Archiv für März 2011



Live aus Japan

Die Selbstmordstatistik 1909

Eine Selbstmordstatistik 1909 ist im neuen Vierteljahrsheft zur Statistik des Deutschen Reiches enthalten. Darnach sind in diesem Jahre auf 100 000 Einwohner des Reiches 22,3 Selbstmorde entfallen. Diese Verhältniszahl ist die höchste seit dem Jahre 1893. Im Jahre 1908 waren auf 100 000 Einwohner 21,3 Selbstmorde entfallen, eine Zahl, die in den Jahren 1903 und 1894 mit 21,7 ziemlich erreicht war. Am niedrigsten stellte sich die Verhältniszahl während des angegebenen Zeitraumes in den Jahren 1898 und 1899 (also in den Jahren besonders günstiger wirtschaftlicher Entwicklung) mit 19,9 und 19,5; für die übrigen Jahre schwankt die Verhältniszahl zwischen 21,4 und 20,2. Preußen bleibt mit 21,4 ein wenig unter dem Reichsdurchschnitt.

Innerhalb Preussens steht nicht Berlin mit 32,7, sondern die Provinz Brandenburg mit 35,0 am ungünstigsten da; es folgen Sachsen mit 32,2, Schleswig- Holstein mit 29,9 und Schlesien mit 23,3. Die wenigsten Selbstmorde innerhalb Preussens haben die Provinzen Posen mit 12,3, die Rheinlande mit 13,1, Westphalen mit 14,3, Westpreußen mit 13,7, Ostpreußen mit 15,6 aufzuweisen.  In Pommern entfielen auf 100 000 Einwohner 18,0, in Hohenzollern 20,1, in Hannover 21,6 und in Hessen – Nassau 21,7 Selbstmorde.

Was die übrigen Bundestaaten anbelangt so beträgt die Verhältniszahl für Bayern 15,6, für Sachsen 32,0, für Württemberg 20,2, für Baden 22,1, für Hessen 23,6, für Mecklenburg – Strelitz 27,8, für Oldenburg 30,3, für Braunschweig 32,5, für Sachsen – Meiningen 29,4, für Sachsen – Altenburg 40,6, für Sachsen – Koburg – Gotha 52,5, für Anhalt 38,6, für Schwarzburg – Rudolstadt 20,1, für Waldeck 15,1, für Reuß ä L. 26,8, für Reuß i. L. 36,5, für Schaumburg Lippe 18,0, für Lübeck 28,9, für Bremen 40,5, für Hamburg 36,0, für Elsaß – Lothringen 15,2. Im Verhältnis wurden also weitaus die meisten Selbstmorde in Sachsen – Koburg – Gotha, einigen anderen sächsisch – thüringischen Bundesstaaten und in den Hafenstädten Bremen und Hamburg begangen. *Freiburger Zeitung 25.03.1911*

Wir wissen nicht, was die Leute damals dazu getrieben hat, Selbstmord zu begehen, sicher waren es keine Mobbingseiten, eine drohende radioaktive Wolke und auch nicht Goethes Werther. Die Welle war lange vorüber.  Es sei aber jedem Selbstmordwilligen angeraten, sich vorher über das finanzielle Desaster Gedanken zu machen, das er mit seinem Selbstmord bei Eltern, Geschwistern oder anderen Verwandten anrichtet, weil, hinterher geht ja nicht mehr.

 

