Nach dem Überfall Vermummter auf den Bezirksabgeordneten von Neukölln, Jan Sturm, lehnt das Bündnis für Demokratie und Toleranz jegliche Auszeichnung für den Geschlagenen energisch ab. Obwohl der eintreffende Notarzt „multiple Platzwunden“ und zahlreiche schwere Prellungen feststellte, die der Überfallene erlitten habe, wäre er nur so, wegen seiner Weltanschauung überfallen worden, das sei aber inzwischen gelebte Realität in Deutschland und gehöre zum Alltag. Auch sei nicht klar erkennbar, was eine Weltanschauung wie die Jan Sturms in einer Demokratie verloren habe, so etwas zu tolerieren verbiete sich ja von selbst, anders verhalte es sich mit den Angreifern, deren Engagement würde das Bündnis gern würdigen, leider würde bis jetzt jedes Bekennerschreiben zur Tat fehlen, außer dem Ausruf „Nazischwein, jetzt bist du fällig“, die Vielzahl der Preisanwärter wäre da aber einfach nicht mehr überschaubar, man wisse auch, Wolfgang Thierse wäre ein sehr bescheidener Mensch wie auch Petra Pau. Die würden am Ende vielleicht ablehnen.
Eine Hoffnung würde es aber geben, darauf wies ein demokratischer Bündnistoleranter hin, könnte der Angegriffene glaubhaft schildern, daß er die Schläge erlitt, weil er ein schwarzes verhungerndes Waisenkind, eine Burkaträgerin oder einen verwundeten Sowjetsoldaten schützen wollte und würde der Ausruf, „Nazischwein, jetzt bist Du fällig“, von ihm stammen, während er das Opfer der Angreifer mit seinem Körper schützte, wie einst Pawel Matrossow seine Kameraden vorm deutschen MG, dann eventuell sei die Möglichkeit in Betracht zu ziehen, eine Auszeichnung zu erwägen, Voraussetzung dafür sei aber, Jan Sturm konvertiere noch heute zu der DIE LINKE oder den Maoisten oder den herumlungernden arbeitslosen Antifaschisten, sonst sei die Sache aussichtslos.
Daß zur Abwehr des Roten Terror, und nach dem Angriff auf Jan Sturm, in der nichtspartakistischen Szene über die Aufstellung von sogenannten Sturmabteilungen beratschlagt würde, ist zwar ein haltloses Gerücht, hat aber unter den Politikern Deutschlands für heilloses Entsetzen gesorgt, Sebastian Edathy kündigte an, schon morgen, und wieder einmal, das Verbot der NPD auf die Tagesordnung zu bringen, offenbar habe Jan Sturm nicht aus der Vergangenheit der Deutschen gelernt.
Bild: Bündnisausgezeichnete. Rettete ein unsichtbares Aussiedlerkind vor noch unsichtbareren Stiernackennazis, schnitt sich als Trophäe ein Hakenkreuz in die Hüfte und wurde darauf zur Heldin ausgerufen, ganze FDJ – Brigaden tragen heute den Ehrennamen „Rebekka K.“
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