nein, es gilt, alle Widerstände zu organisieren und alles zu tun, um die Lebensmittelversorgung, die ohnehin äußerst mangelhaft ist, nicht noch weiter verschlimmern zu lassen. Die Überschüsse in den östlichen Provinzen sind für uns eine Lebensfrage und wir müssen sie mit allen Mitteln für uns sichern.
Heute kann der durch das deutsche Schulwesen und die Medien aufgeklärte Mensch nur mit dem Kopf schütteln über diesen unsensiblen tendenziösen “Hilferuf”. Denn natürlich wachsen Lebensmittel im Supermarkt nach und eine Industrie, die damals mit Kohlen angetrieben wurde und mit Elektrizität aus Kohlekraftwerken, haben wir heute nicht mehr nötig. Wir sind eine Dienstleistungsgesellschaft, die sich gegenseitig die Hintern wischt, die Fußnägel schneidet, den Rücken physiotherapiert, frisiert, Webseiten bastelt, die Kinder hütet, damit Elter Eins und Zwei nicht vorm Fernsehprogramm gestört werden, oder Beauftragte für irgendwas sind. Dafür geben wir uns gegenseitig Geld, das auf den Banken gezüchtet wird, und erhalten im Gegenzug von allen Kontinenten Fertigprodukte, denn da schätzt man Deutsche mit sauberem Hintern, die frisiert sind, die Fingernägel schön kurz geschnitten haben und sich auf Talkshows amüsieren.
Außerdem, wenn nichts zu Essen da ist, dann demonstriert man eben so lange, bis welches da ist. Nichts erträgt fehlendes Essen oder fehlende Bildung weniger, als wenn Hungernde und doofe Studenten lauthals protestieren und Städte anzünden, da kommt das Essen sofort angefahren. Aber, die damals hatten eben noch nicht den Bildungsstand, wie wir heute.
Und von einem Lebensmittelrettungsschirm für Polen, oder einem Kohlerettungsschirm, hatten die auch keine Ahnung. Deutschland hätte nur den Rest, den die Entente gelassen hat, zusammenkratzen müssen und Polen alles übergeben sollen, denn, würde die Kanzlerin sagen, wenn der Pole satt ist und es warm hat, dann geht es auch dem Deutschen gut oder wollt Ihr etwa eine Wiederholung von Verdun?! Na also!
Das Wort Kulturarbeit hat übrigens nichts mit Kulturwerkstatt zu tun, wenn sich Kulturwerkstättler das auch und ihrem Publikum einreden, damit sie Geld für unproduktive Tätigkeit bekommen. Kulturarbeit meinte in diesem Beitrag die Erschliessung und Nutzbarmachung des Landes. Fruchtbare Äcker, leistungsfähige Industrie, zuverlässige Verkehrswege, hervorragende Bildungsinstitute, moderne Rechtsprechung und ein fortschrittliches Gesundheitswesen. Das alles kommt nicht durch verlogene Ausstellungen zustande oder dem Rasseln von Bongos. Das hört sich jetzt komisch an. Ist aber so.
Bild: Simplizissimus 28.06.1922: Die deutschen Oberschlesier werden von Frankreichs Hunden über die Grenze gehetzt.

Ich sage auch immer, der Narrenfanatismus wird unser Untergang sein. Google spuckt im Moment leider nur diese Seite hier als einzige im Universum aus, die diesen Begriff kennt. Das sollte sich schnellstens ändern.
Ist es nicht eine Diskriminierung des Elter_innenteils 2, daß er/sie nach der 1 kommt? Und was ist mit weiteren Elter_innenteilen, die in Patchworkfamilien heute üblich sind?
Man sollte Elter_innen jeglicher Art zeitgemäß als Lebensabschnittsgesell_in bezeichnen!
Lehrer_in: “Und, Kevin-Alexandra, was machen Deine Lebensabschnittsgesell_innen?”
“Der/die eine arbeitet im Dschungelcamp als Versuchskaninchen_in, der/die andere ist Homosexuell_innenbeauftrage an einer Grundschule, der/die nächste verwirklicht sich in eine/r Kulturwerkstatt, ein/e weitere/r arbeitet in der Prostitutionsdienststelle des Asylant_innenheims, zwei weitere betreuen meine 5 Mitgeschwister_innen aus dem Kongo…”
Der Begriff der “polnischen Wirtschaft” ist deutlich älter, als die Kunst, herrenlose Autos von ihrem aktuelle abwesenden Besitzer zu befreien.
@sophist
Wohl wahr. Wir tun das unsrige.