Libyen, Libyen, Libyen

Kriegslüsterne Tattergreise, die sich dadurch auszeichnen, daß sie Reportagen über ihre Restaurantbesuche drehen lassen, Journalisten, die wahrscheinlich aus Gewissensgründen nie eine Waffe anrührten, brutale Schlägertypen, die das deutsche Volk deshalb zum Aussenminister machte, sie alle eint die Sehnsucht, andere Leute totschlagen zu lassen und keine Parole ist ihnen deshalb unwert genug, um nicht gebraucht zu werden. Neben Fukushima zittert der Medienwald auch darum, was aus den libyschen Banditen wird, die sich mit anderen Banditen darum streiten, wer der neue Gangsterboss sein darf, deshalb muß sich Deutschland militärisch dort einmischen, tönt zum Beispiel Herr Broder, ob der jemals eine Kaserne von innen gesehen hat oder die Eskaladierwand bezwungen, das darf bezweifelt werden. Das libysche Volk löscht sich gerade gegenseitig aus, und was uns nicht traurig stimmen sollte, beim deutschen, was die Welt sogar besser machen könnte, wie Herr Broder nicht müde wird, bei verschiedener Gelegenheit zu wiederholen, in Libyen darf das nicht geschehen, deshalb – Volk ans Gewehr, da hallt ein Ruf wie Donnerhall, zu den Waffen, zu den Waffen,  und am deutschen Wesen muß in solchen Fällen die Welt genesen, die gesundet sowieso schon daran, daß Leute wegen des Biosprits nichts auf dem Teller und zu essen haben, warum also nicht auch ein paar Libyer totschiessen lassen, um Menschen zu schützen, denn das sind die Soldaten des Schmierendiktators nicht.

In Fragen des Sudan und der täglichen Menschenrechtsverletzungen, was wie ein Hohn klingt, wo arabische Reiterhorden andere Menschen regelmäßig umbringen und das seit Jahren und Jahrzehnten, und völlig unbeeinträchtigt von französischen und amerikanischen Kampfjets, da schaut die Koalition der Empörungswilligen bedauerlicherweise zu. Kann sein, es liegt daran, daß die Araber keine Panzer, Flugzeuge oder Artillerie einsetzen, bei ihrer Menschenjagd, kann aber auch sein, daß es eben um etwas völlig anderes geht, als Menschenrechte, Freiheit und Demokratie, denn die sollten doch wohl überall gleichwertig sein. Oder nicht?

Sudan? War da etwas?

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Heute kein Eintrag

Bin mit einem Projekt zugange, das noch völlig geheim ist. Nur so viel sei verraten, es beschäftigt sich mit der Welt-, Klima- und Menschheitsrettung und danach wird es vielen sehr viel schlechter gehen, wie heute auch, wenigen aber besser. Bürger müssen sich dann auf höhere Preise für alle Waren und Dienstleistungen einstellen aber wegen der Rettungsidee werden sie das gerne tun. Und als neuen Juden nennen wir dann die Industriekapitäne, die sollen bluten.

Nur die Sponsorensuche hapert noch etwas. Sponsoren werden für die gigantische Licht -, Laser- und Powerpoint- Präsentation benötigt, nach der dann jeder, der sie erleben durfte, davon überzeugt ist, daß sich, beispielsweise,  die Sonne um die Erde dreht und dieselbe flach ist, kurz, das klägliche Wissen, was bis dahin noch vermittelt wurde, wie Malen nach Zahlen, das ist alles null und nichtig, der Glaube an die frischen „Erkenntnisse“ zählt, die dann niemand leugnen sollte, wenn er noch ganz bei Trost ist, seine Gesundheit behalten will und in Freiheit bleiben. Natürlich darf ab und zu auch mal ein Kritiker etwas kritisches sagen, bevor er als nicht hilfreich seinen Arbeitsplatz verliert, das wird ja keine Diktatur, jedenfalls nicht so lange, wie die besorgten Bürger es nicht wünschen.

Es wird übrigens alles noch viel gigantischer als die klägliche Al Gore -  Show, derer sich die Bundeskanzlerin unablässig bedient, wenn das erst einmal durch ist, werden sich die Leute um E 10 reissen und die Tankstellenpächter verprügeln, sollten die keines anbieten,  und das wird nur eine kleine Ersatzhandlung sein, um das schlechte Gewissen zu beruhigen.

Beginnen wird es in Deutschland, wo das sogenannte BILDungsfernsehen den Leuten das Gehirn rausgewaschen hat, der Boden zu Aufnahme der neuen Weltideologie wurde also geradezu meisterhaft vorbereitet, eine Panik jagt die nächste und Leute fragen Sender an, ob es nicht ungefährlicher sei, im Bett zu bleiben, als einen Fuß unter der Decke herauszustecken, zu viele Gefahren lauern dort draussen und ich werde das Heil, verzeihung, die Rettung bringen. Mit dem nachfolgenden Personenkult werde ich schon fertig aber eine kleine Leibwache aus hundert bildhübschen Amazonen, das muß schon sein und ist meiner Rolle angemessen.

