Bundeswehr muss attraktiver werden

Ach, was haben unsere Politiker alle gewarnt vor der Verpflichtungsarmee. Eine zweite Reichswehr sahen sie heraufdämmern, williges Werkzeug eines neuen Hitler, und nur die Wehrpflicht, von der sich so mancher Mann befreien lassen konnte, der gerade erst sein Gewissen entdeckt, konnte uns davor bewahren. Gepriesen wurden auch die mannigfaltigen Fertigkeiten, die die Wehrpflichtigen einbringen, Schulen bauen, Wasserspülung montieren,  und Brücken, das rangierte weit vor der Fähigkeit, ein Laufendes Ziel auch noch in 400 Metern Entfernung sicher zu treffen. Die Wehrpflicht, so hiess es, verbindet das Volk mit der Armee. Ersteres stand dann immer als DIE LINKE am Rande von Gelöbnissen und skandierte eifrig, “Soldaten sind Mörder!” und “Hol Euch der Taliban!” Der hat ihnen dann auch oft den Gefallen erwiesen.

Nun ist alles anders. Das Vertrauen der Demokraten ist gewachsen. Hitler ist nicht mehr aktuell. Außerdem haben wir ja eine Bundeskanzlerin. Nun dürfen sich ab Freitag alle Bürger freiwillig melden, um der guten Sache zu dienen, fragt sich nur, kommen auch genug? Hellmut Königshaus, Wehrbeauftragter, also jemand, dem die Soldaten ihr Herz ausschütten können, über pöbelnde Feldwebel, widerliche Initiationsrituale und lange Fußmärsche, mahnt: Die Bundeswehr muß attraktiver werden, damit überhaupt noch jemand zu den Fahnen eilt, die zwar nicht mehr Glanz und Glorie versprechen, sondern ein abgeschlossenes Studium oder eine vollendete Berufsausbildung. Die Armee als Schule der Nation, hatten wir das nicht schon einmal?

Verunsichert sind die Schurken in aller Welt und an den deutschen Grenzen die Freunde, denn “Wir haben zurzeit die am besten gebildete und ausgebildete Armee der Welt“, so Königshaus. Fast alle Offiziere hätten studiert, fast alle Feldwebel einen Meisterbrief oder eine entsprechende Qualifikation. Die Bundeswehr biete Bildungschancen und Aufstiegsmöglichkeiten, die es woanders nicht gebe. Und das lehrt die Feinde des Deutschen Volkes wirklich das Fürchten. Schon somalische Piraten legen sich ordentlich in die Riemen, taucht eine Fregatte der Bundesmarine auf, die ewigen Prahlereien der Matrosen, mit den Universitätstiteln und Meisterbriefen, die sie dann bewundern müssen, das hält der härteste Flibustier nicht aus. Jedenfalls nicht auf Dauer und immer wieder.

Gut ist auch, Ausländer, die in Deutschland Migranten genannt werden, können nun noch viel leichter die Deutsche Staatsbürgerschaft erwerben, so sie denn wollen. Sie müssen nur drei Kreuze unter einen Wisch machen, kriegen einen Comic in die Hand, der die Dienstvorschrift ersetzt und erhalten, sofern sie gefallen sind, sofort den deutschen Pass, das wird alle jene reizen, die bisher bewußt darauf verzichteten, die Staatsbürgerschaft eines Landes anzunehmen, das sie auch so ernährt, das sich seiner Fahne, Geschichte und Armee schämt und dessen Jugend einen Partisanenkrieg gegen die Bundeswehr führt, so mit Abbrennen von Kraftfahrzeugen, als lebten sie in okkupiertem Gebiet. Jedenfalls, das kann doch als Anreiz nicht alles sein, denn der stärksten Anreiz, den hat der Autor vermisst, nämlich die Garantie des Staates, seine Soldaten nie, unter keinen Umständen, auch mal in den Krieg zu schicken oder etwa als Entwicklungshelfer zu gebrauchen. Ohne das, da werdet Ihr lange warten, bis die Ränge wieder gefüllt sind. Denn Bildung, die können die Leute auch so bekommen. Sie müssen nur lernen.

Bild: Ungebildete deutsche Soldaten, Wehrpflichtige, verführt vom Reichskanzler Hitler, staunen die Reste eines  polnischen Flugzeuges an. Hätte ihnen jemand vorher gesagt, daß ihre Waffen so etwas anrichten, die rechte Hand hätten sie sich verdorren lassen. Bildung sollte also nicht unterschätzt werden.

5 Antworten zu „Bundeswehr muss attraktiver werden“


  1. 1 Prosemit 30. Juni 2011 um 09:38

    kriegen einen Comic in die Hand, der die Dienstvorschrift ersetzt und erhalten

    Legendär die Tigerfibel :

    http://de.wikipedia.org/wiki/Tigerfibel

  2. 3 Karl Eduard 30. Juni 2011 um 09:50

    Schön. Kannte ich noch nicht.

  3. 4 Beipflichter 30. Juni 2011 um 10:37

    Das wird den Feministinnen am wenigsten gefallen, dass die Männer, dieses egoistische Rohlings-Pack, nicht mehr ihre automatische Konditionierung in Richtung “soziale Verantwortung” verpasst kriegen. Geschweige den die Standardbusse für die erschröckliche Schwangerschaften, mit der FrauInnen so schwer geplagt und karrierebehindert werden. Noch schlimmer dürfte der Pflegesektor jammern, werden ihm doch Tausende billige männliche Arbeitssklaven vorenthalten werden, die als Zwangs-Zivis bislang reichlich verfügbar waren.
    Offenbar war es argumentativ nicht mehr länger durchzuhalten, das vor allem, seit die FrauInnen sich auch als FlinterweiberInnen (mit drastischer Bevörderungsbevorzugung) gerieren dürfen, ein Zwangsdienst nur für Männer bestehen soll.
    Eine Alternative wäre es auch, das Wahlrecht an den Wehrdienst zu knüpfen. Nach dem Motto: Nur wer sein Land mit Gesundheit und Leben zu verteidigen bereit ist, hat auch das Recht zu wählen.

    Mal neugierig, wie lange die Aussetzung der Wehrpflicht Bestand hat. Mal sehen, wann die nächste grossmaulige FeministIn, oder eine VertreterIn des Gesundheitswesen wieder vehement nach Einsatz von billigen, männlichen Zwangsdienstler schreit.

  4. 5 Blond 30. Juni 2011 um 10:45

    Die Tigerfibel im Link von fprado.com ist wirklich super,
    aber die Guten würden auf Grund einiger Darstellungen
    ein sofortiges Verbot beim UN-MenschInnenrechtsrat anleiern -
    kannste gloobn!


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