Archiv für Januar 2011



800 000 Opfer der Hungerblockade

In der Festsitzung, die am Samstag in Berlin zur Feier des Geburtstages Friedrich des Großen die Akademie der Wissenschaften abhielt, sprach Geheimrat Rubner über den Aufbau der deutschen Volkskraft. Er zeigte in seinem Vortrag, wie die englische Politik der Hungerblockade den Gesundheitszustand des deutschen Volkes ruiniert habe, und glaubt die Zahl der bisher an der Hungerblockade gestorbenen Menschen auf 800 000 schätzen zu können, während der gesamte Schaden für unser Volk durch die Blockade 46 Milliarden betragen dürfte.

Diese Rechnung werden unsere deutschen Friedensunterhändler den maßlosen Entschädigungsforderungen unserer Feinde gegenüberzustellen haben. *Freiburger Zeitung 27.01.1919*

Hungertote der Blockade Leningrads

Das eine ist ein Verbrechen und das andere wird totgeschwiegen, schliesslich will man keinen Freund brüskieren, was der Autor gut verstehen kann. Was, wenn der dann plötzlich kein Freund mehr ist?

Verhältnisse wie in Weimar!

Nur daß es damals noch nicht möglich war, gestohlene Steuersünderndaten auf CD – Rom durch die Regierung zu erwerben. Der Staat hat aber auch kein Geld. Das schmeißt er, wie heute,  anderen Leuten in den Rachen. Nach dem Ersten Weltkrieg war es die Entente und heute ist es wieder die Entente, nur unter anderem Namen. Hinzu kommen etliche Millionen, von denen unsere Justizministerin sagt, die Deutschen hätten gegen sie Vorurteile, zum Beispiel das Vorurteil, sie würden nur einwandern, um die Sozialkassen zu plündern. Das ist natürlich falsch. Sie wandern ein, weil sie hier  ohne zu arbeiten besser leben, als da, wo sie herkamen und arbeiten mußten.

Generalpardon. Der kürzlich veröffentlichte Entwurf eines Gesetzes über eine Kriegsabgabe vom Vermögenszuwachs enthält im § 33 folgende Bestimmungen:

Gibt ein Abgabepflichtiger, bevor gegen ihn eine Anzeige erstattet oder eine Untersuchung eingeleitet ist, bei der Veranlagung zu einer direkten Staats- oder Gemeindesteuer Vermögen oder Einkommen an, das bisher der Besteuerung durch das Reich, einen Bundesstaat oder einer Gemeinde entzogen worden ist, so bleibt er von der reichs- und landesgesetzlichen Strafe und von der Verpflichtung zur Nachzahlung der Reichs-, Staats- oder Gemeindesteuer befreit.

An maßgebender Stelle hat man sich, wie die Deutsche Allg. Ztg hört, zwar schwer entschlossen, dem von vielen Seiten geäußerten Verlangen nach Erteilung eines nochmaligen Generalpardon nachzukommen. Man entschied sich aber schließlich aus folgenden  Erwägungen doch dafür: Die Abgabensätze mußten im Hinblick auf die Finanzlage des Reichs und die durch den ungünstigen Kriegsausgang geschaffenen Verhältnisse wesentlich höher als in gewöhnlichen Zeiten bemessen werden; die peinlichste Erfüllung der Steuerpflicht ist aber infolge der Not des Reichs in ganz anderer Weise Gewissensache geworden. Die schwere moralische Verantwortung, die der Steuerhinterzieher übernimmt, findet dann auch in der Androhung hoher Strafen, die der Gesetzentwurf vorsieht, ihren Ausdruck.

Der kategorische Imperativ, eine gleichmäßige und gerechte Verteilung der Lasten herbeizuführen, macht einerseits die Bestrafung derer, die gegen das Gesetz verstoßen, erforderlich . Auf der anderen Seite wollte man verhindern, daß der frühere Steuerhinterzieher in einer Art Zwangslage eine weitere Gesetzverfehlung begehen sollte. Zu diesem  Ergebnis kam man umsomehr, als Vorschriften erlassen werden dürften, die die weitgehenste Offenlegung der Verhältnisse des Abgabenpflichtigen sicherstellen sollen. Dadurch wären die früheren Steuerhinterzieher „unzweifelhaft für ihre Verfehlung zur Verantwortung gezogen worden; man sollte indes diejenigen, die jetzt die Wahrheit sagen und so ihrer Pflicht gegen die Allgemeinheit gerecht werden, noch immer vor der Bestrafung bewahren. Das sind die Gründe, weshalb – aber sicherlich zum letzten Male – ein Generalpardon gewährt werden soll. (W.T.B.) *Freiburger Zeitung 27.01.1919*

Unsere Hehlerregierung

Tagesnachrichten

Schwer gestraft. Im Stadtwäldchen in Neisse gingen Mittwochabend 2 Kupferschmiedegesellen spazieren und begegneten einer in Begleitung eines Herrn des Weges kommenden Dame. Als sich einer der Leute der Dame zu nähern suchte, zog ihr Begleiter einen Revolver aus der Tasche und erschoß den Kupferschmied auf der Stelle. Das Paar ist noch nicht ermittelt.

