Archiv für Mai 2009

Licht und Schatten

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Gespinstisches Leben

DSCF992260 Jahre, nach Gründung des ersten Arbeiter- und Bauernstaates auf deutschem Boden, in der der Partei- und Staatsführung, verkörpert durch die Sozialistische Einheitspartei Deutschlands, die 1989 friedlich die Macht an die Partei des Demokratischen Sozialismus abgab, die sich bald darauf zu Recht, DIE LINKE nannte, nichts näher am Herzen lag, als das Wohl des Menschen, wird jetzt, im Juni, ein Radweg an die werktätige Bevölkerung der Arendseer Hochfläche übergeben, der wegen so bedeutsamer ökonomischer Schwerpunkte, wie DIE GROSSE FRIEDLÄNDER WIESE, MAX BRAUCHT WASSER, DIE BAIKAL-AMUR-MAGISTRALE  und STEINE FÜR DEN ROSTOCKER HAFEN, etwas länger mit der Realisierung warten musste.

Aber was der Parteitag beschliesst, wird sein und so werden in wenigen Tagen, die nunmehr achtzigjährigen Rentner, die Veteranen der Arbeit, die in jenem schicksalsschweren Übergangsjahr 89 die volkseigenen Betriebe auf Nimmerwiedersehen verliessen, mit ihren MIFA – undDSCF9923 DIAMANT – Rädern, diesen schönen Weg parallel der B 189 erobern dürfen, den die Genossen ihnen geschenkt haben.

Eines nur trübt diese Vorfreude, nämlich das Auftreten dieser putzigen behaarten Insekten, die, so sagt man, gezielt ihre Behaarung auf Vorüberfahrende abwerfen, um algerische Reaktionen auszulösen. Ist das nicht furchtbar?

Pfingsten

sind die Geschenke am geringsten. Während Ostern und Weihnachten – etwas einbrachten.(B. Brecht) Und der Heilige Geist wird ausgegossen. Für die, die daran glauben.

Kurzer Vortrag dazu

Ich weiss nun nichts von Christus oder Christentum und ich kann auch nicht glauben aber wenn ich solche Musik höre, dann denke ich, es muss doch etwas da sein, was die Leute inspiriert, die Gott besingen. Oder? Besingen, nicht Leute in die Luft sprengen oder ihnen die Hälse durchschneiden und sich auf Allah berufen. Zu Recht.

Abschreiberlinge

55 Prozent der Deutschen votieren für Einführung der Monarchie, jeden Tag Bienenstich zum Kaffee oder öffentliche Hinrichtungen. So verbreiten unsere fleissigen Abschreiberlinge Volkes Meinung, ohne es je gefragt zu haben. Denn wozu gibt es Meinungsforschungsinstitute? Was früher das Orakel von Delphi war, das über einem Abgrund von Fäulnis sass und deshalb benebelt Visionen empfing, das sind heute unsere Qualitätsjournalisten, die investigativ einander die Meldungen abschreiben und sich gegenseitig als Quelle bestätigen.

Jetzt erst ist aufgeflogen, was jeder schon gewusst hat, wenn von Sex und  Saufen übernächtigte Korrespondenten mit zitternder Stimme oder in aufgeregtem Tonfall die Meldungen des Klitterer verlesen und uns weismachen wollen, sie hätten die Nachricht exclusiv für uns herausgestöbert. Manchmal sogar unter Lebensgefahr.

Ob es das erfundene Ertränken eines Sebnitzer Apothekerkindes ist, durch blondhaarige Badehosennazis, ein wilder Überfall vor besetzten Balkonen in Mittweida, bei dem sich ein Antifamädchen kunstgerecht ein Hakenkreuz in die Hüfte schnitzt, ein lebkuchenmesserndes Attentat auf den Supermann unter den Dorfpolizisten, Alois Mannichl,  oder glatzköpfige, sommersprossige Deutsche, die mittels Aneinanderreiben von Holzstöckchen schlecht verkabelten Stromklau in einem ludwigshafener Türkenhaus zur Entzündung bringen, keine Ente ist zu schnell, dass unsere Nachrichtenmagazine nicht aufspringen würden.

Nun hat sich erschütternder Weise herausgestellt, unsere Menschen wollen Streiks auf der Eisenbahn. Sie finden das lustig. Insbesondere die Bahnreisenden, die Kunden, die die Streikenden über den Fahrpreis bezahlen. Ist das nicht irritierend? Hätten die Gewerkschaften gewusst, dass die Bahn eigene Standpunkte in der Öffentlichkeit verbreiten lässt, wie Streiks sind bäh oder die Bahn macht mobil, dann hätten sie doch nie und nimmer darauf verzichtet, noch mehr Bahnkunden auf die Strassen zu treiben oder nicht? Gewerkschaften tun so etwas übrigens nicht. Uns eigene Standpunkte heimlich unterzujubeln.

Schleichwerbung

Sing Nachtigall sing

Was eine Nachtigall ist? Tja, wer weiss das schon noch? Sitzengelassene Frau heult ihren Schmerz heraus. Auch nicht schlechter als das, was die heute ins Mikro jaulen. Oder?


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