Unsere Amokläufer

Ermittlungen gegen Todesschützen eingestellt, schreibt die Mitteldeutsche Zeitung, und, hoppla, denke ich, sass einem Paintball-Spieler, der Finger wieder locker am Abzug seines Lebkuchenmessers? Hat ein Polizist die hoffnungsvolle Karriere eines Intensivkriminellen beendet, bevor dieser den Warpantrieb entwickeln konnte? Gibt es noch Gerechtigkeit auf der Welt, Leute totschiessen und dann die trauernden Banditenclans heulend am frischen Grab zurücklassen, die sich die Augen ausweinen, umschwärmt von sexuell unbefriedigten Tagesspiegeltanten, die beschreiben, wie schlimm es ist, wenn laut knatternde Dienstwaffen die Sonntagsruhe stören, dann doch lieber das ganze Leben intensive Kriminalität erleiden als noch einmal diesen ruhestörende Lärm!? Wo die Mutter plärrt, was für einen  Wutzi-Putzi-Sohn sie hatte, bevor ihn der multi-kulti Kietz ins Banditenleben trieb und dazu, Autos zu klauen?

Ohne Todesschützen oder andere Bezeichnungen geht ja heute gar nichts mehr, die gleich in der Überschrift die Schuldfrage klären. Wie kann ein Soldat kein Todesschütze sein, der dazu ausgebildet wird, andere Leute zu töten und von dem DIE LINKE weiss, Soldaten sind Mörder, was auch Tucholsky schon gesagt haben soll? Sowjetsoldaten waren das freilich nie, Mörder und auch die Soldaten der kubanischen Revolution nicht und die hervorragenden Pyjamaträger der Roten Khmer nicht oder Maos Revolutionsgarden oder die Grenzsoldaten auf Wacht für den Frieden am Antifaschistischen Schutzwall. Die haben nur den Befehl ausgeführt, eine Verletzung des Postenbereichs nicht zuzulassen. Und hatten die Hosen voll dabei.

Es wurde ja auch keiner gezwungen, aus dem Freiluftbevölkerungsgefängnis DDR auszubrechen, nur weil das Volkslied singt, dass das Wandern des Müllers Lust ist. Und wurden nicht genug Nicht-Todesschützen der Ehrendiensttruppe der DDR bei der Verteidigung der Errungenschaften des Sozialismus, zum Beispiel des Rinderoffenstalls oder der Wurst am Stengel, selbst getötet, wovon die Genossen heute immer noch schwärmen, wie schön das war, im Maschinenpistolenfeuer der Kameraden zusammenzubrechen?

Die wurden freilich erst nach 1989 vor den Kadi gezerrt. Vorher hatten sie nur ihre Pflicht erfüllt. Und wer hätte sagen können, dass der, der gerade auf der Flucht vor dem Sozialismus die Spree durchschwimmt, sich nicht plötzlich umdreht, einen mittleren Panzer aus der Badehose zieht und das Feuer eröffnet? Na bitte.

Nun hat ein Bundeswehrsoldat, der auf Wacht für den Frieden in Münchner U-Bahnen  am Hindukusch bewaffnet seinen Dienst versieht, im Kampf gegen den islamischen Terror, und damit Berliner Schüler in Ruhe Universitäten anzünden können, in Berlin,  Frau und Kinder erschossen. Die in einem Auto sassen. Welches auf den Kontrollposten zuraste. Vielleicht hatte der Fahrer einen Krampf im Bein, das auf dem Gaspedal stand, vielleicht war die Bremse defekt, vielleicht hatte die Frau einen dringenden Entbindungstermin oder die Kinder mussten schnell auf die Toilette. Wir wissen es nicht, denn der Soldat eröffnete das Feuer auf den heranrasenden Wagen. Es hätte ja auch ein Selbstmordattentat werden können, wo Islam in Afghanistan nicht unbedingt Frieden heisst, sondern in Hotels und Behörden eindringen und die Leute erschiessen, Bomben am Strassenrand zu deponieren, Schulen abzubrennen und Lehrer zu ermorden, Autos mit Sprengsätzen inmitten von belebten Strassen oder Militärkolonnen zu zünden, Selbstmordfahrradfahrern und Kamikaze Eselskarren zu begegnen und die Frauen zu verpflichten, sich mehrmals in der Woche vom Ehemann besteigen zu lassen. Halt. Letzteres Gesetz stammt vom moderaten Präsidenten Karsai, ein noch moderaterer Moslem, als sogar die moderaten Koranschüler. Hofiert von der Bundeskanzlerin. Endlich ein Moslem, der gebildet ist und weiss, was die moderne Frau braucht, Sex in the City eben.

Selbiger hat ja nun auch und das bereits mehrmals beklagt, Luftangriffe auf Bettuch- und Kalaschnikowträger würden nur der Sache der Koranschüler nützen und mit dieser Meinung könnte er doch glatt in die Partei Oskar Lafontaines eintreten. Luftangriffe auf deutsche Industriegebiete während des II. Weltkrieges und auch gezielt auf Wohngebiete, haben ja auch der Sache der Nationalen Sozialisten gedient in Deutschland, die davon immer stärker wurden.  Das waren damals übrigens auch keine Todesschützen, die an den Bombenzielgeräten hockten und Frauen und Kinder verbrannten. Sondern Deutschlands Befreier vom Hitlerfaschismus. Und wehe, jemand gedenkt der kollateral Getöteten.

Man muss die Sache nur aus der richtigen Perspektive sehen und da hat unsere sozialistische Presse noch eine Menge nachzuholen. Oder?

Nehmt den Todeschützen die Waffen weg!

1 Response to “Unsere Amokläufer”


  1. 1 vitzliputzli 20. Mai 2009 um 16:32

    ich verstehe gar nicht, warum man unsere jungs da am hindukusch überhaupt rumballern lässt. das ist doch gar nicht mehr zeitgemäß und das gotscha mit richtiger munition fördert bei den jungen noch ungefestigten leuten doch nur die bereitschaft zu späteren amokläufen.

    deswegen unterstütze ich die forderung nach waffen wegnehmen ausdrücklich! dann werden die anderen auch vernünftig und gehen wieder zum beten über.

    ausserdem – und das ist ganz wichtig – würde ich mir wünschen, daß unsere politiker dann (ohne personenschutz) dorthin reisen und sich vom vollen erfolg der maßnahme persönlich überzeugen!

    grüne und linke zuerst!

    gemäß dem bewährten motto: germans to the front!


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