Archiv für 14. Mai 2009

Kosakenversteher

Den Unterschied zwischen gewalttätigen Gedanken und Gewalttaten, die die verübten, die der Achgute Demonstranten nennt, die wird er wohl im Leben nicht mehr begreifen. Jetzt frage ich mich wirklich und ernsthaft, ob er schon mit einem Jermakschen Kosaken vom Ersten Mai diskutieren wollte – aber, ach, die hatten ja ein Anliegen. Nur welches?

Als Frankreich zusammenbrach – fast

Heute werden wir durch den Zeitungszeugen mit der Besetzung des entmilitarisierten Rheinlands durch die deutsche Wehrmacht konfrontiert, das zuvor die englische und französische Armee besetzt hatte und die in Selbstverteidigung 19 deutsche Arbeiter erschiessen musste. Das Rheinland war mit dem Frieden von Versaille dem Völkerbund unterstellt worden, was praktisch hiess, England, Frankreich und den USA, und durfte mithelfen, die festgelegten Alleinkriegsschulden des deutschen Kaisserreichs abzutragen. Und jetzt kommt es:  Doch die Reichsregierung betreibt seither in der Reparationsfrage eine Hinhaltetaktik, die Frankreich nahe an den Rand des Ruins bringt. So wächst jenseits des Rheins die Angst vor dem zwar besiegten, wirtschaftlich aber übermächtigen Nachbarn. Als sich Deutschland dann auch noch im Vertrag von Rapallo mit dem kommunistischen Russland verbündet, ist für Frankreichs Ministerpräsident Raymond Poincaré das Maß voll. Zur Sicherung der Reparationsansprüche beschließt er, das industrielle Herz Deutschlands, das Ruhrgebiet, unter französische Kontrolle zu bringen. Nein, wer hätte das gedacht. Dass Frankreich wirtschaftlich völlig von den Reparationen abhängig war.  Und dass der Nachbar so übermächtig war, wirtschaftlich, dass sogar die Leute noch bis weit nach Kriegsende verhungerten. Aus Jux und um schlanker zu werden. Armes Frankreich, während Millionen Arbeitslose in Deutschland sich weigerten, in die leerstehenden Unternehmen zu eilen, um dort für das Wohlergehen Frankreichs zu arbeiten, darbten die französischen Arbeiter und Bauern und warteten auf den wöchendlichen Reparationsscheck. Das musste ja ins Auge gehen! Geschichte wird eben gemacht, beim WDR.

Köln zeigt Gesicht und Arsch

Keine innige Liebe

Wer keine innige Liebe zu Ausländern verspürt, der steckt auch Kinderwagen an. Trotz erschütternder Bekenntnisse von prominenten Barden, wie, „mein Freund ist ein Baum, ein unsichtbarer, mannsgrosser Hase oder ein Ausländer“, hat sich die von der sachsen-anhaltinischen Regierung empfohlene bedingungslose Liebe zu Ausländern bisher nicht landesweit durchgesetzt.

Trotz intensivster Bemühungen, Ausländer als etwas Bereicherndes, Lichtvolles, für die Zukunft Deutschlands Unabdingbares in die Herzen der heranwachsenden jungen Generation zu pflanzen, gibt es immer wieder herbe Rückschläge im sozialistischen Erziehungsprozess. Zwei sommersprossige Jugendliche, die schon in Ludwigshafen ein Haus, mittels Feuer legen in einem Kinderwagen, anzündeten, steckten folgerichtig auch in Schönebeck ein Haus an, in dem neben Deutschen auch eine irakische Familie mit zwölf Köpfen lebte. Nach langen, intensiven Befragungen gab der eine Täter zu, „manchmal eine Abneigung gegen Ausländer zu verspüren„. Welche weiteren Abneigungen der Jugendliche verspürt, das sei irrelevant, entschied der kleine Hävelmann und zeigte sich spontan erschüttert.

Das Anzünden von Kinderwagen hat besonders in der Szene, die manchmal eine Abneigung gegen Ausländer verspürt, eine schlechte Tradition. Zum Beispiel hier , hier oder hier. Nur gibt es da keinen tapferen sachsen-anhaltinischen Innenminister, der die Tatverdächtigen befragt, bis sie zugeben, ja, neben Regentagen, schlechter Verdauung und Baulärm, habe ich manchmal auch eine gewisse Abneigung gegen Ausländer. Es wird Zeit, dass der Rest der Bundesländer die Ermittlungsmethoden Sachsen-Anhalts übernimmt. Flächendeckend. Ein erster Schritt wäre, früher aufzustehen.

Oh Wessi


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