Archiv für 22. Juni 2009

DSL im Schurkenstaat

Als am 13. August 1961 der Antifaschistische Schutzwall errichtet wurde, vom Westen fälschlicherweise „Mauer“ genannt, geschah das einzig aus dem Grund, die Antifaschisten in der DDR vor den Faschisten in der BRD zu schützen, die das dringende Bedürnis hatten, sich die Errungenschaften der Arbeiter und Bauern, wie den Trabant und die NATIONALE FRONT der DDR, einzuverleiben. Oder das  Ampelmännchen, Pittiplatsch den Lieben und die Dederonschürze.

Überfall auf die Sowjetunion

Am 22. Juni 1941 brach das Deutsche Reich den Nichtangriffspakt mit der Sowjetunion und überschritt die neue Staatsgrenze, die sich aus der Aneignung polnischen Territoriums, entsprechend des Geheimabkommens zwischen Hitler und Stalin, ergeben hatte. Eine Diktatur fiel über eine andere Diktatur her und was mit den Menschen des zu erobernden Landes geschehen sollte, war bereits klar. Deutsche Soldaten berichteten erstaunt, dass sie mit Jubel begrüsst worden wären, von der Bevölkerung der eroberten Ortschaften. Theodor Plievier schreibt darüber in seinem Roman „Moskau“. Offensichtlich glaubten die Überfallenen, sie würden von der wunderbaren Herrschaft Stalins befreit werden. Was natürlich auch zutraf, nur bekamen sie im Gegenzug eine neue Diktatur, die sie zudem noch zum Untermenschen degradierte. Dass kein Volk einsieht, warum es fremde Herrscher, die zudem ebenso schlimm wie die eigenen sind oder schlimmer, über sich dulden soll, das dürfte wohl klar sein. Was in Russland der Grosse Vaterländische Krieg genannt wird, in Anlehnung an den Volkskrieg gegen Napoleon 1812, heisst im folgenden Film der deutsch-russische Krieg. Vorsicht, es werden dort auch schwarze Uniformen gezeigt.

Vom EU-Wächterrat lernen

heisst Demokratie lernen!

Oder auch von Deutschland. Wenn Angela Merkel, allmächtige Kanzlerin der Bundesrepublik Deutschland, den Wächterrat in Teheran ermahnt, Demokratie zu achten und unteilbare Menschenrechte, dann werden die sich sicher kichernd auf den Teppichen gewälzt haben, so Allah, er möge immer eine gute Verdauung haben, es erlaubt. Zu kichern. Was die Zustimmung zum Lissabonvertrag angeht, hatte der deutsche Wähler nämlich nicht mal eine Wahlfarce an der er teilnehmen konnte, um kundzutun, ob ihm die Abschaffung der Demokratie gefällt oder die Tatsache, dass er künftig auf über 70 Prozent aller Gesetze und Verordnungen, die in Deutschland gelten, Einfluss haben wird oder nicht. Und das wunderbare irische Volk darf sogar so lange wählen, bis dem EU-Wächterrat das Ergebnis zusagt.

Das ist Demokratie, von der die Mullahs lernen können. Ein jeder Tag wird so zum Wahltag und der Staatsbürger fühlt sich gebauchpinselt. Und unterdessen tut die Freie Presse das, was sie nach Verständnis der Hüter der Demokratie tun muss, Zitat: Es sei selbstverständlich, dass durch die Ordnung der Presse auch die Wahlergebnisse beeinflusst werden. Diese sollen ja der Ausdruck dafür sein, ob es der Staatsführung gelungen ist, die Volksgenossen durch die ihr zur Verfügung stehenden Erziehungsmittel, zu denen auch die geordnete Presse gehört, für ihre Ideen oder bestimmte Maßnahmen zu gewinnen, die den Anlass zur Wahl bilden. Wie die Abgabe der nationalen Souveränität an einen Rat aus Bürokraten, den wir hier der Einfachheit halber EU-Wächterrat nennen wollen, da er sich abgesehen von den fehlenden Turbanen, kaum von den Nadelstreifenträgern in Brüssel unterscheidet.

Oder die wunderbare Idee, Webseiten im Internet zu blockieren. Was sind wir nicht begeistert über Handyfilme, die Prügelszenen auf Irans Strassen zeigen, was bei uns sofort zum Einziehen der Handys geführt hätte, wegen der Gewaltvideos. Kommt noch so weit, dass die von Funktelefon zu Funktelefon weitergereicht werden und so zur weiteren Verrohung deutscher Jugendlicher führen. Doch trotz dieser momentanen Begeisterung, das Abschlachten von Millionen Iranern, live und in Farbe im Internet verfolgen zu können, sollten wir die Gefahr, die davon für die iranische Regierung ausgeht, nicht unterschätzen. Oder einmal für die Deutsche. So ist es nur folgerichtig, dass nach der Blockierung von Kinderpornoseiten, ohne die der deutsche Internetnutzer völlig verzeifelt sein wird, jetzt die Blockierung von Online-Egoshootern andiskutiert wird und später vielleicht auch Seiten, die nicht der geordneten Presse zugehören. Also der Medien, die sich noch nicht selbst gleichgeschaltet haben. Also freiwillig. Was ein Unterschied zu 1933 ist.

Ja, Deutschland hat der Welt so viel zu geben, heute sind es gute Ratschläge, wie Demokratie zu sein hat, nämlichst möglichst mit Abwesenheit von Demokratie, und morgen 25 Millionen € zur Finanzierung eines Terrorregimes. Wie sich das Eine nun mit dem Anderen verträgt, das sind freilich Zusammenhänge, wie sie unser schwacher Geist nie ergründen wird. Dazu braucht es Leute, die sich hinstellen und das Klima regulieren. Und? Ist es für die Jahreszeit nicht deutlich zu kühl? Ich glaube ja.

Folgendes Video ging seinerzeit um die Welt, worauf die Staatsführung in Teheran anmahnte, Deutschland möge doch sein Bildungs- und Erziehungswesen überdenken. Das Recht, als Schüler in Ruhe zu lernen und das Recht der Lehrer auf körperliche Unversehrtheit sei universal und unteilbar. Natürlich hat die deutsche Regierung auf die Interventionen des Iraner Wächterrates nicht reagiert. Der ist schliesslich für uns nicht zuständig.

Schlimmer Handyfilm mit Reportage


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