Archiv für 3. April 2009

Selber Kochen leicht gemacht

Während damals  die Staatsführung demonstrativ Suppe zu sich nahm, mitten unter dem Volke, um sich volksnah zu geben, wurde der Bürger, der sich mangels fehlender Armut am Sonntag nur Braten leisten konnte, dazu angehalten, daheim, am Familientisch, sich kulinarisch an die Seite der Grossen des Reiches zu gesellen um wenigstens beim Eintopf löffeln  patriotische Enthaltsamkeit und Askese zu leben. Wer berichtet heute über die namenlosen antifaschistischen Heroen, die gerade am Eintopfsonntag ihren Widerstand lebten und auf Eisbein mit Sauerkraut bestanden? Niemand.  Jeder konnte ein Held sein, am Eintopfsonntag! Und viele wurden es.  Unter Lebensgefahr. Doch während wir heute über Stolpersteine stolpern, nur weil da jemand lebte, harren die Kämpfer mit Hähnchenkeule und Entenflügel immer noch ihrer Entdeckung. Eine Schande ist das. Dabei waren die Rezepte sogar lesbar, nach denen das Volk die Suppe auslöffeln sollte.

eintopfsonntag

Antifaschisten nach vorn!

Wir alle wissen, dass das nationalsozialistische Winterhilfswerk den Hungernden und Frierenden daheim den Strickpullover wegnahm, um dem Soldaten der Wehrmacht bei frostklirrendem Abwehrringen gegen die  bolschewistischen Gefahr ein kuscheliges Gefühl zu geben, auch, als noch gar kein Krieg war. Er hätte aber sein können und nur darauf kommt es an!

Und wir alle verachten die, die warme Kleidung gaben, weil sie an ihre Söhne oder Männer im Feld dachten, statt heimlich Flugblätter zu verteilen. So, wir wir das heute getan hätten, mindestens aber die Zeit-  oder SPIEGELredakteure, die mehr Zivilcourage haben, als DIE WEISSE ROSE im kleinen Finger. Nun sind, mit dem neuen Zeitungszeugen, Dokumente aufgetaucht, von solcher Brisanz, dass es Zeit wird, zu neuen Enteignungen aufzurufen. Oder hat schon mal jemand ein Wort des  Bedauerns von Herrn KAISER gehört? Oder EDEKA? Ich nicht!

winterhilfswerk1

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Gleichkappige Brüder

Dank dem „Zeitungszeugen“ können wir nachlesen, dass das, was heute jeden guten Sozialisten, von der GRÖKAZ bis zu Oskar Lafontaine umtreibt, die Entlassung älterer Arbeitnehmer und das Einstellen von ahnungslosen aber preiswerteren Grünschnäbeln, bereits Thema im nationalsozialistischen Deutschland war, weshalb ich Aufrufe an die deutsche Industrie, gefälligst mehr ältere Arbeiter einzustellen, nie, nie mehr hören oder lesen will, weil das eine unzulässige Verharmlosung des Nationalsozialismus ist, auf seine Patentrezepte zurückzugreifen und sich nicht einmal dafür zu schämen. Und die Gewerkschaften hatten bereits damals alles im Sinn, nur nicht das Interesse der Arbeiter.

Ich entsinne mich noch an eine Diskussion, gar nicht lange her, wurde sie mit Paul Kirchoff geführt(?), der genau das vorschlug, im Alter eine Absenkung des Lohnniveaus, denn wer bis 50 nicht geschafft hat, seine Kinder aus dem Haus zu werfen, auf dass sie flügge werden oder das Eigenheim abzubezahlen, wann sollte der das dann tun? Dahingegen ein höheres Lohnniveau für junge Arbeitnehmer, denn die hätten noch eine Familie zu ernähren oder sich Wohneigentum anzuschaffen. Und es würde für Firmen auch attraktiver sein, ältere Arbeitnehmer länger zu beschäftigen. Was ist daraus geworden? Nichts. Weil unsere GRÖKAZ das Klima retten muss, hat sie keine Zeit für solch  Pillepalle. Und natürlich, die Tarifautonomie. Da sei die Gewerkschaft vor, dass Leute in Beschäftigung bleiben. DIE KREUZZEITUNG schreibt am 16.11.34:

altere-arbeitnehmer

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Abschaffung der Demokratie gratis

Was war das gestern eine Überraschung! Zum „Blut-und Boden“ – Zeitungszeugen gab es die Abschaffung der Demokratie(Nummer 3) gratis dazu! Na, wenn das Frau GRÖKAZ wüsste, die würde doch sofort dieses langweilige Herumbrüsseln einstellen und auch den Zeitungszeugen abbonnieren. Bis die Demokratie gänzlich weg ist und nach Brüssel delegiert, ergötzen wir uns doch einfach an Bildern der alten Kaiserstadt Tangermünde, die nach der Abdankung der Mannen Gysis und Wagenknechts in neuer Farbenpracht erstrahlt, die es nun auch in jedem Baumarkt zu kaufen gibt, die Farben. Und sie halten sogar. Deswegen wollen die Genossen ja auch zurück, um Gelegenheit zu haben, fein wieder alles Herunterzuwirtschaften. Unser Vertrauen haben sie und das eines Grossteils der DDR-Bürger. Es war eben nicht Alles schlecht damals auch wenn es eine Diktatur war. Das Ampelmännchen zum Beispiel oder dass man jedes Wort auf die Goldwaage legen musste. Beides haben wir nun auch hier, im produktiveren Deutschland,  aber zum vollkommenen Glück fehlen uns noch der Mangel und die Mißwirtschaft. Der Mensch ist eben nie zufrieden.


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