Archiv für 13. Juni 2009

Olympiade 1936

Im ZEITUNGSZEUGEN sind die olympischen Sommerspiele herangerückt und aus den Trümmern der griechischen Arenen erheben sich sportlich gestählte Maiden und Jünglinge, die völkerverbindende Flamme nach Berlin zu tragen. Eine junge Frau bekommt vom Kanzler des damaligen Deutschland den Auftrag, etwas Spannendes darüber zu drehen, das man sich auch abends vor der Kinoleinwand ansehen kann und sie tut es. Leni Riefenstahl heisst das junge Talent, dass doch 1936 hätte wissen müssen, was erst 1938 mit den Juden geschah. Ein ahnungsloses Kind, so wie Ulrike Putz vom Spiegel, die auch schon mal mit Qassamraketenschützen durch die Gegend schaukelt und ihnen dabei zusieht, wie sie sich darauf vorbereiten, israelische Frauen und Kinder zu töten. Dieses Mal sind die Hetzblätter „Völkischer Beobachter“, „Deutsche  Volkszeitung“ und die „Deutsche Wochenschau“ beigelegt. Schaun wir mal.

Essen für Nazis

AngriffWährend einerorts sich die Friedrich-Ebert-Stiftung in demokratischer Weise bemüht, die Bürger von der irrwitzigen Vorstellung zu befreien, legale Parteien wären legal und müssten nicht in Partisanenmanier an der Ausübung demokratischer Rechte gehindert werden, wenn es schon nicht der Staat tut, setzen gerade Gastwirte in national befreiten Zonen, wo sich nie ein schwarzer US-Präsident hintrauen würde, oder Stepan Kramer nach Mitternacht, auf das Klientel, das bevorzugt Thor Steinar trägt und all die anderen Klamotten, die, wie das Netzt gegen Nazis sagt, einfach dazugehören. Idyllisch gelegen an der B 189, unweit vom geplanten Autobahnverlauf, wirbt dieser Wirt mit dem sturzkampffliegenden Adler und dem Titel einer Zeitung um Gäste, ohne sich um aufgebrachte Berliner Antifaschisten zu kümmern, die er einfach aufs Rot seines Flyers verweist. So geht das ja auch nicht. Oder? Trotz Bowling, Fitness, Squash, Sauna, Badminton, Essen, Trinken und Feiern. Und kalte Platten und Buffets bis 500 Personen. Aufmarsch, ich hör dir trapsen.

Hat Merkel abgedankt?

Wenn die geliebte Kanzlerin ihr spitzbübisches Mündchen öffnet, um Weisheiten von sich zu geben, dann kann man nur staunen. So hat sie sich gegen neue Regelungen zur Altersteilzeit ausgesprochen. «Auch wenn das in der aktuellen Situation verführerisch klingt, können wir uns das nicht mehr leisten», sagte sie am Freitag in Erfurt auf einer Tagung des Evangelischen Arbeitskreises der Union zum Thema Demografie.

Wer ist denn wir? Und war Altersteilzeit nicht dieses wunderbare Instrument, das Unternehmen dazu verlocken sollte, Jüngere einzustellen? Hat sie ihren VEB-Werkdirektoren nicht die klare Parteilinie diktiert, in der DDR 2.0, in der sie zu leben glaubt? Die Vorsitzende des Zentralkommitees gibt vor und die Kombinatsdirektoren reagieren? Ja ist der Kapitalismus denn schon abgeschafft? Wo die überaus kluge Kanzlerin in die Wirtschaft hineindirigiert, wie in das Klima, das Dank ihrer weisen Bemühungen ja nun kälter geworden ist? Dabei müssten die Älteren auch mal ertragen, dass ihnen Jüngere sagten, wo es lang gehe, sagte Merkel.

Als wäre das das Problem der altersbedingten Entlassungen!  Dass Ältere nicht ertragen könnten, unter Jüngeren zu arbeiten. Will die geliebte Kanzlerin die Alten verhöhnen? Ich glaube ja. Das Problem ist ja wohl nicht, dass Ältere vergnatzt kündigen, weil sie keine Jüngeren über sich sehen können, sondern weil sie für Unternehmen schlicht teurer sind als Berufsanfänger. Lohnkosten, oh geliebte Kanzlerin. Aber was weiss die weiseste Physikerin aller Zeiten schon von Kapitalismus, ausser dem, was sie in der FDJ-Schulung mitbekommen hat, bis Kohl sie als sein Mädchen in die CDU holte.

