Böse Geschichten

Langsam hängt mir das Thema wirklich zum Halse heraus. DER WESTEN feiert ein Sommermärchen. Deutschland, Suppentopf und Heimstatt für die ganze Welt und kurz vorm bedingungslosen Grundeinkommen, das den Freiräumlern und Integrationsresistenten wie von Zauberhand in der Tasche nachwächst, kann es nicht glauben. Haben denn die Asylsuchenden es nötig, den wunderbaren Islam so zu verleumden? Den, den unserer Bundesinnenminister mit Macht fördert, weil er hofft, ihn bei Kaffee und Kuchen bedienungsfreundlicher zu machen.

In Samra südlich von Bagdad gibt es nur wenige Christen wie die Shaayas. Im Sommer 2007 verschwindet Jalal, er wird entführt und festgehalten; und seine Frau Amerah wird erschossen, angeblich, weil sie nicht zum Islam übertreten wollte. Ja, ja. Angeblich! Dabei wissen wir doch, dass es im  Islam keinen Zwang gibt, Mohammedaner zu werden , so etwas tun nur die Christen, die in der ganzen Welt als sogenannte Helfer herumstreunen, Bibeln verteilen und deshalb zu Recht, wie in der Türkei, stundenlanges Foltern mit anschliessendem Halsabschneiden ertragen oder wie im Jemen ein wenig abgestochen werden.  Aber wir wollen es den Lügenbolden mal nachsehen, wo sich die irakische Großfamilie gerade wiedergefunden hat, so wie die 7 Geislein, denn von denen können wir gar nicht genug im Lande haben, machen sie unser Leben doch schöner, bunter und die Kommunen ärmer. Vor allem, weil sie Analphabeten sind, weil Christen angeblich keine Schule besuchen dürfen, wieder so eine Verleumdung des Islam, der Senkgrube von Wissenschaft und Forschung, und gerade die brauchen wir ja für unsere Wissensgesellschaft, die wir sind, weil es uns die Kanzlerin der Herzen andauernd sagt, dass wir es sind.

Die hat derweil mit den Steuerrebellen der Union Haschen gespielt und sie wieder eingefangen, dass sie dazu noch die Zeit aufbringt, neben der Abkühlung der Erde, die sie betreibt, das ist das eigentlich Erstaunliche daran. Jetzt sind wir alle froh, dass die CDU, wenn sie Wahlsieger der Bundestagswahl wird, was zweifellos wieder alle Parteien sein werden, Wahlsieger, trotz versprochener Wohltaten und unbeirrbarem Verschwendungskurs, keine Steuern erhöhen wird, höchstens die, die wir alle so beim Einkaufen zahlen und da merkt es sowieso niemand, weil keiner die Mehrwertsteuersätze wirklich kennt.

Übrigens sind Streiks gut für unser Land. Dank der linken Genossen von Verdi. Denn, die Kommunen zahlen Gehälter an Streiktagen nicht aus, da dafür keine Leistung erbracht wird, hieß es. Da wünscht man sich doch als Bürger, dass jeder Tag ein Streiktag wär, zumindest bis die Gewerkschaftskasse leer ist, vielleicht reicht es dann auch mal zur Strassensanierung oder für neue Fenster in der Schule.

Gut für unser Land ist auch eine stets wachsame, geordnete Presse, die dauerhaft den Finger auf die Polizei legt und ihr sagt, wie sie hätte richtig handeln können, nachdem sie offenbar nicht richtig gehandelt hat. Einerseits ist es Polizeibrutalität, den friedlichen Tag mit Schüssen zu stören, während hunderte spielender Kinder zwischen dem intensivtäterischen Dennis und der Polizei herumwuseln, während Bürger doch nur seine Ruhe haben will,  andererseits, fesselt die Polizei aus Höflichkeit den Tatverdächtigen nur halb, um der Zeitungsschelte zu entgehen, dann ist es auch wieder nicht Recht. Und warum werden Kroaten eigentlich nicht Südländer genannt? Gehört Kroatien etwa neuerdings zur Achse derer, die einfach so genannt werden dürfen?  Einfach so nennt DIE WELT den Kapitalismus die Wirtschaftsweise, die sich ergibt, wenn man die Menschen einfach machen lässt und veröffentlicht sogar eine Verteidigungsrede auf ihn.  Und das ist ja wohl das Letzte. Denn wer hätte nicht gerne Armut für alle? Na also.

Peter Struck sieht die Bundeswehr übrigens noch zehn weitere Jahre in Afghanistan, wo sie dann die Deutschen in Münchner U-Bahnen, Hamburger Stadtparks oder Berliner BVG-Bussen verteidigen wird, vor den Angriffen unserer moderaten Taliban. Das kann man auch preisgünstiger haben. Natürlich wäre es besser, dort keine Truppen zu haben aber erst das Maul aufzureissen und sich dann zu verdrücken, wie es die CSU vorschlägt, das ist einfach schäbig. Diese Frauen wären sicher froh, würden die gesegneten Zeiten unter den weniger moderaten Taliban zurückkehren, dessen glühendste Anhängerin DIE LINKE ist. Dann sind die Diskussionen über bedingungslosen Sex auf Verlangen vorüber, wie überhaupt jede Diskussion mit dem Mann. Demokratie und Redefreiheit sind für DIE LINKE sowieso Schtonk.

Machts gut, Ihr Banditen

2 Responses to “Böse Geschichten”


  1. 1 stalker 29. Juni 2009 um 21:29

    Da gedenken doch dieser Tage die Vertreter der Antifa Prenzlauer Berg mittels einer überschaubaren Demonstartion einer gewissen Liselotte Herrmann in der 1974 nach ihr umbenannten Strasse. Wie die Strasse vorher hieß, weiss niemand, es sei denn, jemand interessiert sich für die ehemalige Allensteiner Str.
    Jedenfalls hieß sie nicht „20 Millionen Stalinopfer-Strasse“.

    Ertstaunlich, was wir so alles mit uns machen lassen. Gehirnwaschend: diese täglichen Demonstrationen einer Gutmenschendiktatur, die einfach mal so 20 Millionen Leichen versteckt, das Klima gesund reguliert und täglich die Wiedergeburt Herrn Hitlers bekämpft.

    Aber das war ja 1974 auch nicht anders. Und 1936.

  2. 2 Karl Eduard 30. Juni 2009 um 04:39

    Die Matrix ist mächtig.


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