… in ganz Deutschland so ziemlich ohne jede Störung der öffentlichen Ordnung und Ruhe verlaufen sind, was der politischen Disziplin der Wählermassen und dem deutschen Volksgeist ein vorzügliches Zeugnis ausstellt, ist es in der vom Nationalitätenkampf erhitzten Atmosphäre der Ostmark zu ganz bedenklichen Ausschreitungen, die von Aufruhr und Landfriedensbruch nicht weit entfernt sind, gekommen. Das nachstehende Telegramm berichtet Einzelheiten:
Schwetz, 26. Januar. Nach dem Bekanntwerden des Wahlergebnisses, wonach der Pole und frühere Mandatsinhaber Saß-Jaworski dem deutschen Kandidaten v. Halem unterlegen ist, entstand gestern gegen Mitternacht auf dem Marktplatz vor dem Kaiser Wilhelm - Denkmal ein Aufruhr, an dem mehrere hundert Polen teilnahmen. Die Menge erstürmte ein Cafè, in dem sich deutsche Bürger aufhielten, zertrümmerte dort die Marmortische und richtete an dem übrigen Inventar großen Schaden an. Der Anlaß war, daß die polnischen Wähler erfahren hatten, daß Danziger Studenten, die zur Wahlhilfe nach Schwetz gekommen waren, sich in dem Lokal befänden. Als aus einer anderen Gastwirtschaft den Bedrängten Hilfe zuteil wurde, entstand eine große Prügelei, bei der auch geschossen wurde.
Zwei Studenten wurden schwerverletzt. Nach dem Tumult durchzogen die Polen die Stadt, zertrümmerten die Schaufenster der deutschen Kaufläden und schlugen die Türen ein. Dann begaben sie sich nach dem Landratsamt, in dem der Reichstagsabgeordnete v. Halem wohnt, und warfen dort die Fenster ein. Es wurde Sturm geläutet. Endlich gelang es der Polizei, die zunächst der Menge gegenüber machtlos gewesen war, diese zu zerstreuen. Die Bürgerschaft befindet sich in großer Aufregung, da sie weitere Belästigungen durch die Polen befürchtet. Es mußte nach militärischer Hilfe geschickt werden. Mehrere Personen wurden verhaftet. Zu Kaisersgeburtstag planen die Polen weitere Kundgebungen.
Weiter wird berichtet: 150 Mann des zweiten pommerschen Jägerbataillons sind aus Kulm eingetroffen, auch die Schwetzer Sanitätskolonne, die gestern helfend eingreifen wollte, in ihrem Samariterwerk aber durch die Polen behindert worden war. Einzelne Mitglieder sind in Ausübung ihrer Tätigkeit schwer verletzt worden. *Freiburger Zeitung 26.01.1912*
Bild: Der Boykott iranischen Erdöls inspiriert die deutsche Bevölkerung zu erhöhten Anstrengungen bei der planmäßigen Erschliessung neuer und vergessener Quellen regenerativer Energien. Das Mullah-Regime steht dank ihrer Initiativen kurz vor dem Zusammenbruch. Freuen wir uns darauf.

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