Michael der Tapfere

Vor Urzeiten, als ich noch ein Kind war, liefen in unseren Kinos zwei Filme, die den Kampf des rumänischen Volkes gegen die Osmanen schilderten. Der Erste Teil hiess „Michael der Tapfere“ und zeigte das Geschäft der Osmanen und ihrer Kollaborateure. Raub, Sklaverei und Krieg. Die Jungen wurden zu den Janitscharen verschleppt, die Jungfrauen in den Harem und wer sich auflehnte, wurde umgebracht. Nur ein walachischer Fürst beugte sich nicht, der natürlich am Ende von den Habsburgern verraten wird. Das Ganze war sehr aufwändig und bestimmt eines der Prestigeprojekte der rumänischen Kommunisten aber der Film vermittelte uns Kindern, dass es auch noch andere Länder gab, die alle eine Geschichte hatten, mit ruhmvollen oder weniger ruhmvollen Seiten und dass, seine Heimat gegen Aggressoren zu verteidigen, etwas Gutes und Ehrenvolles ist.  Wir waren eben leicht zu beeindrucken. Ich war überrascht, als ich den Streifen gefunden habe und natürlich ist er auf rumänisch. Heute, im Falle Deutschlands, würde automatisch eine Osmanenkonferenz einberufen werden, um die Eindringlinge zu bitten, sich an die Gepflogenheiten des überfallenen Landes zu halten. Damals war man leider noch nicht so weit. Und hat in volksverhetzender und fremdenfeindlicher Weise einfach das Schwert gezogen. Dieser Film diene als mahnendes Beispiel, wie Völkerverständigung nicht aussehen soll. Denn natürlich ist es heute keine Lösung, Kollaborateure und Eindringlinge einzuladen, um sie bei lebendigem Leibe zu verbrennen. Das macht man einfach nicht. Heute. Damals war das schon wirkungsvoll und hat sofort geholfen. So ab Minute 35.

3 Responses to “Michael der Tapfere”


  1. 1 Robin Renitent 28. Februar 2009 um 08:24

    Mensch toll, habe gerade mal rein geschaut (vorm Frühstück…). Das war noch alles ohne Computer gemacht, echter Filmkampf eben.

    „seine Heimat gegen Aggressoren zu verteidigen, etwas Gutes und Ehrenvolles ist.“

    Heute kann man sie gar nicht Okkupanten nennen, haben wir sie doch selbst eingeladen. Wir? Ich nicht. Du nicht. Ich kenne keinen. Also haben wir auch das Recht uns zu wehren.

  2. 2 Karl Eduard 28. Februar 2009 um 10:35

    Im Kino war der schon schön eindrucksvoll.

    Die Ersten haben wir bestimmt eingeladen. Also Du nicht und ich nicht. Und der Rest folgt auf Grund unserer Gesetze oder der der EU. Man könnte natürlich die Gesetze ändern. Aber das wäre so viel schwerer, als die ganze Besetzung laufen zu lassen.

  3. 3 Prosemit 28. Februar 2009 um 17:18

    Ich zähle auch nicht zu denen, die eingeladen haben. Aber irgendwer MUSS doch die geholt haben, die erwünscht sind und unser aller Renten sichern werden, während sie uns gleichzeitig mit ihrer freundlich Kultur bereichern.


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