Deutsche Jüdin muß Olympia verlassen

Ach Du meine Güte! Zum Glück ist es keine Jüdin, sondern nur eine Deutsche und es ist auch nicht 1936 in Deutschland, sondern 2012 in England. Was hätte alles passieren können, wenn eine Frau für Deutschland rudert, die einen Freund hat, der einer legalen Partei in Deutschland angehört und seine verfassungsmäßigen Rechte wahrnimmt? Und nein, dieser Freund gehört nicht der CDU an, die kürzlich erst erfolgreich gegen das Grundgesetz putschte. Und hätte er, dann wäre es wurscht. In einem normalen Land. In dem keine Sippenhaft gilt. Sippenhaft bedeutet, Angehörige und Freunde haften für die Taten ihrer Sippe. Oder für ihre Überzeugungen oder politischen Einstellungen. Werden also bestraft, obwohl sie völlig unschuldig sind.

Das kennen wir doch aus dem Nazireich! Oder Nordkorea. Der untergegangenen Soffjetunion. Buh! Pfui! Aber es war eben nicht alles schlecht, damals, sonst würde es ja heute nicht praktiziert. Von Deutschen. Nicht?

Doch dieser Freund hat nicht einmal ein Verbrechen begangen, von dem man weiß. Er hat niemanden ermordet, keine Frau geschändet, keinen Neger Neger genannt, keinen Behinderten vom Rollstuhl gestoßen. Keinem Drecksjournalisten von BILD die Zähne in den Hals geprügelt. Nix. Er ist lediglich Mitglied einer zugelassenen Partei. Und auch, wenn er all das getan hätte, was hat das mit seiner Freundin zu tun? Nix. Gar nix.

Weshalb sich nun jeder fragt, darf die das? Einen Freund haben, der einer Partei angehört und zwar nicht der SPD, CDU, GRÜNEN, DIE LINKE, FDP? Nein. Darf sie nicht! Wie gesagt, man stelle sich vor, sie rudert da in Engeland, ja, das wäre doch wie ein zweites Coventry oder Dünkirchen. Oder nicht? In der DDR wäre so etwas auch nicht vorgekommen. Olympiakader wurden streng ideologisch durchleuchtet. Und es gab ja nur die Parteien der Nationalen Front, die Freie Deutsche Jugend. Thälmann – Pioniere waren zu jung für die internationalen olympischen Spiele.

Die DDR wäre auch nie auf die absurde Idee gekommen, ihren Geheimdienst eine Partei gründen zu lassen, damit das Volk etwas zu fürchten hat. Und die Richter etwas zu verbieten. Wie die Bundesrepublik. “Die müssen uns doch für bescheuert halten, die Werktätigen!” Ganz so bescheuert sind die Demokraten aber nicht. Seht her, können sie rufen. Wir sind nicht wie der Assad. Das Schwein. Oder der Putin. Wir lassen Oppositionsparteien zu. Gut, die sind vollständig vom Geheimdienst unterwandert. Ihre Rechte als Partei sind praktisch ausgehebelt. Gastwirte weigern sich, die Mitglieder zu bedienen, Hotels haben keine Betten frei, Vortragsräume gibt es nicht und Versammlungen werden von von BUNTEN statt BRAUNEN verhindert. Und die Sippe wird in Haftung genommen. Aber immerhin! Das macht eine Demokratie aus, die wir auch dem syrischen Volke wünschen. Und wie gesagt, zum Glück war es keine jüdische Sportlerin 1936. Na, da wären wir aber betroffen gewesen. so was von betroffen. Ach Du meine Güte!

Bild: Tilly Fleischer holte 1936 die erste Olympiagoldmedaille für Deutschland. Skandalöserweise trägt sie ein Hakenkreuz auf der Brust. Der Blogwart fragt:  “Ist das damals niemandem aufgefallen?” und “Sollte die Frau Fleischer nicht besser ihre Goldmedaille zurückgeben?” Der Blogwart meint ja.