Die französische Flotte. Paris, 25. Januar. Der Marineausschuß der Deputiertenkammer hat dem Plane zugestimmt, im Jahre 1911 zwei neue Panzerschiffe auf Stapel zu legen. Die Regierung hatte vorgeschlagen, mit ihrem Bau Privatfirmen zu beauftragen. Der Ausschuß wird jedoch die Forderung stellen, daß der Bau auf den Werften der Admiralität erfolgen soll. Der Plan, der einen Teil des Flottenprogramms bildet,  wird in der Kammer in einigen Tagen vorgelegt werden. Der Ausschuß billigte den Bau von zwei doppelten Docks im Hafen von Toulon.

Mutmaßliches Wetter am 27. und 28. Jan. Der Luftwirbel beherrscht jetzt ganz Europa. Über Süddeutschland ist infolgedessen eine südwestliche Luftströmung entstanden, die das Wetter am Freitag und Samstag milder, zeitweilig trübe gestalten und auch vereinzelte Niederschläge, in Höhenlagen Schneefälle hervorrufen wird. Vom Feldberg. 26. Januar. Schneehöhe 90 Ztm; Skibahn gut; Rauhreif, bedeckt; Westwind; Kälte 4 Grad.

Die Pest in China. Paris. 26. Januar. (W.T.B.) Wie dem Newyork – Herald  aus Peking gemeldet wird, breitet sich die Pest im Innern von China in erschreckendem Maße aus. In Futschi – Adjen seien allein in vergangener Woche 2776 Menschen der Seuche erlegen. Der Internationale Gerichtshof in Tientsin mußte seine Sitzungen unterbrechen, da die Richter geflüchtet waren. Auch aus Peking flüchten die Europäer. *Freiburger Zeitung 26.01.1911*

Vom deutschen Ozeandampfer. Jules Huret, der bekannte Berichterstatter des Figaro, hat eine neue Entdeckungsfahrt angetreten, er will seinen Landsleuten diesmal ein Bild von dem Wesen und Werden Argentiniens geben. Zur Fahrt nach Südamerika hat er sich auf einem deutschen Dampfer eingeschifft. „Warum nicht auf einem französischenSchiffe?“ so fragt er in seinem Aufsatz und antwortet: „Es sei ehrlich und grob ausgesprochen: alle Leute haben mir abgeraten, durch falschen Patriotismus die Fahrlässigkeit gewisser französischer Dampfergesellschaften zu unterstützen. Franzosen, die die Reise nach Südamerika gemacht haben, warnten mich. Die Argentinier seufzten, daß sie ihre Sympathie für Frankreich in der Wahl der Reisegelegenheit unterdrücken müssen. „Vor zehn Jahren nahmen wir noch französische Schiffe“, so erklärte man mir hundert Mal. „Es waren die besten. Heute sind sie von den Engländern, Deutschen und Italienern so gewaltig überholt, daß die französischen Schiffe als Einwandererschiffe erscheinen. Wer sie heute noch benutzt, das sind nur die Beamten, die moralisch dazu gezwungen sind, und sie entschuldigen sich beinahe, daß sie auf diesen ungemütlichen, schlecht erhaltenen Fahrzeugen reisen. Auf den deutschen Schiffen fühlt man sich sehr wohl. Kein Brimborium, keine Pose, man hat alles, dessen man bedarf, um sich nicht ungemütlich zu fühlen. Eine Küche, die der französischen nachsteht, aber die englische übertrifft, eine liebenswürdige Aufnahme von den Offizieren der Besatzung, gut disziplinierte und eifrige Bedienung, Sauberkeit und überall Ordnung, kurz alle wichtigen Erfordernisse, die zu einer langen Seereise gehören, sind erfüllt.“ *Freiburger Zeitung 26.01.1911* Bild: Nicht die besagte Dame, deretwegen der Kupferschmiedgeselle sein Leben lassen mußte, sondern die deutsche Kronprinzessin auf Weltreise. Station Assuan. Unzweifelhaft auch eine Dame. *Wiener Bilder 18.01.1911*

Frau Leutheusser-Schnarrenberger übt Selbstkritik

Justizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) hat eine vorurteilsfreie Diskussion über Religion und ihre Rechte „statt Angstdebatten“ angemahnt. Äußerungen über den Islam und islamisches Recht blieben viel zu oft „unbeschwert von Sachkenntnis“. Donnerwetter. Das hat man sehr selten. Daß eine Ministerin sich hinstellt und sagt, „ich habe zwar keine Ahnung von der Materie, ich rede aber darüber.“ Welche Vorurteile das nun genau sind, die die Deutschen gegenüber den Muslimen hegen, und die sie schleunigst ablegen sollten, hat sie aber leider nicht gesagt. Der Autor kann es sich aber denken.