Die Betriebe müssten jetzt dazu übergehen, die Arbeitsplätze auf die Bedürfnisse der älteren Generation umzustellen. Und das werden sie auch umgehend tun, wo die weiseste der Weisen das verlangt. Umgehend. Sofort werden sie Altenruheräume einbauen, an jede Treppe kommt ein LIFTER und an jede Ecke ein Rollator. Den Bereitschaftsraum für die Zivis nicht zu vergessen, für den fliegenden Einlagenwechsel am Band, falls der Schliessmuskel versagt.

Deutschland habe im weltweiten Konkurrenzkampf nur dann eine Chance, wenn es für Menschen aller Altersgruppen lebenswert sei. Andernfalls drohe die junge Generation ins Ausland abzuwandern. Hier leider irrt die geliebte Kanzlerin gewaltig. Die Leute wandern doch nicht ab, weil sie ein Kartell der Alten würgt und knebelt, sondern weil es hier ein Steuersystem gibt, das Arbeit nicht mehr lohnenswert macht, weil hier Bevölkerungsgruppen ernährt werden, die mit Deutschland nun gar nichts gemein haben und weil es eine Klimapolitik der geliebten Bundesregierung Merkel gibt, die deutsche Produkte künstlich verteuert, was durch grottenschlechte Löhne durch die Unternehmen kompensiert wird. Und da stellt die beliebteste Kanzlerin aller Zeiten sich hin und tut so, als hätte das alles gar nichts mit ihr und ihrer weisen Regierungspolitik zu tun? Das ist wahre Regierungskunst.

Allüberall erntet die geliebte Kanzlerin Zustimmung

Schöne Julius-Streicher-Welt

Jetzt stellen wir uns mal dumm und vor, eine Friedrich Ebert Stiftung, die mit DEMOKRATISCHE KULTUR auf ihrer Homepage wirbt,  würde ein Handbuch herausbringen, eine missliebige Volksgruppe zu schikanieren und zu drangsalieren und den kleinen Angestellten und Beamten einen Leitfaden an die Hand geben, dieser Volksgruppe zu zeigen, wo die Hundepeitsche hängt. Und jetzt stellen wir uns mal vor, es würden die Juden sein, die diese Volksgruppe sind, wegen dem permanent beleidigten Herumgekeife der Knobloch und des Kramers und natürlich des fortwährenden Holocausts an den Palästinensern, den die LINKEN anprangern, deutsche Bischöfe bestätigt haben,  und die deswegen schon mit Hezbollah und Hamas, den grossartigen caritativen Terrororganisationen um die Häuser gezogen sind und deutsche Polizei dazu brachten, Israelfahnen abzuhängen, weil die die besorgten Bürger nur provozierten.

Und da steht dann geschrieben, wie die jüdische Erlebniswelt aufgebaut ist und wie man die Juden stören kann, ihre Feste zu feiern und überhaupt, wie man Juden so erkennt, wenn sie gerade mal nicht wie Juden aussehen. Diese hinterlistigen Rotzlöffel.  Auch, wie man ihnen vermietete Räume wieder aufkündigen kann, stellt sich hinterher heraus, dass Juden sie gemietet haben.

Und wir alle würden uns grossartig fühlen dabei, denn wir wissen, indem ich mich des Juden erwehre, kämpfe ich für das Werk des Herrn.(A. Hitler) Wer dieser Herr auch immer sein mag. Ist das nicht grossartig? Vor allem, dass man von Juden schreiben muss, um einen geringen Anflug von Empörtheit herauszulocken, bei den selbstgerechten Herausgebern der hilfreichen Handreichung der Friedrich Ebert Stiftung, die, schreibt sie, von den Nationalsozialisten 1933 verboten wurde,  und was werden die nicht alle über dem Tagebuch der Anne Frank und dem Film Schindlers Liste geweint haben, weshalb sie sich auch Ersatzjuden suchen mussten, um sich ganz wie die staatlich ermunterten Denunzianten fühlen zu können, damals vor vielen Jahren, als sie verboten wurde, ehe sie sich mit solchen Leitfäden richtig austoben konnte.

Friedrich Ebert Stipendiatin


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