Archiv für 3. März 2009

Schulmilchwettbewerb

Als am 11. September 1973 die chilenische Moneda brannte, der Amtssitz des Präsidenten Allende, der der Legende nach todesmutig bei der Verteidigung mit der Waffe in der Hand starb, da ging es um die Milch, nicht um die Wurst. Denn das war der eigentliche Grund für General Pinochet, so die DDR-Volksaufklärung, nicht das grossmäulige Säbelrasseln der studentischen Allendeanhänger, die so taten, als hätten sie hunderte kampfbereiter Regimenter unter Waffen, wartend, die Kochtopf schlagende Bourgeoisie hinwegzufegen, die den Kindern die Milch nicht gönnte.

Die kostenlose Bereitstellung eines halben Milchliterchens am Tag für das hungernde Kind, ist auch in Kuba sozialistische Errungenschaft. Nur ist der Sinn dort umstritten, wo das Kind nicht mehr hungern muss, in der Besten aller Gesellschaftsformen. Pfeift auch der Wind durch die Hütte, weil sie mangels Material verfällt, „die Milch machts“.

Sozialismus, das ist Räteherrschaft + Schulmilch für die Schüler. Und ein wenig Einsperren, Foltern und Erschiessen, wie es einzuführen, DIE LINKE gerade wieder beschlossen hat aber demokratisch muss es beim Foltern und Einsperren zugehen! „Wollt Ihr die totale Enteignung der Ausbeuterklasse? Wollt Ihr sie totaler und radikaler, als selbst Stalin sie durchgeführt hat?“  „Jaaaaaaaaaa!“ Siehste! Und der Ausbeuter durfte mitabstimmen. So stellt sich die Wagenknecht und die SPD das vor.

So wie es schon in der DDR praktiziert wurde und auch in Brandenburg. Auch als Brandenburg zwischendurch nicht mehr Brandenburg hiess. Ländermässig. Das Milchtrinken. Wanderer, wenn Dich jemand fragt, was Sozialismus ausmacht, dann schaue auf den Schulhof und milchtrinkende Kinder signalisieren, dort trinkt die Junge Garde des Proletariats. Nur in Brandenburg ist die rückläufig. Die Junge Garde. Berichtet die Lehrerschaft.

Die Zahl der Schulmilchtrinker ist seit Jahren rückläufig“, bestätigt Birgit Baier von der Grundschule Brück. Lediglich 49 von 255 Jungen und Mädchen nehmen die Zwischenmahlzeit zu sich. …Vanillegeschmack sei beim Brücker Nachwuchs am beliebtesten. Schokolade, Erdbeer und Banane würden ebenfalls gern getrunken. In der Wiesenburger Grundschule „Am Schlosspark“ greifen 40 von 186 Kindern und in der Kleinen Grundschule Dippmannsdorf 20 von 87 Kindern zur Milch. „Damit nicht noch mehr Nachwuchs abspringt, erhält jeder täglich die Sorte seiner Wahl“, sagt Jutta Menzel, Milchverantwortliche in der Wiesenburger Einrichtung. In der Grundschule Borkheide ist es ebenfalls eine Minderheit, die zur Milchtüte greift, während die Geschwister-Scholl-Grundschule Belzig vor Ort guten Zuspruch verzeichnet.

Und woran liegt es? Nicht etwa daran, dass listige Kapitalisten den Milchpreis hinterhältigerweise hochgetrieben haben, um dem Sozialismus in Brandenburg zu schaden. Was auch stimmt. Es aber mit Qualitätsanforderungen* und Fettgehalt und Arbeitslöhnen begründet wird.(Pfui)

Das sozialistische Bewusstsein fehlt, Genossen! Das ist der Grund! Ist es nicht bezeichnend, dass die Milchtrinker der Geschwister Scholl Schule den Wettbewerb im Verzehr der Pausenmilch anführen? Wer in naziverseuchter Gegend solch verpflichtende Namen trägt, der greift bewusst zur Milchflasche als Kampfmittel gegen Rechts! Da darf uns auch kein Preis zu hoch sein oder die Verachtung der Nichtmilchtrinker abschrecken, die eine Laktoseallergie vortäuschen, um dann mit der Milchschnitte vor unseren Gesichtern herumzuwedeln oder mit dem Kinderüberraschungsei zu protzen, das sie sich vom Milchgeld abgespart haben und der Alkoholration ihrer Eltern.

Milch trinken, dass ist lebendiges Bekenntnis zum Sozialismus! Und das, liebe Lehrer, muss wieder in die feurigen Herzen der Schüler gepflanzt werden! Dein Beitrag zum Weltfrieden ist die Teilnahme am Milchtrinken! Dein Gewehr ist die Flasche Schokomilch, mit der Du die Ausbeuter schlägst! Dein Kampfplatz ist der Platz am Kühlregal. Und nicht immer nur jammern. Trinken Genossen, trinken! Und nochmals trinken. Das sei die Devise.

Und im Übrigen wurden die Leistungen der Schulen in der DDR nicht nur nach den Zensuren, sondern auch nach den gesammelten Flaschen, dem Altpapier, der Anzahl der Offiziersbewerber und der Milchtrinker bewertet und diese bewährten Wettbewerbsmittel gilt es heute unbedingt wieder einzuführen. Im Sinne der „Die Grosse Initiative“ Lenins. Erziehung zur Denunziation ist nicht Alles, Genossen Pädagogen in Brandenburg. Freundschaft!

*Letztens habe ich doch gehört, früher, also im Kriege,  gab es einen Milchwagen, der täglich durch die Stadt fuhr.  Direktvermarktung hiesse das heute. Ein Handwagen mit einem grossen Behältnis und mehreren Zapfhähnen und wer Frischmilch wollte, der eilte auf die Strasse und zapfte sich seine Milch. Heute undenkbar. Sämtliche Hygieneinspektoren würden einem Herzschlag erliegen. Waren die Menschen früher robuster oder gab es weniger Ängstlichkeit unter den Leuten?

Milch macht Dich stärker!


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