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14 Responses to “Deutsche Jüdin muß Olympia verlassen”


  1. 1 Beipflichter 3. August 2012 um 13:07

    Richtitsch so !- Die Dame gehört zum Glück auch noch der richtigen Sportart an. – Denn fällt ein solch erschröcklicher, brauner Schatten auf eine(n), dann hilft nur kräftigstes “Rudern” und “Strampeln” in der bunzreplikanischen athletischen Lieblings-Disziplin, nämlich dem “Distanzier-Marathon”. Die Trainings – und Sport-Plätze für diese beliebte Sportart sind Legion hierzulande, noch zahlreicher die Anlässe.

    Hat Jemand, zum Bleistift, einen Onkel, dessen Nachbar einen deutschen Schäferhund besitzt, ist nur noch alternativloses Distanzieren von solch geballter faschistischer Kontamination indiziert.

    Oder vergisst Jemand beim Nennen von bekannten, inkriminierten Namen, Ereignissen, Orten oder Daten, seine obligatorischen Exorzismus-Mantras abzulassen, kann sich sein gesamter Bekanntenkreis nur durch sofortige, entrüstete Distanzierung von solchem Unhold davor retten, selbst in den perniziösen Strudel braunen Unflats eingesogen zu werden.

    Oder versäumt es Jemand gegenüber Dritten, unsere ewige, untilgbare Schuld in ausreichender Plastizität in entsprechend bussfertigem Habitus zu verkünden, hat sein Umfeld neben der obligaten Distanzierung von jennem Missetäter auch noch die Pflicht die unterschlagenen Bekenntnisse mit verschärfter Verve abzugeben.

    Ein so durchtrainiertes und gestähltes Volk in dieser „Marathon-Disziplin“ könnte ergo selbst die „Hart-wie-Kruppstahl-Paradigmen-Verkünder“ neidisch werden lassen.

  2. 2 Pecos Bill 3. August 2012 um 17:54

    Gott, ja, jetzt sehe ich es auch! Alle Sportler, die 1936 in Berlin aufgetreten sind, haben das menschenverachtende Nazisystem unterstützt! Ja, schämen die sich denn nicht? Wo bleiben die Orwellschen Geschichtsumschreiber, die sonst immer da sind, wenn sie irgendwo noch eine Lettow-Vorbeck-Straße entdecken? Wie können die Urenkel der Sportler, die damals, 1936, mitgemacht haben, mit dem Wissen leben, dass Opas und Omas Medaillen von Kreaturen geschmiedet wurden, die später die Aschenbahnen ihrer Stadien mit Gottweißwas bestreut haben…

  3. 3 Orwell 3. August 2012 um 23:10

    Meine Herren,

    recht geschieht diesem Subjekt des internationalen faulenden stinkenden Nazismus, – auch wenn es aufgrund nachweislicher Unbeteiligung an den erhobenen Vorwürfen nur als quasi “unschuldig tangiertes” Subjekt daherkommt, oder besser, – so erscheinen will.

    Ist der Virus des Nazismus in einer Gemeinde erst einmal ausgebrochen, hilft auch keine Quarantäne mehr. Verleugnen darf hier nicht weiterhelfen. Auch nicht falsch verstandene Menschenfreundlichkeit oder Anwandlungen von “Humanität” oder esoterischen Dingen wie “Nächstenliebe”. Rechtsradikales Gedankengut ist so ansteckend wie Milzbrand. Man muss es nichteinmal kennen, ja nichteinmal wissen was “Gedankengut” ist, -und schon ist man Nazi. Einfach so.

    Sind die Pilze gesichtet, die Braunkappen vom grünen Laub befreit, und Täter und mutmassliche Täter, Täter die mutmasslich Täter kennen, kennen könnten, oder Kinder gebären könnten die Täter kennen lernen könnten usw. erkannt, – sind diese wie bereits in früheren Situationen unbarmherzig von der Herde zu trennen. Man könnte sie noch als Organspender benutzen, – oder als Versuchsobjekte in der KFZ-Industrie (Dummies z.B.?).

    Das dient der Bevölkerungsgesundheit, – bzw der allgemeinen Narkose (bitte rausschneiden).