Ein ganz neuer Industriezweig wird dann entstehen, der zwar auch keinen tatsächlichen Nutzen bringt, als meine Taschen zu füllen, aber irgendwer wird die , ich nenne sie jetzt mal „Weltenrettungsapparate“ herstellen müssen, die dann klappernd, quietschend und tönend die Landschaft ergänzen, der Bürger möchte ja sehen, wofür sein Einkommen benötigt wird, ohne überdimensionierte Anlagen geht es also nicht, aber wir werden die Begründungen schon dafür liefern. Immer und immer wieder, bis es auch der letzte Jungschauspieler im Brusttone der Überzeugzung verbreitet und die, die es besser wissen, aus Angst aber schweigen, sowieso. Zivilcouragesitzen gegen die Weltuntergangsleugner darf man natürlich, falls die einzeln und zaghaft ihre Stimmchen erheben.

Auch ein privater Fernsehsender hat seine Unterstützung bereits zugesagt, er wird die ersten Massenbegeisterungen inszenieren und wenn das Eis gebrochen ist, und sich alle heulend und zitternd  umarmen, folgt der Rest der Herde von alleine. Wie gesagt, das ist noch alles sehr geheim und in Planung und nur Volltrottel plaudern ihre Pläne detailliert aus, das würde sofort diese Besserwisser und Kleingeister auf den Plan rufen. Jetzt muss erst einmal ein Doktortitel wasserdicht beschafft werden, eine Doktorarbeit und ein Stammbaum, am besten ein altes Adelsgeschlecht, eine schmucke, tätowierte Sekretärin und künftige First – Lady, die ihren Busen und ihre Tätowierungen  in die Kameras hält, wie gesagt, das vorzubereiten und zu organisieren,  kostet viel Arbeit, deshalb heute kein Eintrag. PS: Mittäter können sich hier anmelden, es muß aber frisches Personal sein, also nicht von irgendeiner Partei, also nicht durch Dauerschmarotzertum und Berufslügnerei diskreditiert. Es soll ja was ganz Neues sein und die Leute nicht rufen: „Schaut mal, der Polenz oder die Nahles (Beispiel), na, da ist doch was faul an der Sache!

Perlen vor die Sau

Waren Migranten betroffen?

Aufatmen bei Maria Böhmer (CDU). Nachdem zwanzig, in Zahlen: 20,  Türken und Araber einen 17jährigen ins Krankenhaus prügelten, der einen Internet – Mobbing – Fall schlichten wollte, kann durch  Staatsministerin Maria Böhmer (CDU), das kann man gar nicht oft genug wiederholen, CDU, Entwarnung gegeben werden. Das Opfer war lediglich ein 17jähriger. Wir können aber ganz fest damit rechnen, daß sich die Angreifer daran erinnern werden, daß er entweder „Heil Hitler“ gerufen hat, oder den Deutschen Gruß zeigte, wie weiland Bundespräsident Wulff und Gattin. Letzterer hat aber Bodyguards und wird höchstwahrscheinlich die Zwanzig für Zivilcourage mit einem Bundesverdienstkreuz auszeichnen. Und natürlich muß das Internet verboten werden. Denn gäbe es kein Internet, gäbe es kein Internetmobbing und die zwanzig Aufrechten hätten sich einen anderen Anlass suchen müssen, einen 17jährigen ins Krankenhaus zu schlagen. Vielleicht wegen Zigarretten, die dann auf der Abschußliste stünden. Andererseit könnte man sich natürlich überlegen, ob es klug ist, weiterhin die Bedingungen aufrecht zu erhalten, die die Vermehrung von solchen Schlägern in Deutschland begünstigen. Oder ihre Sippen ganz auszuweisen. Daß das eine Abschreckende Wirkung hat, glaubt der Autor nicht, aber dieselben Leute würden in Deutschland keine Gelegenheit mehr haben, Leute zusammenzuschlagen. Und in der Türkei oder Arabien sind sie sehr gut aufgehoben. Wo das doch alles Demokratien sind oder werden.

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