Schleswig Holstein. Die vom Preuß. Staatsanzeiger mitgeteilten neuesten Telegramme vom Kriegsschauplatze melden, daß am 22. d. mit Tagesanbruch eine starke Rekognoszierung der Brigaden Canstein, Roeder und Goeben mit entsprechender Artillerie bis ins Kanonenfeuer der Düppeler Schanzen unternommen wurde, welcher der Feldmarschall Frdr. v. Wrangel und Ihre Königl. Hoheiten der Kronprinz und Prinz Friedrich Karl beiwohnten. Die diesseitigen Verluste belaufen sich auf 5 Todte und 20 Blessierte, unter letzteren die 5 Offiziere der 3. Compagnie des 6. Westphälischen Infanterie – Regiments Nr. 55: Hauptmann v. Gerhardt, Lieutenant Fischer von Treuenfeld, Bendemann, von Dittfurth und v. Studnitz. Dem Feinde wurden mehrere Fahnen und etwa 200 Mann an Gefangenen abgenommen.
… Die starken Märsche und Strapazen haben unter den Truppen starke Erkältungen herbeigeführt; es kommen immerwährend Kranke hier an und füllen die Lazarethe. So eben trafen 9 Wagen, beladen mit Österreichern, hier ein; sie wurden in der hiesigen Kaserne aufgenommen, welche zum eigentlichen Lazareth noch nicht eingerichtet ist, aber dennoch genügend Bequemlichkeit gewährt. – Vor den Düppeler Höhen sind zwar Batterien für schweres Geschütz aufgeworfen, aber sie haben bis jetzt das Feuer noch nicht eröffnet. Schon längere Zeit wurden Bekanntmachungen an Pfählen, an den Wegen, die zum Kriegsschauplatz führen, befestigt, aber durch dänische Hand immer entfernt, man ist endlich dem Thäter auf die Spur gekommen, einem in Glücksburg fungierenden Lehrer, der seiner Strafe entgegensieht. … *Coburger Zeitung 25.02.1864*

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