Als weiteren Schritt wird die Justizministerin,  den Abbau der Vorurteile gegen Raucher fordern. Immerhin haben wir da ja  den Kulturkampf schon und Raucher wurden weitgehend aus der Öffentlichkeit vertrieben, aus Restaurants und von Arbeitsplätzen. Die könnten sich schon vorkommen, wie die neuen Juden, würde Faruk Sen sagen, was macht der überhaupt? Und überall auf den Waren diese Warnhinweise: „Rauchen tötet“, „Rauchen schadet der Gesundheit“, Rauchen ist schlecht für Dein Neugeborenes“, dabei könnte ohne die Tabaksteuer nicht mal der Krieg gegen den Terror geführt werden, den unsere Politiker gegen die eigene Bevölkerung ausüben, Verzeihung, da hat der Autor wohl etwas verwechselt, denn der Krieg gegen den Terror wird durch Bekochen der Piraten am Horn von Afrika geführt und dient dazu, abgerissenen, traurig blickenden Somalierpiraten, einen lebenslangen Aufenthalt in Deutschland zu ermöglichen. Oder den Taliban. Oder ihren Gegnern, die dann in Deutschland ihre Bluthändeltraditionen weiterführen.

Das war jetzt wohl ein Vorurteil. Denn natürlich ist der Islam friedlich, wohingegen es seine Anhänger nicht sind, die mordend und bombend in aller Welt Schlagzeilen machen. Friedlich und tolerant, so tolerant, daß einmal die koptischen Christen in die Luft gesprengt werden, wie zur Weihnachtszeit, die Schiiten die Sunniten angreifen , die Sunniten die Schiiten, gerne auch mal die Aleviten und was es sonst noch an Unterströmungen gibt, im Islam, wenn gerade keine Christen oder Entwicklungshelfer zu Hand sind, dann bombt man sich eben gegenseitig ins Paradies. Man muß schon sehr abgehoben sein, um das eigene Volk so zu veräppeln. Aber immerhin, diese Selbstkritik, die diese Justizministerin da geübt hat, ist schon ein hoffnungsvoller Anfang. Weiter so!

Leichen pflastern ihren Weg

 

Ich möchte Ausländer werden

Sehr geehrte Frau Dr. Angela Merkel,

ich bitte um Ihre Hilfe, die Sie mir hoffentlich nicht versagen werden. Ich möchte Ausländer werden! … Dieser Wunsch hat sich sukzessiv gebildet, es gab immer wieder Dinge in meinem Leben, wo ich gemerkt habe, dass es von Nachteil ist, Deutscher zu sein und von Vorteil ist, Ausländer (klassisch) zu sein. Das tägliche Leben wird einem erheblich erleichtert, wenn man Ausländer ist. Es gibt unermessliche Vorteile bei der Bundesagentur für Arbeit, bei Behörden und sogar bei Meinungsverschiedenheiten. Wenn ich Türke bin, kann ich zum Arbeitsamt gehen und die Welt ist wieder in Ordnung. Denn immer wenn ich als Deutscher dorthin ging, durfte ich froh sein, wenn man mich höflich grüßte. Wenn ich als Türke dahin komme und man unhöflich ist, kann ich den Sachbearbeiter oder wen auch immer als ausländerfeindlich beschimpfen. Das klappt immer. Und schon werde ich in Ruhe gelassen. Wenn man als Deutscher einen Antrag, egal bei welchem Amt, falsch ausfüllt, muss man nochmals ran, sich dann wieder erneut in der Schlange anstellen und warten. Als Ausländer ist das anders, da kann ein Antrag doch einfach so ausgefüllt werden. Fehler: egal. Der Sachbearbeiter wird sich mehr als bemühen, denn es droht ja immerhin die pauschale Keule der Ausländerfeindlichkeit.

Mir ist es selber passiert, dass mir eine junge Frau mit Kinderwagen, sie trug ein Kopftuch und unterhielt sich in einer mir absolut fremden Sprache, ich denke es war türkisch, in die Hacken fuhr. Das tat höllisch weh. Ich habe die Frau angesprochen, dass sie gefälligst aufpassen solle. Weil ich dies sagte, wurde ich als ausländerfeindlich beschimpft. Sie drohte mir, dass Ali gleich kommen würde und mir Rassist eins in die Fresse gibt.

Ich hoffe, dass Sie nun langsam Verständnis für meinen Wunsch bekommen, Ausländer werden zu wollen. …  *Die Achse des Guten*

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