    Da wir human sind und nicht wie früher die bösen undemokratischen Kommunisten oder Nazis hunderte Völker, Millionen von Menschen jeden Tag grausamst mordend durch die Nächte ziehen können (leider leider), müssen wir das Mittel des “gesellschaftlichen Verachtungstodes” wählen. Äusserst effizient, und – wie gesagt, Kolateralschäden gibts überall. Auch bei der Weizenernte sterben unschuldige Rehkitzlein, und keiner schert sich drum.

    Weitermachen, – im Sinne des Sozialismus!

    Sozialismus ist Eisenbahen und Elektrifizierung des Ganzen Landes!

  4. 4 eulenfurz 3. August 2012 um 23:40

    Das ist doch schrecklich, wenn jemand, der jemanden kennt, welcher jemanden kennt, der einen kennt, welcher die NPD kennt, so guter Sportler ist, daß er für Olympia nominiert wird! Sowas geht nicht! Wer jemanden kennt, welcher jemanden kennt, der einen kennt, welcher die NPD kennt, der hat gefälligst Menschen totzuschlagen, fettleibig zu sein und von Hartz4 zu leben!

    Zu Recht keift Petra Pau ohne S, Mitglied im Fraktionsvorstand der Linken im Bundestag, daß die Olympianikin schon lange als Nazi auf der Antifa-Todesliste steht und zudem auch noch besser aussieht als Petra Paus heißgeliebtes Spiegelbild.

    Dessen ungeachtet sei die Athletin „sportlich von Behörden und Organisationen zur Olympiareife gefördert und ins deutsche Vorzeige-Team berufen“ worden, kritisierte Pau. Dies sei „oberfaul“.

    Ha, wenn die SED unter Petra Pau’s Führung wieder etwas zu sagen hätte, dürften solche Ruderer im Gulag Steine brechen und damit etwas Sinnvolles für den kommunistischen Endsieg tun!

    … wie ich gerade las, feuerte sie ihr Freund in London bei den olympischen Spielen an … Anfeuern! … Das hatten wir alles schon einmal, der Schoß ist fürchterlich furchtbar fruchtbar noch! Anfeuern verbieten!

  5. 5 Blond 4. August 2012 um 06:58

    Doch dieser Freund hat nicht einmal ein Verbrechen begangen, von dem man weiß.
    Doch, doch:
    Rechts ist keine Meinung,
    sondern ein Verbrechen!” -
    sagen die, welche bestimmen, wer oder was rechts ist.
    Ergo
    doch ein Verbrechen, von dem jemand weiß!
    Und jeder, der mit Verbrechern rummacht, gilt auch so sclümm -
    Jawoll!

  6. 6 ostseestadion 4. August 2012 um 07:03

    Im ehemaligen Grundgesetz stand mal:
    Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse(autsch), seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden.

    Heutige Fassung :
    Jeder muß wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse(autsch), seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen, oder derer neben dem er/sie mal gesessen oder in der Bahn mitgefahren, oder über Mittelsfrau_Innen kannte oder hätte kennen können, benachteiligt oder diskriminiert werden.

  7. 7 Karl Eduard 4. August 2012 um 07:20

    “Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse(autsch), seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden” Den Zusatz, daß das nur für Nichtdeutsche gilt, haben sie damals vergessen, mitzudrucken.

  8. 8 Blond 4. August 2012 um 09:29

    Einen super Kommentar dazu steht in pi
    (#10 Eurabier (03. Aug 2012 10:19)):

    Update:

    Chef de Mission Michael Vesper gab soeben bekannt, dass die gesamte deutsche Olympiamannschaft von 1936 posthum von den olympischen Spielen von Berlin und Garmisch-Partenkirchen ausgeschlossen wurde und alle Nachkommen die Medaillen der EZB zur Euro-Rettung abgeben müssen. Das Olympiastaion in Berlin wird in Turkyemspor-Arena umbenannt.

    Als erste Reaktion begüßte Claudia Fatima Roth (Autorin des Buches “Das Politische ist privat”) den Schritt mit den Worten “Nie wieder Olympia, nie wieder Krieg!”

    Studienabbrecher Volker Beck forderte das NOK auf, Verbindungen von Willy Daume zur NSU zu untersuchen, weil im Umfeld Daumes 1960 ein Mofa NSU Quickly benutzt wurde!

