Bekenntnisse

Ich glaube und bekenne, daß ein Volk nichts höher zu achten hat, als die Würde und Freiheit seines Daseins; daß es diese mit dem letzten Blutstropfen verteidigen soll; daß es keine heiligere Pflicht zu erfüllen, keinem höheren Gesetze zu gehorchen hat; daß der Schandfleck einer feigen Unterwerfung nie zu verwischen ist; daß dieser Gifttropfen in dem Blute eines Volkes in die Nachkommenschaft übergeht und die Kraft später Geschlechter lähmen und untergraben wird; daß man die Ehre nur einmal verlieren kann; daß die Ehre des Königs und der Regierung eins ist mit der Ehre des Volkes und das einzige Palladium seines Wohles; daß ein Volk unter den meisten Verhältnissen unüberwindlich ist in dem großmütigen Kampfe um seine Freiheit; daß selbst der Untergang dieser Freiheit nach einem blutigen und ehrenvollen Kampfe die Wiedergeburt des Volkes sichert und der Kern des Lebens ist, aus dem einst ein neuer Baum die sichere Wurzel schlägt.

Carl von Clausewitz (Kleine Schriften)

Die verlorenen Jungs – und Mädchen

Können Deutsche Opfer sein? Wie diese Kinder? Die ein Krieg auf die Strassen, in die Städte und Dörfer gespült hat. Die grossartigen Anhänger der Deutschlandzerstörerparteien unter den Bannern von Marx, Engels, und Lenins, Stalin wurde der Pietät wegen entfernt,  sagen nein. Deutsche als Opfer zu sehen relativiert die deutschen Kriegsverbrechen. Damals hätten sie für diese Antworten links und rechts aufs Maul bekommen, heute bekommen sie Beifall. Ist das nicht seltsam? Ich glaube nein.

1 Response to “Bekenntnisse”


  1. 1 netzwerkrecherche 29. April 2009 um 07:02

    „Damals hätten sie für diese Antworten links und rechts aufs Maul bekommen, heute bekommen sie Beifall. Ist das nicht seltsam?“

    Modellierung der Erinnerungen durch die Massenmedien, das ist der einfache Grund. Nach jahrelangem, täglich mehrstündigem Konsum der irgendwie ja doch immer den gleichen Grundkonsens vertretenden Spielfilme, Dokumentationen, vorgestellten Zeitzeugen, Heroen, Mythen, Kultfeiern, Opferdarstellungen, Heiligenverehrungen usw. sind die Geschmäcker, das Mitleid, das Grauen und die Empörungen – folglich alle individuell erlebten Erfahrungen der Medienkonsumenten – kollektiv geschaltet, so daß die Menschen, wenn sie mal nicht vor der Glotze hocken, sondern untereinander sozialen Umgang pflegen, lediglich ihre medial (unterbewußt) induzierten Erinnerungen kommunizieren und sich dabei auch noch vorkommen wie die kosmopolitischsten Freigeister.

    Geniale Mediengesellschaft! Man muß die Psychomacht nur beherrschen!


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