    Soziologie-Langzeitstudent Sebastian Edathy forderte eine Überwachung des NOKs durch ein zu gründendes Bundesamt für Sportverfassungsschutz zusammen mit einem Ausschluss aller SportschützInnen!

    Die Hamas forderte in einer ersten Stellungnahme unter lautem Beifall der Linkspartei, sofort alle israelischen Olympiateilnehmer in Schutzhaft zu nehmen, weil Israel auch nach 40 Jahren nichts gelernt habe!
    :D :D :D

  9. 9 Blond 4. August 2012 um 09:36

    Mist,
    streiche ‘en’ von “Einen” oder tausche “steht” in ‘findet man’
    (Konzentrationsschwäche – kommt von der Angst, dass man mir meinen rechten Blinker am Fahrzeug zum Vorwurf macht und ihn gegen mich verwendet :( )

  10. 10 Blond 4. August 2012 um 09:49

    Noch ein Nachtrag (der Link und ‘Update II’ von Eurabier)
    http://www.pi-news.net/2012/08/politische-sippenhaft-ruderin-drygalla-wegen-npd-freund-gefeuert/#comments
    #25 Eurabier (03. Aug 2012 10:36)
    Update II:
    Der Vorsitzende des Zentralrades der MohammedanerInnen in Doitischelan zeigte sich empört über die personelle Zusammensetzung des Achters: “Blonde und blauäugige Frauen repräsentieren schon lange nicht mehr die demographische Realität Doitschelands!”
    und forderte eine Mohammedanerinnenquote beim Achter zusammen mit Kopftuchpflicht für alle RuderInnen. “Das schlechte Abschneiden des Achters ist auch eine Folge der Ausgrenzung von MohammedanerInnen”, zeigte er sich zugleich empört und zufrieden!

  11. 11 Beipflichter 4. August 2012 um 15:00

    Fürderhin dürfen am besten nur noch SportlerInnen an der O-Lump-iade teilnehmen, die mindestens 60 Jahre treue und unbescholtene Mit-oder-ohne-Glieder in einer der “richtigen Partei” sind, sprich in der ÄSSPÄÄDÄÄZÄÄDÄÄUUÄFFDÄÄÄPÄGRÜÜNLINKEN. – Da werdma ja mal sehn, ob solche unherhörten braunrechtsfachistischnazistischrassistsischen Vorfälle nicht einfürallemal auf der Müllhalde der Geschichte gelandet sind.

  12. 12 Karl Eduard 4. August 2012 um 19:10

    60 Jahre sind die Mindestanforderung. Wer nicht mit Teddy Thälmann oder Werner seelenbinder im Gefängnis schmachtete, ist nicht olympiawürdig.

  13. 13 eulenfurz 4. August 2012 um 23:00

    Sportwettwettkämpfe untergraben die heilige Doktrin, daß alle Menschen gleich sind. Wenn schon solche Spiele, dann müßten alle Teilnehmer inkl. Quotenbehinderten und Transsexuellen Hand in Hand gleichzeitig ins Ziel kommen. Es gibt keine Siegertreppchen für “Überlegene” zur Diskriminierung der Unterlegenen, nein, nein, alle haben sich in einem Kreis aufzustellen und bekommen die gleich Blechmedaille.

    Seit 1936 sind Olympische Spiele Sybol des Fachismus und sollten daher von unserer Antifa schnellstens verboten werden!

  14. 14 Kreuzweis 5. August 2012 um 10:11

    Danke liebes Eulenfurz!
    Das war mir noch gar nicht aufgefallen, daß Olmpia an sich voll fascho ist!
    Dieser elitäre Dünkel, dieser herzlose Leistungsterror, diese Ausgrenzung der Verlierer! Voll mega-fascho! Der Faschismus hat viele Gesichter, der Schoß ist furchtbar noch! Jeder ist aufgefordert, dem versteckten Faschismus in der Gesellschaft die Larve vom gesicht zu reiSSen!
    Vorwärts! No paseran – wehret den Anfängen!


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